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RKI meldet Rekord-Inzidenz in Bayern: Hotspot knackt 600er-Marke - Söder kündigt Sondersitzung an

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Von: Katarina Amtmann

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Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter. Neue Daten des RKI zeigen: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern liegt höher als je zuvor.

Update vom 29. Oktober, 15.14 Uhr: Ungeachtet teils drastisch gestiegener Corona-Zahlen und örtlich bereits aufgetretener Versorgungsengpässe bleibt die bayernweite Krankenhaus-Ampel weiter auf Grün. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Freitag 486 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Erst wenn die Zahl auf 1200 steigen würde, würde die Ampel auf Gelb springen. Am Donnerstag hatte die Zahl der binnen sieben Tagen neu in Krankenhäusern aufgenommenen Menschen noch 455 pro 100.000 Einwohner betragen.

Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser wurden - Stand Freitagmittag - nach LGL-Angaben 387 Menschen wegen Covid-19 behandelt. Tags zuvor waren es noch 368. Die Ampel springt auf Rot, wenn die Zahl von 600 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht wird.

In einigen Regionen Bayerns ist die Ampel bereits regional auf Rot - etwa in Rosenheim, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Unter anderem aus diesem Grund haben die am stärksten betroffenen Kommunen im Süden Bayerns bereits vom 1. November an strengere Vorschriften bezüglich der Maskenpflicht und beim Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen erlassen.

RKI meldet Rekord-Inzidenz in Bayern: Hotspot knackt 600er-Marke - Söder kündigt Sondersitzung an

Update vom 29. Oktober, 14 Uhr: Bayern ist vom Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens besonders getroffen, das RKI meldete am Freitag eine Rekord-Inzidenz (siehe Erstmeldung). Der Freistaat will sich nach Darstellung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der nächsten Woche neu im Kampf gegen die Pandemie aufstellen.

Bei einer Sondersitzung des Kabinetts am Mittwoch solle die Landesregierung neue Beschlüsse zur Maskenpflicht, zur Regionalisierung der bisher nur landesweit existierenden Krankenhaus-Ampel und zum Hochsetzen einzelner Sicherheitsstufen - etwa von 3Gplus auf 2G - treffen, sagte Söder am Freitag nach einer Sitzung des CSU-Parteivorstands.

Corona-Zahlen steigen - Söder warnt: „Die Krankenhäuser laufen voll“

Die Situation sei erneut schwierig geworden, so Söder. „Die Wahrheit ist: Die Krankenhäuser laufen voll“, betonte er. Bayern wolle über die bisherige Empfehlung auf nationaler Ebene hinaus eine Kampagne zur Drittimpfung starten, sagte der CSU-Chef weiter. Eine Auffrischung biete für viele ein Höchstmaß an Sicherheit. Darüber hinaus müsse auch die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen noch erhöht werden, auch auf Bundesebene. Die Impfquote reiche nicht aus.

Söder forderte zudem einen Covid-Zuschlag für das knapp gewordene Pflegepersonal. Es müsse verhindert werden, dass es zu einer Überlastung des Gesundheitswesens komme. Ein weiterer Lockdown müsse verhindert werden.

Update vom 29. Oktober, 13.05 Uhr: Die von Corona stark betroffenen Gegenden in Südbayern haben sich zusammengetan und die Regeln verschärft. In den Landkreisen Mühldorf am Inn, Altötting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach* gelten strengere Maßnahmen - einen genauen Überblick finden Sie hier.

RKI meldet Rekord bei Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern - Krankenhausampel auf grün

Update vom 29. Oktober, 11.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Bayern auf einem Rekordhoch (siehe Erstmeldung). Der Wert ist aber nicht mehr die entscheidende Größe im Kampf gegen die Pandemie. Entscheidender ist inzwischen die Hospitalisierungsrate, dargestellt mit der sogenannten „Krankenhaus-Ampel“. Sie steht weiter auf grün.

Am Donnerstag lag die Zahl der binnen sieben Tagen wegen Corona ins Krankenhaus gebrachten Menschen bei 455 - erst bei 1200 würde die Ampel auf Gelb springen. Neue Zahlen vom Freitag veröffentlicht das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Nachmittag.

Örtlich gibt es aber bereits erste Probleme bei der Versorgung unter anderem mit Intensivbetten. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag bereits von ersten „Abverlegungen“ gesprochen, die in einzelnen Krankenhäusern notwendig geworden seien.

RKI meldet Rekord bei Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern: Wert höher als je zuvor - Hotspot knackt 600er-Marke

Update vom 29. Oktober, 11 Uhr: Am Freitag lag die Inzidenz in Bayern höher als je zuvor. Mit 221,9 meldete das RKI einen Rekordwert (siehe Erstmeldung). Auch viele Corona-Hotspots liegen weiter in Bayern.

Corona in Deutschland: Hotspots liegen in Bayern

Mit den Landkreisen Rosenheim (431,4), Dingolfing-Landau (428,8) und Regen (423,0) liegen drei weitere Hotspots im Freistaat. Acht der zehn Kreise mit den deutschandweit höchsten Inzidenzen liegen somit in Bayern.

Corona: Alarmstufe pink in Bayern

Auf der RKI-Karte zeigt sich außerdem: Vier Kreise in ganz Deutschland sind pink eingefärbt. Die pinke Farbe bedeutet, dass die Inzidenz über 500 liegt - alle betroffenen Kreise liegen im Freistaat (siehe Tabelle oben, Platz 1 bis 4).

RKI meldet Rekord bei Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern - Wert höher als je zuvor

Erstmeldung vom 29. Oktober, 9.33 Uhr: München - Nach seit Tagen stark steigenden Werten ist in Bayern am Freitag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts* eine neue Rekord-Inzidenz bei Infektionen mit dem Coronavirus* gemessen worden. Demnach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz* am Freitag bei 221,9 - höher als je zuvor.

Corona-Rekord in Bayern: Inzidenz toppt Höchststand aus dem vergangenen Dezember

Der bisherige Rekord lag bei 217,8 und stammt vom 20. Dezember 2020. Im Bundesländervergleich liegt Bayern damit an dritter Stelle hinter Thüringen (288,9) und Sachsen (253,9).

Erst am Donnerstag war die Inzidenz in Bayern erstmals seit Dezember 2020 auf über 200 gestiegen. Mühldorf am Inn führt die Hotspot-Liste an. Dort ist derzeit kein einziges Intensivbett mehr frei. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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