Inzidenz im Freistaat sinkt

„Weiterer Schritt zur Normalisierung“: Bayern erklärt weitere Erleichterung für Geimpfte und Genesene

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Die Inzidenz in München sinkt weiter. Der Wert für ganz Bayern befindet sich ebenfalls im Sinkflug und liegt erstmals seit fast zwei Monaten unter 100.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz* in Bayern sinkt weiter und fällt erstmals seit längerer Zeit unter 100 (siehe Update vom 14. Mai, 6 Uhr).
  • Die Corona*-Lage in München entspannt sich weiter (siehe Update vom 14. Mai, 6 Uhr).
  • 3200 Impfdosen sollen einem Corona-Hotspot im Kampf gegen die Pandemie helfen (siehe Update vom 14. Mai, 11.01 Uhr).
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Update vom 14. Mai, 12.26 Uhr: Geimpfte und genesene Menschen benötigen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern künftig keinen negativen Corona-Test mehr. „Das ist für Bewohner, Angehörige und Personal ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung des Lebens in den Einrichtungen.“ Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag. Geimpfte und Genese würden nun Menschen, die negativ getestet sind, gleichgestellt.

Für Geimpfte gilt die Erleichterung mit einem für sie ausgestellten Impfnachweis. So müssten etwa Besucher, deren abschließende Impfung mindestens 15 Tage zurückliegt, beim Besuch einer entsprechenden Einrichtung keinen negativen Testnachweis mehr vorlegen, sagte Holetschek weiter.

Die Befreiung von der Testnachweispflicht gilt auch für genesene Personen. Dazu zählen alle, die mindestens vor 28 Tagen, höchstens aber vor sechs Monaten mittels PCR-Testung positiv auf Corona getestet wurden. Auch hier sei ein Nachweis nötig.

Menschen, die eine singuläre Impfdosis erhalten haben, werden vollständig Geimpften gleichgestellt - sofern ihre Corona-Infektion über ein halbes Jahr zurückliegt. Ein entsprechender Nachweis kann durch Vorlage eines länger als sechs Monate zurückliegenden positiven PCR-Tests in Verbindung mit der Vorlage des Impfnachweises erfolgen.

Sorgen um Bayerns Hotspot: Sonderkontingent von über 3000 Impfdosen soll helfen

Update vom 14. Mai, 11.01 Uhr: Während sich die Lage in München zusehends entspannt (siehe vorheriges Update), sieht es in Coburg ganz anders aus. Die oberfränkische Stadt liegt mit einer Inzidenz von 284,3 bundesweit an der Spitze. Nach Angaben von Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) bekommen Stadt und Landkreis Coburg nun gemeinsam ein Sonderkontingent von 3200 Impfdosen zugewiesen, um die Pandemie schneller bekämpfen zu können.

Unter 100: Inzidenz in Bayern im Sinkflug - München winkt schon in wenigen Tagen die 50

Update vom 14. Mai, 6 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Bayern fällt weiter. Am Freitag meldet das RKI einen Wert von 95,3 (Vortag: 101,0). Erstmals seit fast zwei Monaten ist sie damit unter 100 gefallen. Damit liegt der Freistaat knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 96,5.

Auch in der Landeshauptstadt entspannt sich die Lage immer mehr: Die Inzidenz in München liegt aktuell bei 58,8 (Vortag: 64,0) und nähert sich langsam aber sicher dem Grenzwert von 50. Die Stadt Coburg bleibt dagegen Deutschlands-Corona-Hotspot Nummer 1 (284,9), die Stadt Schweinfurt (260,2) folgt auf Platz drei. Die Stadt Memmingen (217,7) belegt Rang acht, der Landkreis Unterallgäu (217,4) folgt auf Platz neun.

Corona in Bayern: Zahlreiche Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Soforthilfen

Update vom 13. Mai, 16.09 Uhr: Im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen sind in Bayern seit Beginn der Pandemie mehr als 1400 Ermittlungsverfahren wegen Subventionsbetrugs* eingeleitet worden. Das erklärte eine Sprecherin des Justizministeriums auf Anfrage von Merkur.de. Dabei gehe es um Hilfsgelder in Höhe von mindestens 11,26 Millionen Euro. Fälle, in denen die beantragten Hilfsgelder nicht ausgezahlt wurden, habe man hier nicht einberechnet. Sie summieren sich laut Ministerium auf weitere 10,3 Millionen Euro.

„Betrug lohnt sich nicht“, warnte Justizminister Georg Eisenreich bereits im vergangenen Juni. „Neben der Pflicht zur Rückzahlung der Corona-Soforthilfe drohen hohe Geldstrafen und Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.“ Anklagen erhoben die Ermittler in 297 Fällen mit einer Schadenssumme von insgesamt 2,37 Millionen Euro. In weiteren 361 Verfahren werde noch ermittelt, dabei gehe es um Hilfsgelder in Höhe von 4,77 Millionen Euro. Weitere 804 Verfahren sind bereits erledigt, etwa weil sie eingestellt wurden.

Corona in Bayern: Tourismusbetriebe fordern Öffnung - „Brauchen konkretes Datum“

Update vom 13. Mai, 13.25 Uhr: Tourismusbetriebe in Bayern fordern eine Öffnung unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz für Geimpfte, Genesene und Menschen mit negativem Coronatest. Die Koppelung an einen Wert unterhalb von 100 sei nicht realistisch, kritisierte Armin Hollweck vom Hotel- und Gaststättenverband im Oberallgäu. „Wir brauchen ein konkretes Datum als Öffnungstermin für unsere Betriebe, unsere Gäste, unsere Mitarbeiter!“, zitierte er aus einem Brief an die Staatsregierung.

FDP-Fraktionschef Martin Hagen (FDP) forderte: „Geimpfte, Genesene und Getestete müssen auch in Bayern überall Urlaub machen dürfen!“ Eine Öffnung nur bei einer stabilen Inzidenz unter 100 bedeute für viele bayerische Urlaubsgebiete über die Pfingstferien das Aus. Gleichzeitig werde die Quarantänepflicht für geimpfte, genesene und negativ getestete Reiserückkehrer aus Ländern mit einer Inzidenz bis 200 aufgehoben. Dies sei eine Diskriminierung des einheimischen Gastgewerbes.

Am Montag hatte das bayerische Kabinett Lockerungen ab dem 21. Mai beschlossen. In Regionen mit stabilen Corona-Zahlen dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und Jugendherbergen wieder für Touristen öffnen. Hollweck erklärte aber, dass das nicht praktikabel sei. „Wie stellt sich die Politik das vor? Sollen wir wenn nach ein paar Tagen die Zahlen wieder über 100 steigen sollten, dem Gast beim Frühstück dann sagen, dass er nun aufessen darf, aber danach sofort wieder heimfahren muss?“ Zudem bräuchten Betriebe mindestens eine Woche Vorlaufzeit, um wieder öffnen zu können. Im Oberallgäu lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag laut Robert-Koch-Institut bei 138,5.

Bayern: Corona-Schnelltests ab sofort auch in Drogerie- und Baumärkten

Update vom 13. Mai, 10.05 Uhr: In Bayern sollen Corona-Schnelltests ab sofort auch in Einrichtungen wie Drogerie- und Baumärkten möglich sein. „Wir bringen damit die Tests immer weiter in die Fläche. Niemand soll lange suchen müssen, wenn er einen Schnelltest mit Nachweis braucht, um etwa seinen Alltagsgeschäften nachgehen zu können.“ Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Donnerstag in München. Durchgeführt werden müssen die Antigen-Schnelltests von geschultem Personal.

Interessierte Einrichtungen können sich laut Mitteilung dafür auf der Internetseite des Ministeriums registrieren. Sie müssten sich die Tests dann auf dem freien Markt besorgen und mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns abrechnen. Die Kosten trage der Bund, wie Holetschek weiter sagte. Seit März können sich Bürger:innen bereits in lokalen Testzentren sowie bei Ärzten und in Apotheken testen lassen.

München-Inzidenz nähert sich schon der entscheidenden 50 - doch Deutschlands Hotspot Nummer 1 in Bayern

Update vom 13. Mai, 7.27 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern sinkt weiter deutlich. Am Donnerstag meldet das RKI einen Wert von 101,0 (Stand 3.10 Uhr). Am Vortrag lag er bei 106,6, am Dienstag bei 116,3. Auch aus der Landeshauptstadt München gibt es gute Nachrichten, dort liegt die Inzidenz bei 64,0 und befindet sich damit weiterhin im Sinkflug. Am Mittwoch betrug sie noch 71,9, am Dienstag 78,0.

In der Stadt Coburg ist der Wert zwar von 270,3 auf 255,6 gesunken. Die oberfränkische Stadt ist damit aber Deutschlands Hotspot Nummer 1. Direkt dahinter folgt die Stadt Memmingen (254) auf Platz zwei. Die Stadt Schweinfurt - gestern noch auf Platz eins - belegt mit einer Inzidenz von 234,0 Platz acht (Vortag: 286,4). Die Landkreise Coburg (225,9) und Unterallgäu (222,9) folgen auf Rang neun und zehn. Von den zehn größten deutschen Hotspots liegen demnach fünf im Freistaat.

Je nach Inzidenz gelten unterschiedliche Regeln. Was am heutigen Vatertag zu beachten ist, finden Sie in unserer Übersicht.*

Pauken statt Freizeit? Bayern will Corona-Versagen mit Zusatz-Unterricht in den Sommerferien wieder gut machen

Update vom 12. Mai, 17.11 Uhr: Schulen und der Corona-Lockdown: Ein heikles Thema, dass nicht nur in Bayern schon für viele Diskussionen gesorgt hat. Inzwischen gibt auch Kultusminister Piazolo unumwunden zu, dass manche Schüler in der Pandemie den Anschluss verloren haben. Um Lernrückstände aufzuholen, soll deshalb zwei Wochen lang zusätzlicher Unterricht angeboten werden - in den Sommerferien.

Corona in Bayern: Piazolo kündigt zweiwöchige Sommerschulen an - um Lernrückstände aufzuholen

Über das freiwillige Angebot hinaus soll es auch an anderer Stelle mehr individuelle Förderung geben, zum Beispiel durch eine
Differenzierung je nach Leistungsstand im Pflichtunterricht, geteilte Gruppen und Zusatzkurse am Nachmittag. Um soziale Kompetenzen zu stärken, sollen zeitgleich Aktivitäten wie Orchester, Chor oder Fußball-Schulmannschaften baldmöglichst wieder hochgefahren werden.

Das Konzept der Sommerschulen ist für die Schüler im Freistaat neu. „Es sollen zwei Wochen in den Sommerferien sein, entweder zwei Wochen am Stück, oder eine Woche am Anfang der Ferien und eine am Ende. Das bleibt den Schulen vor Ort überlassen“, sagte Piazolo der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in München. Dort sollen vor allem Lücken in Mathe, Deutsch und den Fremdsprachen geschlossen werden. Bei Bedarf könne es aber genauso Angebote etwa zur beruflichen Orientierung oder zu Lernstrategien geben.

Corona in Bayern: Zusätzlicher Unterricht in den Sommerferien - Angebot freiwillig

Piazolo betonte jedoch: Das Angebot sei freiwillig, schließlich hätten manche Familien schon Urlaubspläne. Allerdings sei es das Ziel, dass gerade auch von den schwächeren Schülern möglichst alle die Sommerschulen besuchen. Der Unterricht dort soll von eigens angeworbenem Personal gestemmt werden, etwa durch pensionierte Lehrkräfte, Referendare oder Studierende.

Update vom 12. Mai, 13.51 Uhr: Bayern sperrt langsam wieder auf. Die Außengastronomie darf wieder öffnen - unter anderem in München (siehe Erstmeldung). Am Mittwoch verkündete Ministerpräsident Markus Söder außerdem, dass Freibäder ab dem 21. Mai wieder öffnen dürfen* - mit Tests und Terminslots. Die Impfpriorisierung in Arztpraxen soll aufgehoben werden.

Bereits bekannt war, dass der Tourismus ab dem 21. Mai wieder beginnen soll. Voraussetzung ist bei alledem, wie bei anderen Öffnungsschritten auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt.

Nach sieben Monaten Corona-Lockdown: Die ersten Jugendherbergen in Bayern öffnen wieder

Nach rund sieben Monaten im Lockdown sollen ab dem Pfingstwochenende die ersten 34 Jugendherbergen in Bayern wieder öffnen. Die Corona-Auflagen könnten problemlos eingehalten werden, heißt es in einer Mitteilung des Landesverbandes der Jugendherbergen in Bayern vom Mittwoch. Es seien umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet worden. Auch regelmäßige Testungen der Gäste und des Personals könnten erfüllt werden.

Wermutstropfen: Schul- und Klassenfahrten bleiben bis auf weiteres untersagt. „Wenn Schule in Präsenz möglich ist, dann können auch Klassenfahrten stattfinden“, forderte der geschäftsführende Vorstand im Landesverband Bayern, Winfried Nesensohn. Diese seien nach einer Zeit der langen sozialen Isolation wichtiger denn je.

München-Inzidenz sinkt unaufhaltsam: Stadt lockert weiter - Aber Bayern-Hotspots geben Anlass zur Sorge

Erstmeldung vom 12. Mai, 9.30 Uhr: München - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Am Mittwoch beträgt sie laut Robert-Koch-Institut* (RKI) 106,6 und ist damit im Vergleich zum Vortag (116,3) deutlich gesunken. Gut läuft es auch in der Landeshaupstadt: In München liegt der Wert aktuell bei 71,9 (Vortag 78,0) und hält sich damit schon den 8. Tag in Folge unter 100. Bereits am Dienstag ist deshalb die nächtliche Ausgangssperre weggefallen. Seit heute (12. Mai) darf auch die Außengastronomie öffnen, Verwirrung gab es dagegen bei den Fitnessstudios. Einen Regelüberblick finden Sie hier.*

Deutschlands Top3-Corona-Hotspots liegen in Bayern

Doch nicht überall in Bayern läuft es so rund wie in München oder Passau* (51,1). In Schweinfurt liegt die Inzidenz bei 286,4. Damit ist die unterfränkische Stadt Deutschlands Corona*-Hotspot Nummer 1. Der Landkreis Coburg (270,9) liegt auf Platz 2, die Stadt Coburg (270,3) auf Platz 3. Mit Memmingen (251,7) folgt die nächste bayerische Stadt bereits auf dem fünften Platz. Der Landkreis Unterallgäu (228,4) belegt Platz 10.

Corona in Bayern: Regel-Verwirrung und Vatertag - das gibt es im Freistaat zu beachten

Von Lockerungen wie in München sind die bayerischen Corona-Hotspots noch weit entfernt. Doch was gilt überhaupt und unter welchen Voraussetzungen? Die neuen Regeln haben bereits für einige Verwirrung gesorgt - zuletzt am Wochenende in München.* Doch auch für den Vatertag gibt es einige Corona-Regeln zu beachten. „Die Bürger in Bayern haben nun durch die Lockerungen mehr Möglichkeiten. Wir appellieren dennoch an alle, die geltenden Regeln einzuhalten“, äußert sich ein Sprecher der Polizei München auf Nachfrage von Merkur.de*. Wichtig sei es dabei, vor allem die regionalen Unterschiede zu beachten. Was erlaubt ist, hängt nämlich in erster Linie von den jeweiligen Inzidenzwerten der Städte beziehungsweise Landkreise ab.*

Eine wichtige Entscheidung für viele, die an der Grenze zu Österreich leben, verkündete Ministerpräsident Markus Söder* am Dienstag: Der kleine Grenzverkehr wird bereits ab Mittwoch (12. Mai) wieder erlaubt. Damit könnten sich etwa Freunde und Verwandte grenzübergreifend wieder treffen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/dpa-Bildfunk

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