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Corona-Alarm in Bamberg: „Uns drohen südbayerische Verhältnisse“

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Von: Katarina Amtmann

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Corona Intensivstation
Die Corona-Lage in Bamberg ist angespannt (Symbolbild). © Bodo Schackow/dpa/dpa-Bildfunk

Die Corona-Lage in Bayern spitzt sich zu. Der Gesundheitsversorgung in Bamberg droht der Kollaps. Das Landratsamt schlägt Alarm.

Bamberg - Die Corona*-Lage in Bayern ist angespannt, die Kliniken laufen voll. „Der Gesundheitsversorgung auch in der Region Bamberg droht der Kollaps.“ Das geht aus einer Pressemeldung des Landratsamtes vom Dienstag (16. November) hervor. Stand Dienstag müssen 78 Corona-Patienten, davon 13 intensiv, in den Kliniken in Bamberg* Stadt und Land behandelt werden.

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Corona/Bamberg: „Die nächste Stufe ist der komplette Klinik-Notfall“

„Dutzende Mitarbeiter im Pflegebereich fallen wegen corona-bedingter Umstände aus. Drei von zehn Operationssälen des Klinikums am Bruderwald sind bereits außer Betrieb gesetzt worden, um die aufwändige Behandlung von Corona*-Patienten auf einer neu eingerichteten Station gewährleisten zu können. Die nächste Stufe ist der komplette Klinik-Notfall: dann müssten am Bruderwald weitere vier OP-Säle geschlossen werden“, warnt das Landratsamt in der Pressemitteilung.

Corona-Alarm in Bamberg: „Uns drohen südbayerische Verhältnisse“

„Uns drohen südbayerische Verhältnisse: Wir hatten noch nie in der gesamten Pandemie so viele Menschen mit Corona in Kliniken und wir müssen damit rechnen, dass schon bald die Hälfte aller Intensiv-Behandelten in Kliniken Covid-Patienten sein werden.“ So beschreibt Prof. Dr. Michael Sackmann, ärztliche Leiter Krankenhaus-Koordinierung im gemeinsamen Katastrophenstab von Landkreis und Stadt Bamberg, die äußerst schwierige Lage. „Alle nicht dringlichen Eingriffe müssen unterbleiben.“

Man habe eine komplette Ebene für Corona-Patienten freigeräumt und sieben zusätzliche Intensivbetten geschaffen. Alle Stationen würden nur mit minimaler Besetzung gefahren, berichtet der Ärztliche Direktor des Klinikums am Bruderwald, Professor Dr. Georg Pistorius. Mit 61 Personen, neun davon intensiv, ist dort ein neuer Höchststand während der Pandemie erreicht.

Das aktuelle Infektionsgeschehen in Bayern am Mittwoch, 17. November 2021

Corona-Infektionsgeschehen in Bamberg außer Kontrolle

Aufgrund der hohen Zahl an Neuinfektionen könne man das Infektionsgeschehen nicht mehr zeitnah nachverfolgen, so Lothar Riemer, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg. Über das Wochenende habe es mehr als 400 Neuinfektionen gegeben. „Aktuell haben wir 51 Fälle in Schulen und 17 in Kindertageseinrichtungen.“ (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Weil immer mehr Gäste mit fremden Getränken und Speisen in sein Restaurant kamen, zog ein Bamberger Wirt jetzt Konsequenzen. Zukünftig kann es in solch einem Fall teuer werden.

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