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Coburg - Lage, Geschichte, Wirtschaft und Politik von Stadt und Landkreis

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Rathaus mit Prinz-Albert-Denkmal auf dem Marktplatz in Coburg
Das Rathaus mit Prinz-Albert-Denkmal auf dem Marktplatz in Coburg © Peter Schickert / IMAGO

Coburg: Alle Infos zu der freien Kreisstadt, die zugleich Sitz des Landratsamtes Coburg ist, zur Metropolregion Nürnberg gehört und im Regierungsbezirk Oberfranken des deutschen Bundeslandes Bayern liegt.

Coburg – Seit dem 30. Mai 2005 führt Coburg den Beinamen Europastadt und verleiht dadurch der Bedeutung der europäischen Verständigung Ausdruck. 1997 wurde die Stadt mit dem Europadiplom ausgezeichnet, 2009 mit der Ehrenfahne des Europarates. Ihre Verbindungen zwischen den Adelshäusern auf dem europäischen Kontinent sind tief in der Geschichte verwurzelt, weshalb Coburg einst als heimliche Hauptstadt Europas galt.

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Coburg – Stadt und Landkreis in Zahlen

Die kreisfreie Stadt Coburg ist zugleich Sitz des gleichnamigen Landkreises, der sie vollständig umgibt. Er gehört als einer von 23 Landkreisen der Metropolregion Nürnberg an; die Stadt Coburg repräsentiert eine ihrer elf kreisfreien Städte.

Coburg – die Lage von Stadt und Landkreis

Der Landkreis Coburg umgibt die gleichnamige Stadt und dehnt sich im Nordwesten des Regierungsbezirks Oberfranken, im Norden des Freistaats Bayern, aus. Er grenzt an die Nachbarkreise Hildburghausen und Sonneberg in Thüringen sowie an Kronach, Lichtenfels, Haßberge und Bamberg in Bayern. Seine Lage ist im Norden durch das Vorland des Thüringer Walds geprägt, im Süden durch das Itz-Hügelland des Fränkischen Keuper-Lias-Lands. In den Langen Bergen, an der Grenze zu Thüringen, befindet sich das 190 Hektar große Naturschutzgebiet Lauterberg.

Durch die Stadt Coburg fließt ein rechter Nebenfluss des Mains, die Itz. 20 Brücken überspannen sie im Stadtgebiet, die größte ist mit einer Gesamtstützweite von 103,96 Metern die Frankenbrücke. Die nächstgelegenen Großstädte in einem Radius von 75 bis 90 Kilometern sind Erlangen, Erfurt, Würzburg und Nürnberg.

Coburg – die Geschichte im Überblick

Die Geschichte von Coburg ist seit 1056 dokumentiert. In diesem Jahr wurde „Koburk“ in einer Schenkungsurkunde erwähnt, mit der Polens Königin Richeza Besitzungen an Anno von Köln übertrug. Diese lagen in der Nähe des Festungsbergs, wo der Erzbischof 1074 das Kloster Sankt Peter und Paul gründete.

Coburg – Zahlen & Fakten zur Wirtschaft

Seit 2005 ist die Stadt Coburg Mitglied der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Diese umfasst eine Fläche von 19.000 Quadratkilometern mit dreieinhalb Millionen Einwohnern und 150.000 Unternehmen und zählt zu den wirtschaftsstärksten Räumen Deutschlands. Die Wirtschaft von Coburg wird durch das Motto „Werte und Wandel“ geprägt, mit dem Ziel, die Geschichte und die Moderne zu verbinden. Als ihr Sprachrohr gegenüber Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung fungiert die Industrie- und Handelskammer (IKH) zu Coburg.

Die Coburger Wirtschaftsstruktur 2020

Mit Stand 06/2020 gliederte sich die Wirtschaftsstruktur Coburgs wie folgt:

Bedeutende Wirtschaftszweige und Unternehmen

Folgende Unternehmen repräsentieren die Coburger Wirtschaftssparten:

Coburg – die Sehenswürdigkeiten der Altstadt

Die gut erhaltene Altstadt von Coburg ist reich an historischen Sakral- und Profanbauten, die aus unterschiedlichen Epochen der Geschichte stammen. Auf dem Festungsberg erhebt sich rund 170 Meter hoch die Veste Coburg über der Stadt. 1225 erstmals erwähnt, im 17. Jahrhundert von der Burg- zur Festungsanlage ausgebaut, beherbergt sie heute die herzoglichen Kunstsammlungen.

Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten Coburgs sind am Fuße des Festungsbergs und in der Innenstadt zu bewundern:

Erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten sind unter anderem auch der neugotische Bebauungsring, der bedeutende Bestand an Jugendstilbauten sowie die Schlösser in der Stadt und in den Vororten.

Coburg – die Politik

Amtierender Oberbürgermeister der Stadt Coburg ist Dominik Sauerteig. Der deutsche Kommunalpolitiker gehört der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) an und setzt damit die Politik seines Vorgängers fort. Er gewann am 29. März 2020 die Stichwahl gegen Christian Meyer, der der Christlich-Sozialen Union in Bayern e.V. (CSU) angehört. Sein Vorgänger Norbert Tessmer (SPD) hatte bei den Kommunalwahlen in Bayern 2020 nicht erneut kandidiert. Wie der Oberbürgermeister wird der Stadtrat für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Er setzt sich aus dem Oberbürgermeister und 40 Stadtratsmitgliedern zusammen.

Von den elf Parteien, die im Coburger Stadtrat vertreten sind, hält die SPD neun Sitze, die CSU acht und das Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) sechs. Mit fünf Sitzen ist die Wählerschaft pro Coburg (WPC) vertreten, mit je drei Sitzen die JUnge COburger e.V. (JUCO) und die Partei Christlich-Soziale Bürger (CSB). Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat zwei Sitze im Stadtrat, je einen Sitz halten die Alternative für Deutschland (AfD), Die Linke, die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und die Coburger Liste (CL).

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