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Wegen eines heftigen Unwetters wurde das Chiemsee Summer Festival evakuiert. 

Viele Verletzte

Chiemsee Summer zu spät evakuiert? Veranstalter wehrt sich

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Das heftige Unwetter sorgte am Freitagabend beim Chiemsee Summer Festival für Chaos. Wurde das Festival zu spät abgesagt? Der Veranstalter wehrt sich in einer Stellungnahme gegen Kritik und Vorwürfe. 

Übersee - Die Sturmfront am Freitag, die bayernweit für Verwüstungen gesorgt hatte, hatte auch das Chiemsee Summer Festival schwer getroffen. 50 Personen mussten medizinisch behandelt werden, 22 kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Am Samstag wurde der letzte Tag des Events abgesagt.

Nun wird Kritik laut und eine Frage steht dabei im Raum: Wurde das Festival etwa viel zu spät evakuiert? Mit einem Statement wehrt sich der Veranstalter gegen die Kritik: Um 20.45 Uhr setzten sich die Veranstalter demnach aufgrund der Wetterlage mit der Polizei auf dem Festivalgelände zusammen. Um 21.20 Uhr - 25 Minuten vor der offiziellen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) um 21.45 Uhr - wurde der Entschluss zur Evakuierung, laut dem Statement des Veranstalters, getroffen.

Nachdem alle Mitarbeiter über die anstehende Evakuierung informiert worden waren, wurden zuerst die Großzelte und das Riesenrad geräumt und abgesperrt. Der Grund: Diese Vorgehensweise ist im Sicherheitskonzept verankert und hat zum Ziel zu verhindern, dass Personen aus dem restlichen Konzertgelände in die Zelte drängen können.

In einem zweiten Schritt erfolgte unmittelbar nach Abschluss der Teilevakuierung danach die Evakuierung der Gesamtfläche, die über Durchsagen an der Bühne und sämtliche Medien des Veranstalters kommuniziert wurde.

Somit waren die öffentlichen Meldungen keineswegs der Start der Evakuierung, sondern lediglich der zweite Teil, der aus taktischen Gründen nicht früher kommuniziert wurde um obenstehendes Szenario zu verhindern.

„Letztendlich waren aber auch wir wie der DWD von der Geschwindigkeit des aufziehenden Unwetters überrascht“, ist in der Pressemitteilung des Veranstalters, der CRP Konzertproduktionen zu lesen. „Dies war die bisher schwierigste Situation, die es in der 23-jährigen Geschichte des Festivals zu bewältigen gab“, so die Mitteilung. „Die Herausforderung bestand in der Kurzfristigkeit, mit der dieser Starkwind hier am Gelände einsetzte und der auch von der Stärke her weit über den Prognosen lag.“ Es sei freilich nicht Absicht der Verantwortlichen gewesen, die Festivalbesucher in Gefahr zu bringen. „Sehr viele der eingesetzten Polizisten und Helfer hatten selbst Verwandte und Freunde als Festivalbesucher auf dem Gelände, oftmals sogar die eigenen Kinder. Keiner der Verantwortlichen würde diese in Gefahr bringen wollen.“

Spur der Verwüstung: So sah das Chiemsee-Summer-Festival nach dem Unwetter aus

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