Corona-Entwicklung

Bayerns Inzidenz deutlich über Bundesdurchschnitt - Corona-Hotspots in Oberbayern bereiten Sorge

  • Tanja Kipke
    VonTanja Kipke
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Die Corona-Zahlen steigen weiter an. Vier Kreise in Oberbayern befinden sich sogar unter den zehn Hotspots bundesweit. Ein Landkreis steht auf Platz 1.

München - Die bayerische 7-Tage-Inzidenz* ist in den letzten Tagen wieder gestiegen. Laut RKI liegt sie momentan bei 87,1. Deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 71. Einige der deutschlandweiten Corona*-Hotspots liegen im Freistaat. An der Spitze befindet sich seit einigen Tagen der Landkreis Traunstein mit einer Inzidenz von über 200. Vor rund einer Woche hat noch die Stadt Rosenheim die Liste angeführt. Dort ist die Inzidenz zwar wieder etwas gesunken, zu den Hotspots zählt die Stadt aber trotzdem noch.

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Corona-Hotspots in Bayern: Ein Landkreis führt mit Inzidenz über 200 bundesweite Liste an

Der Landkreis Traunstein* weist aktuell eine Inzidenz von 218 auf und steht somit auf Platz 1. Im Nachbarlandkreis Berchtesgadener Land liegt die Inzidenz bei 198,4 und somit landet er auf Platz 3. Der Landkreis Rosenheim* und die Stadt befinden sich auf den Plätzen 5 und 8. Der Südosten Oberbayerns hat sich zum bayerischen Corona-Sorgenkind entwickelt. Nirgendwo sonst sind die Inzidenzen so hoch im Freistaat. Die Landeshauptstadt München hält sich hingegen recht stabil, mit einer Inzidenz von 88,2.

Einige Landkreise in Oberbayern zählen zu den bundesweiten Corona-Hotspots.

Auch die oberbayerischen Landkreise Altötting, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Erding weisen eine vergleichsweise hohe Inzidenz von über 100 auf. Das starke Infektionsgeschehen sei laut Landratsamt Berchtesgadener Land* vor allem auf Urlaubsrückkehrer und die „Verbreitung im privatem Umfeld“ zurückzuführen. „Ausgehend von diesen Infektionsketten sind auch immer wieder Ansteckungen in Betrieben zu verzeichnen“, heißt es in einer Mitteilung.

Trotz steigender Inzidenz: Bayerische Krankenhaus-Ampel weiterhin auf grün

In Bayern gibt es seit Anfang September ein neu eingeführtes Ampel-System. Die sogenannte Krankenhaus-Ampel soll die Auslastung von Krankenhäusern abbilden und die Corona-Inzidenz als bisherigen alleinigen Richtwert für Corona-Einschränkungen ablösen. Momentan befindet sie sich im grünen Bereich.

HospitalisierungIntensivbettenauslastung
GrenzwertGelb bei 1200Rot bei 600
Stand 19. September277280

Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen. Die Staatsregierung will dann weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht, der Kontaktbeschränkungen oder der PCR-Testpflicht - beschließen. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Chiemsee-Alpenland Tourismus

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