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Corona spaltet Bayern - Wie der Impfstreit Freundschaften und Familien zerstört

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Von: Johannes Welte

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Protestaktion von Corona-Impfgegnern: Das Thema spaltet die Gesellschaft - nicht nur in Bayern
Protestaktion von Corona-Impfgegnern: Das Thema spaltet die Gesellschaft - nicht nur in Bayern. © Daniel Karmann/dpa

Das Thema Corona-Impfung spaltet die Gesellschaft wie kaum ein anderes Thema. Welches Potenzial sich hierbei entfaltet, erklärt der Bayerische Landesverein für Heimatpflege.

Geimpfte gegen Nicht-Geimpfte: Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege sieht wegen Corona* den sozialen Frieden in großer Gefahr. „Zwischen Impfverweigerern und Geimpften ist ein tiefer Riss entstanden, der sich leider auf sehr vielen Ebenen bemerkbar macht“, erklärt der Vorsitzende Olaf Heinrich (CSU), der auch Bürgermeister der Stadt Freyung im Bayerischen Wald* und Bezirkstagspräsident von Niederbayern ist.

Corona-Schutz und Impfgegner: Zwei Ansichten prallen aufeinander

Impfgegner seien oft Corona-Leugner. Die Auseinandersetzungen zwischen ihnen und Geimpften habe „erschreckende Auswirkungen“ auf das soziale Zusammenleben. Heinrich: „Das fängt bei Vereinen und Betrieben an und wirkt sich auf den Schulunterricht und sogar auf Familien aus.“

Der Geschäftsführer des Vereins, Rudolf Neumaier, warnt: „Der Spaltpilz findet in den sozialen Medien den idealen Nährboden, dort muss auch gegen ihn vorgegangen werden, damit er nicht alle anderen Positionen überwuchert.“ Neumaier berichtet von drastischen Auswirkungen:

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Corona in Bayern: Spaltung und die langfristigen Folgen für die Gesellschaft

Heinrich: „Solche Geschichten kann inzwischen wohl jeder erzählen. Sie geschehen bisher unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle, haben aber langfristig gefährliche Folgen für unsere Gesellschaft.“ Was tun? Der Landesverein regt ein breites Bündnis aus Verbänden und Vereinen an. Dieses Bündnis solle sich unter anderem über soziale Medien für einen gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie und für Impfungen engagieren.

Laut Neumeier könne: die Politik, die derzeit stark mit sich selbst beschäftigt sei, das dafür nötige Bewusstsein in der Bevölkerung kaum allein erzeugen. Neumeier: „Wir müssen ein Solidaritätsgefühl wecken, um mit rationalen Argumenten* den Falschdarstellungen und der Angstmacherei entgegenzuwirken.“

Sie überlebte Corona nur knapp, trotzdem will sie sich nicht impfen lassen. Situationen wie diese mit einer Frau aus Bayern frustrieren Ärzte und Pfleger zunehmend. *Merkur.de/bayern und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Ungeimpfte sagen weiter „Nein“ zur Impfung: Wer jetzt noch nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, bleibt es laut einer Forsa-Umfrage wohl auch.*

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