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Bäcker stellt eigenes Corona-Mittel her - und versorgt Bürger zu Fasching mit besonderer „Impfung“

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Von: Naima Wolfsperger

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Hat der Impfstoffmangel in Landshut ein Ende? Ein Bäcker greift in der Krise beherzt ein - und liefert „Corona-Spritz-Krapfen“ fürs Seelenwohl.

Landshut - „Drei Impfdosen Corona bitte!“ - Impfstoffmangel ist in einer Bäckerei in Landshut ein Fremdwort. Sicherlich dient die „Injektion“ in diesem Fall eher dem Seelenwohl - vor Corona* schützt sie leider nicht. „Wir haben eine Gin-Tonic Impfung! Die besteht aus einer besonderen Rezeptur: Gelierzucker, Tonic Water und natürlich Gin“, erzählt Bäckermeister Stefan Gschaider im Gespräch mit dem BR.

Diese süße Impfung verteilt Gschaider an seine „Corona-Spritz-Krapfen“ - und bringt damit zur Faschingszeit etwas Humor und Farbe in die aktuelle Corona*-Krise. Jeder Impf-Krapfen ist dabei bunter als der nächste und jeder ein Unikat - denn der Familienbetrieb backt noch selbst. Nur mit Unterstützung seiner Familie kann der Bäckermeister den süßen Impf-Nachschub aktuell sicherstellen. Der humorvolle Seitenhieb auf die aktuell nur zögerlich verlaufende Impfstoffverteilung in Deutschland kommt bei den Kunden offenbar gut an.

Impfstoff in Landshut - aber anders als gedacht: Bäcker verkauft „Corona-Spritz-Krapfen“

„Sie werden lachen, aber der Andrang war so groß, dass wir alle Hebel in Bewegung setzen mussten, um den Nachschub zu sichern“, freut sich Gschaider. Und auch viele seiner Kunden scheint der Humor des Bäckermeisters zu erfreuen. „Die kaufe ich“, erklärt etwa eine Kundin dem BR, „weil die lustig sind!“ Für Kinder gibt‘s die süße Ablenkung natürlich auch ohne Alkohol.

Dass sein mit Gin Tonic injizierter Krapfen in der Corona*-Krise gar nicht hilft, will der Bäckermeister nur begrenzt gelten lassen: „Also ich würde meinen, das hilft ganz gut gegen Depressionen. Und wenn diese ganz schlimm sind, dann nehmen wir zwei Krapfen.“

Neckischer Corona-Impfstoff in Landshut: Spritz-Krapfen mit „Gin-Tonic-Impfung“ zu Fasching

Während sich vor Bäckermeister Gschaiders Backstube eine Schlange bildet, sind in Landshut die Corona-Zahlen wieder auf dem Rückzug. Im Landkreis Landshut liegt die 7-Tage-Inzidenz* am Donnerstag, 4. Februar, bei 80,1 Infizierten pro 100.000 Einwohnern. Durchaus kritischer ist der Wert in Bezug auf die Stadt Landshut, dort liegt er bei 114,4. Dennoch lassen die Werte hoffen, wenn man auf die Höchstzahlen im November und Dezember 2020 zurückblickt.

Insgesamt entwickeln sich die Zahlen in Bayern tendenziell positiv. Die Corona-Neuinfektionen in München sind am Donnerstag erstmals wieder unter die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gefallen. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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