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Wer heute am Münchner oder Nürnberger Flughafen abheben will, muss mit Verspätungen rechnen.

Chaos auf Bayerns Flughäfen - Verdi lässt Bodenpersonal streiken

München/Nürnberg - Der Flugverkehr war am Morgen in München und Nürnberg weitestgehend lahmgelegt. Verdi hat das Bodenpersonal zum Streik aufgerufen. Doch die Verhandlungs-Fronten sind verhärtet.

Wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben Flugzeuge am Flughafen München am Dienstagmorgen nicht abheben können. Etwa 120 Mitarbeiter in der Flugzeug-Abfertigung der Flughafen München GmbH legten mit Beginn der Frühschicht um 3.30 Uhr die Arbeit nieder.

Bis 6 Uhr wurden daher fünf Flüge von München aus annulliert, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Laut einem Vertreter von Verdi Bayern sind bei der Flughafen GmbH rund 4500 Menschen beschäftigt, davon 1900 in der Abfertigung.

Sie sind bis 12 Uhr zum Streik aufgerufen. Ob weitere Flüge verspätet starten oder ganz gestrichen werden müssen, blieb zunächst unklar.

In Nürnberg liegt der Flugverkehr lahm

Ein Warnstreik im öffentlichen Dienst hat Dienstag früh den Nürnberger Flughafen für rund zwei Stunden lahmgelegt. Insgesamt seien mehr als 2000 Passagiere betroffen gewesen, berichtete ein Flughafensprecher. Nach seinen Angaben hatten 20 Beschäftigte der Flughafenfeuerwehr zwischen 6.00 und 8.00 Uhr die Arbeit niedergelegt. Ohne einsatzbereite Feuerwehr sei aus Sicherheitsgründen kein Flugverkehr möglich.

“Damit ist ein Flughafen so gut wie geschlossen“, erläuterte der Sprecher. Insgesamt seien 27 Maschinen von dem Warnstreik betroffen gewesen: 13 Flugzeuge hätten mit Verspätungen von bis zu 90 Minuten abgehoben, 14 seien mit erheblicher Verspätung in Nürnberg gelandet. Auch nach Ende des Warnstreiks sei es noch zu Verzögerungen zwischen 30 und 45 Minuten gekommen, die sich wahrscheinlich noch den ganzen Tag fortsetzen würden.

Verhärtete Fronten

Einen Tag vor dem Start der nächsten Runde in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst machen die Gewerkschaften damit weiter Druck auf die Arbeitgeber.

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fünf Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber halten diese Forderung für zu hoch. In der vergangenen Woche waren die Verhandlungen ergebnislos vertagt worden.

Die Verhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gehen an diesem Mittwoch in Potsdam weiter. Während der neuen Verhandlungen soll es zunächst keine weiteren Aktionen geben.

dpa

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