Tod den Chiemsee-Stechmücken

Übersee - Den Stechmücken am Chiemsee geht es ab sofort zweimal im Jahr an den Kragen. Die Regierung von Oberbayern hat eine erweiterte Genehmigung für die Verwendung von BTI erteilt.

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Mückenplage kostet 160.000 Euro

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Den lästigen Stechmücken am Chiemsee geht es jetzt zweimal im Jahr an den Kragen. Dazu wird von einem Hubschrauber das biologische Mückenbekämpfungsmittel B.t.i. in besonders von der Mückenplage betroffenen Gebieten des “bayerischen Meeres“ versprüht. Bisher durfte die Methode nur einmal im Jahr angewendet werden, wie die Regierung von Oberbayern am Dienstag in München mitteilte.

Die zunächst auf fünf Jahre befristete Genehmigung bezieht sich auch auf Teile des Naturschutzgebietes an der Mündung der Tiroler Achen, wo bisher die Mücken überhaupt nicht bekämpft werden durften. Dort brüten seltene Vogelarten. Die Erlaubnis zum Versprühen von B.t.i. ist aber an strenge Auflagen gebunden. So muss vor jeder Aktion die Larvendichte einer Stechmückenbrutfläche ermittelt werden.

Zudem darf B.t.i. nicht auf die Wasserfläche des Chiemsees, auch nicht auf Wasserschilf und auf überflutete Flächen mit direkter Verbindung zum See sowie nicht auf Zu- und Abflüsse und nicht auf Standgewässer ausgebracht werden. Der Hubschrauber muss mindestens 80 Meter hoch fliegen. Die Sprühaktion in diesem Frühsommer kostete die betroffenen Chiemsee-Gemeinden nach Regierungsangaben 150 000 Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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