In einer Rehaklinik in Bad Kissingen kam es am Freitag zu einem Chemieunfall.
+
In einer Rehaklinik in Bad Kissingen kam es am Freitag zu einem Chemieunfall.

Chlorgas ausgetreten

Chemieunfall in bayerischer Rehaklinik: 100 Menschen evakuiert - zahlreiche Verletzte

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
    schließen

Mit einem Großaufgebot rückten die Feuerwehren aus Bad Kissingen und Umgebung zur Frankenklinik aus. Im Krankenhaus war Chlorgas ausgetreten.

  • In der Frankenklinik in Bad Kissingen kam es zu einem Chemieunfall.
  • Klinikpersonal und Patienten mussten evakuiert werden.
  • Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.

Bad Kissingen - In einer Rehaklinik in Bad Kissingen (Unterfranken) kam es am Freitag (16. Oktober) zu einem größeren Chemieunfall. Zahlreiche Einsatzkräfte wurden zur Frankenklinik gerufen. Nach einem Vorfall in einem Technikraum trat Chlorgas aus. Das ätzende Gas greift die Haut und die Atemwege an. Daher war bei der Evakuierung Eile geboten.

Chemieunfall in Bad Kissingen: Mehrere Verletzte durch Chlorgasaustritt

Es war gegen 9.30 Uhr, als ein Klinikmitarbeiter in einem Technikraum mit mehreren Chemikalien hantierte, berichtet die Polizei Unterfranken. Dabei kam es ‒ nach ersten Ermittlungsergebnissen ‒ zu einer ungewollten chemischen Reaktion. Infolgedessen wurde Chlorgas freigesetzt. Das giftige Gas verbreitete sich schnell im angrenzenden Klinikbereich.

Trotz des schnellen Eintreffens der Rettungskräfte und des Reagierens des Klinikpersonals wurden bei dem Chemieunfall zehn Menschen verletzt. Mehr als 100 Menschen waren von der Räumung der Klinik betroffen. Ein 59-jähriger Patient sowie neun Klinikangestellte hatten das Giftgas eingeatmet. Dabei zogen sie sich mittelschwere bis schwere Verletzungen zu. Sie wurden dann außerhalb des Krankenhauses von Rettungskräften versorgt und vorsorglich in eine andere Klinik gebracht.

Die Feuerwehr konnte nur mit Schutzanzügen die Klinik betreten.

Chemieunfall in Bad Kissingen: Ermittlungen zum Unfallhergang laufen an

Vor Ort waren insgesamt etwa 40 Feuerwehrleute aus Bad Kissingen, Garlitz und Reiterswiesen. Sie mussten bei ihrem Einsatz besondere Schutzkleidung tragen, um nicht selbst das giftige Gas einzuatmen. Neben der Feuerwehr war auch der Rettungsdienst mit sechs Wagen und ein Notarzt vor Ort. Die Ermittlungen zum Unfallhergang führt die Polizei Bad Kissingen. Mit involviert ist das Gewerbeaufsichtsamt. Denn es muss geprüft werden, ob bei den Arbeiten auch sämtliche Unfallverhütungsvorschriften eingehalten wurden. (tel)

In Hof mussten rund 3000 Menschen evakuiert werden, da man in einem Neubaugebiet drei Weltkriegsbomben gefunden hatte. Ein eher kurioser Fall ereignete sich in Gmünden am Main. Dort durchtrennte ein Obdachloser die Stromkabel in einem Betriebsgebäude der Bahn.

Kommentare