Traunstein bundesweit Platz 2

Drei Corona-Hotspots halten Oberbayern in Atem: So steht es um die Krankenhaus-Ampel im Freistaat

  • Katharina Haase
    VonKatharina Haase
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Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist erneut gefallen. Dennoch liegen mehrere Corona-Hotspots im Freistaat. Die Krankenhaus-Ampel steht weiter auf grün.

Traunstein - Die 7-Tage-Inzidenz* in Bayern liegt am Mittwoch (15. September) mit einem Wert von 81,7 noch immer über dem bundesdeutschen Durchschnittswert von 77,9. Jedoch ist die Zahl im Vergleich zum Montag zurückgegangen. Zu Beginn der Woche lag sie bei 86,4.

Nicht geändert hat sich jedoch, dass sich weiterhin mehrere Corona*-Hotspots im Freistaat befinden. Drei der zehn deutschlandweit am stärksten betroffenen Gebiete liegen in Bayern. Am stärksten erwischt es den Landkreis Traunstein, der auch zu Beginn des Jahres lange als Hotspot galt. Hier ist die Inzidenz derzeit bei 220,3 und somit deutschlandweit auf Platz zwei. Auf Platz drei folgt direkt der an Traunstein angrenzende Landkreis Berchtesgadener Land* mit einer Inzidenz von 217,3. Die Stadt Rosenheim* liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 199,,7 „nur noch“ auf Platz sieben. Vor zwei Tagen hatte die oberbayerische Kreisstadt die bundesweite Inzidenzliste angeführt.

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Corona in Bayern: Rosenheim mit Inzidenz über 200 - Maßnahmen der Stadt gelten nach wie vor

Als Grund für den starken Infektionsanstieg werden meist Reiserückkehrer genannt. Am Freitag, 10. September, waren im Freistaat die Sommerferien zu Ende gegangen. Bereits Ende August hatte die Stadt Rosenheim aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Darin wurden unter anderem die Kontakteinschränkungen sowie die Corona-Regeln bei Veranstaltungen verschärft.

Derzeit ist unklar, wie es in Bayern bei einer erneuten starken Entwicklung des Infektionsgeschehens weitergehen wird. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bereits mehrfach einen erneuten Lockdown ausgeschlossen. Dies sei vor allem in Hinblick auf die vielen Geimpften, vor denen eine solche Entscheidung nicht zu rechtfertigen wäre, nicht möglich, so Söder. Ob er sein Versprechen halten kann, ist jedoch unklar. Am Dienstag, 14. September, hatte jedoch auch das deutsche Wirtschaftsministerium in Berlin einen weiteren Lockdown in Deutschland ausgeschlossen.

Trotz steigender Corona-Zahlen: Bayerische Krankenhaus-Ampel weiter stabil grün

Die Inzidenz alleine ist für neue Maßnahmen in Bayern nicht mehr Ausschlag gebend. Seit Anfang September gilt ein neu eingeführtes Ampel-System. Die sogenannte Krankenhaus-Ampel soll die Auslastung von Krankenhäusern abbilden und die Corona-Inzidenz als bisherigen alleinigen Richtwert für Corona-Einschränkungen ablösen. Momentan befindet sie sich im grünen Bereich.

HospitalisierungIntensivbettenauslastung
GrenzwertGelb bei 1200Rot bei 600
Stand 15. September306 243

Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen. Dann könnte die Staatsregierung neue Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschließen. (kah) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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