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Charlotte Knobloch warnte davor, den Islamismus zu verharmlosen.

41. Jahrestag des Olympia-Attentats

Charlotte Knobloch warnt vor Islamismus

München - Charlotte Knobloch hat zum Jahrestag des Olympia-Attentats vor dem Islamismus gewarnt. Sie betonte, wie wichtig es sei, das Thema ernst zu nehmen, denn: "Die Gefahr ist real."

Zum 41. Jahrestag des Münchner Olympia-Attentats hat Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, davor gewarnt, den Islamismus ähnlich wie den Rechtsextremismus zu verharmlosen und zu unterschätzen. „Die Gefahr ist real“, mahnte Knobloch am Mittwoch in München und erinnert an den Anschlag beim Boston-Marathon und die verhinderten Bombenattentate in Deutschland. Mit Blick auf Syrien beklagte sie Tatenlosigkeit gegenüber Staatsterrorismus. „Alle hasserfüllten Ideologen - auch im iranischen Regime - beobachten genau, wie weit sie folgenlos gehen können, ehe die demokratische Staatengemeinschaft offenem Zivilisationsbruch und Massenmord mit der notwendigen Konsequenz begegnet“, erklärte Knobloch.

Ein öffentlicher Gedenkraum soll an die Opfer des Olympia-Attentats erinnern

„Das Olympia-Attentat hat einen tiefen Eindruck im kollektiven Gedächtnis der Stadt und des Landes hinterlassen“, sagte der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in München. Umso wichtiger sei es, mit einem Gedenkraum dauerhaft an die Opfer zu erinnern. Die Stadt will bis Herbst 2016 einen öffentlichen Gedenkraum im Olympiapark errichten. Dabei soll laut Spaenle kein Museum im herkömmlichen Sinne entstehen, sondern ein offen zugänglicher Pavillon. Der israelische Generalkonsul Israel Dan Shaham begrüßte die Idee: „Mit dem Gedenkraum wird den Opfern ein Stück weit ihr Gesicht zurückgegeben“, sagte er.

Palästinensische Terroristen hatten während der XX. Olympischen Sommerspiele 1972 die israelische Mannschaft überfallen. Bei der Geiselnahme und dem gescheiterten Befreiungsversuch starben elf Sportler, ein Polizist und fünf Terroristen. „Dieses Attentat war nicht nur ein Anschlag auf Israel oder auf Juden. Es war ein Anschlag auf alle Fürsprecher offener, liberaler und demokratischer Gesellschaften“, erklärte Knobloch.

dpa

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