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Win-win? Bayerischer Chef zahlt Angestellten satte Impf-Prämie - angeblich völlig ohne Mehrkosten

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Von: Franziska Konrad

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Corona-Impfung
250 Euro für einen Pieks: Mitarbeiter eines Unternehmens im Allgäu bekommen eine Impfprämie. © Daniel Karmann/dpa

Corona-Impflingen winkt in einem Betrieb im Allgäu ein schöner Batzen Geld: Um seine Mitarbeiter für die Impfung zu motivierten, führt ein Unternehmer eine Prämie ein.

Kaufbeuren - Vor einigen Wochen bemühten sich noch viele Menschen vergeblich um einen Corona-Impftermin* - mittlerweile hat sich auch in Bayern die Impfmüdigkeit eingeschlichen. Um zumindest seine Mitarbeiter für eine Impfung* zu motivieren, greift ein Unternehmer aus Kaufbeuren nun zu einem - zumindest im Freistaat noch - außergewöhnlichen Schritt: einer Impfprämie im Wert von 250 Euro. Das berichtet der BR.

Corona-Impfung: Unternehmer aus Bayern zahlt Mitarbeiter Prämie

Mit dieser Aktion möchte Hubertus von Zastrow, Geschäftsführer von Pro-micron, seinen Angestellten „einen kleinen Anreiz“ geben. Wer in der Firma bereits geimpft oder genesen sind, darf sich ebenfalls über den Bonus freuen.

Interessant: Durch die Impfprämie entstehen von Zastrow nach eigenen Angaben keine zusätzlichen Kosten. Der Geschäftsführer erklärt, dass er mit den 250 Euro nur die Kosten umlege, welche die Firma alternativ in einem halben Jahr für zweimal wöchentliche Corona-Tests* ausgeben müsste.

Corona-Impfprämie für Angestellte: „Möchte einen Anstoß geben“

Er erklärte: „Ich möchte einfach einen Anstoß geben und vielleicht noch Unentschlossene motivieren, sich impfen zu lassen“. Wie hoch die Impfquote in seinem Betrieb - der Software und Sensoren für Robotermaschinen herstellt - derzeit ist, weiß der Unternehmer allerdings nicht. „Wir fragen das nicht ab, da es Privatsache ist“.

Die Idee einer Impfprämie ist an sich nichts Neues. In den USA zahlen bereits einige Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Prämie nach der Schutzimpfung, darunter etwa Supermärkte und Krankenhäuser. In Griechenland erhalten Impfbereite Handygutscheine. In Deutschland wird bereits über Anreize diskutiert, denn gleichzeitig mit der sinkenden Impfbereitschaft steigen fast überall die Infektionszahlen. Verhaltensökonomin Prof. Nora Szech sieht bei finanziellen Anreizen sogar die einizige Lösung im Kampf gegen die Herdenimmunität.

Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Samstag, 7. August, bei 14,2 - und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 21,2. Die Städte Coburg und Schweinfurt können sogar mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von Null punkten. Inzidenz-Spitzenreiter im Freistaat ist momentan der Landkreis Berchtesgadener Land mit 47,2 gefolgt von der Stadt Aschaffenburg mit 45,1.

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