News-Ticker

Corona im Freistaat: Test-Betrugsvorwürfe erreichen Bayern - Gute Nachrichten aus München

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
    schließen

Erst seit Sonntag gibt es in München neue Corona-Regeln. Und bald könnte es weitere Lockerungen geben - die Stadt hat den nächsten Grenzwert geknackt. Alle News im Ticker.

  • Die Betrugsvorwürfe wegen falsch gemeldeter Corona-Tests während der Corona-Pandemie* erreichen Bayern (siehe Update vom 30. Mai, 13.55 Uhr).
  • München liegt den fünften Tag in Folge unter dem 35er Grenzwert (siehe Update vom 31. Mai, 6 Uhr).
  • +++Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

+++Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 31. Mai, 6 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern liegt nach RKI-Angaben bei 36,4 (Vortag: 36,0). In München liegt der Wert bei 30,7 (Vortag: 30,7) - damit liegt die Landeshauptstadt den fünften Tag in Folge unter 35. Erst am Sonntag traten in München Lockerungen in Kraft (unter anderem der Wegfall der Testpflicht für Besuche der Außengastronomie), da München fünf Tage unter dem 50er-Grenzwert lag. Nun also der nächste Meilenstein.

Fünf Tage unter der 35er-Inzidenz könnten beispielsweise Lockerungen der Kontaktbeschränkungen bedeuten. Dazu ist auf der Homepage der Stadt München zu lesen: „Bei einer Inzidenzeinstufung „nicht über 35“ sind private Zusammenkünfte möglich für die Angehörigen des eigenen Hausstands und zwei weiterer Haushalte mit zusammen maximal zehn Personen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet).“

Update vom 30. Mai, 13.55 Uhr: Auch in Bayern ermitteln Behörden wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Tests. Dem Gesundheitsministerium sei „konkret ein Fall bekannt, in dem die Behörden ermitteln“, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in München. Um welche Teststelle es sich handelt, wollte er „wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens und der noch geltenden Unschuldsvermutung“ nicht sagen.

Zuvor waren Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bekannt geworden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte daraufhin „stichprobenartig mehr Kontrollen“ an. „Egal ob bei Masken oder beim Testen - jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen“, schrieb der Minister im Kurznachrichtendienst Twitter.

Update vom 30. Mai, 09.33 Uhr:  „Der Impfmotor darf nicht stottern. Vor allem das Verfahren um Sputnik V muss beschleunigt werden“, sagte CSU-Chef Markus Söder* der Bild am Sonntag. „Es darf nicht aus rein ideologischen Gründen getrödelt werden.“ Bayern hat eine Kaufoption über 2,5 Millionen Sputnik-V-Dosen. Laut „Bild am Sonntag“ rechnet die EMA wegen fehlender Daten frühestens im September mit einer Entscheidung über die Zulassung von Sputnik V. Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus Regierungskreisen.

Update vom 30. Mai, 7.45 Uhr: Mit 2160 neu gemeldeten Corona-Fällen in Bayern sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat am Sonntag weiter auf 36,0. In München liegt sie sogar noch niedriger bei 30,7 aktuell. In der Landeshauptstadt gelten ab heute auch neue, weitreichende Lockerungen. Eine Übersicht über die neuen Corona-Regeln für München finden Sie hier.

Update vom 29. Mai, 16.01 Uhr: Seit Dezember 2020 gilt in Bayern der Katastrophenfall. Damit soll jetzt Schluss sein, fordert die Landtagsfraktion der SPD. Ihr innenpolitischer Sprecher, Stefan Schuster, hat dazu am Samstag einen entsprechenden Antrag gestellt. „Der Katastrophenfall liegt nicht mehr vor und muss aufgehoben werden. Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr“, sagte Schuster.

Der Katastrophenfall wurde damals von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ausgerufen worden. „Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen“, so die Begründung des CSU-Politikers. Damals hatte Bayern aber auch eine 7-Tage-Inzidenz von 177 und volle Intensivstationen. „Beides ist aktuell massiv rückläufig“, sagte Schuster und betonte: „Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr.“

Corona: Immunologe hat Bedenken bei Impfungen von Kindern

Update vom 29. Mai, 14.33 Uhr: Nachdem der Präsident des bayerischen Landkreistages; Christian Bernreiter, eine neue Impfstoffverteilung für Bayern gefordert hat (Update 29. Mai, 13.24), gibt es nun eine erste Aussage zu den Impfungen der 12 bis 15-Jährigen. Stiko-Mitglied Christian Bogdan sprach sich gegen eine allgemeine Kinderimpfkampagne aus. „Eine Impfempfehlung kann nicht einfach deswegen ausgesprochen werden, weil es gerade gesellschaftlich oder politisch opportun erscheint“, sagte er den „Nürnberger Nachrichten“.

Bedenken hat der Immunologe nicht bei der Wirksamkeit, sondern bei den Nebenwirkungen. „Die Immunantwort eines Kindes kann anders verlaufen als bei einem Erwachsenen. Deswegen braucht man da mehr Daten.“ Das Ziel müsse es sein, besonders gefährdete Personengruppen durch eine Impfung zu schützen. Eine Impfung von Kindern nur zum Zwecke des indirekten Schutzes anderer ist keine ausreichende Impf-Indikation“, so Bodgan. Eine Herdenimmunität sei auch ohne eine umfassende Impfung von Kindern zu erreichen.

Neue Impfstoffverteilung für Bayern: Umverteilung innerhalb des Freistaats?

Update vom 29. Mai, 13.24 Uhr: Der Präsident des bayerischen Landkreistages, Christian Bernreiter, fordert eine andere Impfstoffverteilung im Freistaat. „Zurecht haben die Grenzlandkreise zu Tschechien große Sondermengen an Impfstoff bekommen, dort sind jetzt teilweise die niedrigsten Inzidenzen zu verzeichnen“, sagte er der Passauer Neuen Presse (Samstagsausgabe). „Es muss doch möglich sein, dass Ärzte in einem Landkreis mit unterdurchschnittlicher Impfquote pro Kopf mehr Impfdosen erhalten, als in Gebieten, die weit vorne liegen.“ Wenn das nicht möglich sei, müsse das über die Impfzentren reguliert werden: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dies innerhalb Bayerns über die Impfzentren auszugleichen.“

Der Deggendorfer Landrat beklagte nach wie vor große regionale Unterschiede: „Einige Landkreise liegen deutlich über dem Durchschnitt, andere leider deutlich darunter. In Niederbayern ist der Landkreis Rottal-Inn das Schlusslicht“, sagte er. Der Landkreis Regen liege dagegen an der Spitze. „Auf die Einwohnerzahl umgerechnet, gibt es bei uns einen Unterschied von bis zu 6000 Impfungen zu anderen Landkreisen.“ Außerdem sei die Belastung der Hausärzte sehr groß, so Bernreiter: „Deshalb überlegen viele, aus der Kampagne wieder auszusteigen.“

Wenige Corona-Fälle: Weiden bleibt deutscher Spitzenreiter

Update vom 29. Mai, 12.01 Uhr: Die Stadt Weiden in der Oberpfalz bleibt vorerst die deutsche Region mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort am Samstag nach RKI-Angaben erneut nur bei 2,3. Das war der deutschlandweite Bestwert. Allerdings: Der bundesweite Corona-Hotspot liegt ebenfalls weiter im Freistaat. Nach Angaben des RKI hat Memmingen eine Inzidenz von 117,9. Die Stadt war am Samstag die einzige Region in Bayern, die noch über einer 100er-Inzidenz lag.

Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt weiter - München-Wert unter 35

Update vom 29. Mai, 7.03 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist weiter gesunken und liegt bei 38,2 (Vortag: 40,1). Bundesweiter Hotspot ist nach wie vor Memmingen (117,9), auf Platz drei folgt der Landkreis Günzburg (99,2), die Stadt Kempten (91,1) belegt Rang acht. Niedrig bleibt der Wert in der Landeshauptstadt. Für München meldete das RKI am Samstag eine Inzidenz von 30,4 (Vortag: 30,4). Da München bereits am Freitag den fünften Tag in Folge unter dem Grenzwert von 50 lag, treten am Sonntag Lockerungen in Kraft (siehe vorheriges Update).

Corona in Bayern: Welche Lockerungen in München in Kraft treten - Weitere Stadt nähert sich Nuller-Inzidenz

Update vom 28. Mai, 18.41 Uhr: Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für München laut RKI bei 30,4 und damit den fünften Tag in Folge unter dem wichtigen Schwellenwert. Nach einem Puffertag gelten damit ab Sonntag weitere Lockerungen. Die sehen folgendermaßen aus:

Zum Beispiel bei Tierpark, Museen, Gärten und Gedenkstätten muss vor dem Besuch kein Termin mehr ausgemacht werden. Wer ins Theater geht, ein Konzert besucht oder ins Kino, Freibad und Fitnessstudio möchte, muss keinen negativen Test mehr vorweisen. Das gilt auch für Stadt-, Berg- und Kulturführungen, sowie für die Außengastronomie. Zahlreiche Biergärten haben zumindest noch für Samstag eigene Teststationen errichtet.

Die Kontaktbeschränkungen* werden übrigens erst ab einer stabilen Inzidenz unter 35 gelockert. Unter diesem Wert lag München nunmehr den zweiten Tag.

München steuert auf weitere Lockerungen zu - Bayerische Stadt bleibt Deutschlands Corona-Hotspot

Update vom 28. Mai, 17.15 Uhr: In Bayern sind seit Beginn der Corona-Krise gut 7,2 Milliarden Euro an Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen gezahlt worden. Alleine die über die Industrie- und Handelskammer abgewickelten Programme summieren sich laut bayerischem Wirtschaftsministerium und der IHK für München und Oberbayern inzwischen auf fünf Milliarden Euro. Hinzu kommen laut Ministerium gut 2,23 Milliarden aus den über die Bezirksregierungen ausgezahlten Soforthilfen.

In Bayern ist die IHK für München und Oberbayern für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig. Dort sind inzwischen mehr als 250.000 Anträge aus den Überbrückungshilfen I bis III, der Neustart-, November-, Dezember- und der bayerischen Oktoberhilfe eingegangen. Mehr als 90 Prozent wurden bearbeitet. Unter anderem flossen mit der Überbrückungshilfe III 1,62 Milliarden Euro, gefolgt von 1,29 Milliarden Dezember- und 1,17 Milliarden Novemberhilfe.

Update vom 28. Mai, 10.01 Uhr: München liegt den fünften Tag in Folge unter dem Grenzwert von 50 - ab Sonntag wären somit Lockerungen möglich. Anders sieht es in Memmingen aus, die schwäbische Stadt hat laut Robert-Koch-Institut (RKI) die höchste Inzidenz in ganz Deutschland (siehe Erstmeldung). Eine weitere bayerische Stadt liegt am anderen Ende der Liste: Weiden in der Oberpfalz nähert sich womöglich einer Nuller-Inzidenz. Das RKI meldete am Freitag eine Inzidenz von 2,3 - das war der deutschlandweite Bestwert. Auch Platz zwei ging nach Bayern: Schwabach in Mittelfranken lag bei 4,9. Im Landkreis Tirschenreuth, dem bundesweiten Spitzenreiter vom Donnerstag (4,2), waren die Zahlen am Freitag dagegen wieder etwas gestiegen, auf eine Inzidenz von 11,1.

Erstmeldung vom 28. Mai, 7.38 Uhr: München - Die Landeshauptstadt hat es geschafft und liegt den fünften Tag in Folge unter dem wichtigen Corona-Grenzwert von 50. Das Robert-Koch-Institut* (RKI) meldete für München am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz* von 30,4 und damit sogar unter der 35er Marke.

Corona: München erneut unter 50er-Inzidenz: Lockerungen ab Sonntag möglicch

Am Donnerstag lag der Wert bei 34,9, dazu schrieb die Stadt auf ihrer Website: „Würde dieser Trend auch noch am Freitag anhalten, würde nach der derzeit gültigen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ab Sonntag, 30. Mai die Inzidenzeinstufung ‚unter 50‘ gelten. Dadurch wären weitere Lockerungen etwa bei der Gastronomie, der Kultur und bei Geschäften möglich.“

Für die Kontaktbeschränkungen würde vorerst weiterhin die Einstufung „35 bis 100“ gelten. Hier gäbe es erst Lockerungen, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35 liegt. München liegt am Freitag erst den zweiten Tag in Folge unter der 35.

Öffnung der Außengastronomie bei stabiler Inzidenz - Wärmere Temperaturen: Biergärten wappnen sich

Liegt die Inzidenz stabil unter 100, können Städte und Landkreise im Freistaat die Öffnung der Außengastronomie beantragen. Die ist in der bayerischen Landeshauptstadt bereits geöffnet, auch Nürnberg darf nach langer Zeit endlich wieder öffnen. Da auch die Temperaturen am Wochenende wohl mitspielen, wappnen sich die Biergärten für viele Besucher.*

Corona in Bayern: Inzidenz bei 40,1 - Deutschlands Hotspot liegt nach wie vor in Bayern

Für ganz Bayern meldet das RKI eine Inzidenz von 40,1 (Vortag: 40,8). Deutschlands Hotspot Nummer 1 liegt nach wie vor in Bayern: Die Stadt Memmingen führt die Rangliste mit 151,9 an. Der Landkreis Günzburg (103,1) folgt auf Platz sechs, die Stadt Coburg (95,0) und der Landkreis Coburg (92,2) auf neun und zehn. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare