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Unbekannter bringt Paket in Klinik: Polizei muss ausrücken - „Große Verunsicherung bei unseren Mitarbeitern“

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Intensivstation
Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation einen an Covid-19 erkrankten Patienten. © Ole Spata/dpa/Symbolbild

Corona hat Bayern weiter voll im Griff. Besonders in den Krankenhäusern war und ist die Lage teils dramatisch. Ein Geschenk-Paket sorgte in Eggenfelden jetzt für großes Aufsehen.

Eggenfelden - „Delta geht zurück, doch Omikron steht bereits vor der Tür“. Mit diesen Worten eröffnete CSU-Chef Markus Söder am Dienstag, 14. Dezember, seine jüngste Pressekonferenz in München. Nach einer Schalte mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer (CDU) wurde die aktuelle Pandemie-Lage in Bayern auf den aktuellen Stand gebracht*. Höchste Priorität habe weiter Vorsicht und Umsicht, gleichzeitig gebe es jedoch auch Erleichterung*. Von nun an sollen geboosterte Personen (also solche, die den dritten Pieks bekommen haben), von der Testpflicht befreit werden. Außerdem entfalle die Sperrstunde am Silvesterabend.

Corona: Krankenhaus in Rottal-Inn erreicht Paket - „Große Verunsicherung“

Dennoch: Die Lage, besonders in den Krankenhäusern, bleibe im Freistaat besonders heikel, so Söder. In Rottal-Inn sorgte jetzt ein anonymes Geschenk-Paket für großes Aufsehen, weshalb die Klinik einen wichtigen Hinweis via Facebook an die Öffentlichkeit brachte. „Kleines Paket – große Wirkung. Am vergangenen Sonntag wurde dieses Paket von einer unbekannten vermummten Person in der Eingangshalle der Rottal-Inn Klinik in Eggenfelden abgestellt.“ So beginnt die Klinik ihr Facebook-Statement, dem das ominöse Paket als Bild zugefügt wurde. Zu sehen ist ein liebevoll eingepacktes Geschenk - an sich also ein Grund zur Freude. Die jüngste Entwicklung der Impfgegner- und sogenannten „Querdenker“-Szene, die zunehmend aggressiv vorgeht, ließ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch zunächst misstrauisch zurück.

Corona: Unbekannter bringt Paket in Krankenhaus - dann müssen Polizei und LKA ausrücken

„Die Person verließ daraufhin ohne weiteres die Klinik. Dieses Verhalten führte zu großer Verunsicherung bei unseren Mitarbeitern, da diese in den vergangenen Wochen neben großer Dankbarkeit leider auch mit Anfeindungen aller Art konfrontiert waren. Letztlich wurde die Polizei alarmiert, welche die Sondergruppe des Landeskriminalamtes hinzuzog, um das verdächtige Paket auf Sprengstoff zu untersuchen.“ Glücklicherweise stellte sich im Anschluss heraus, dass in dem Paket lediglich Süßigkeiten, Obst und eine Dankeskarte hinterlegt waren. Dennoch ein Grund der Beschenkten, einen wichtigen Hinweis weiterzugeben:

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„Wir bitten alle Mitbürger, die unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Freude machen möchten darum, Geschenke möglichst unverpackt direkt an die Mitarbeiter der jeweiligen Empfangstresen der Kliniken zu übergeben. Sie vermeiden damit folgenschwere Missverständnisse.“ Allen Spendern und Schenkern gelte dennoch selbstverständlich großer Dank. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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