Kunststoffröhrchen mit Corona-Abstrichen stehen nach dem PCR-Test im Großlabor von Bioscientia
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Corona-Abstriche im Labor: In Bayern haben sich die Mutanten weiter verbreitet als im Bundesschnitt. (Archivbild)

Infektiologe fordert rasches Handeln

Corona-Mutanten in Bayern weiter verbreitet als im Schnitt: „Noch gefährlicher als britische Variante“

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Coronavirus-Mutanten haben sich in Bayern weiter verbreitet als im Bundesschnitt. Besonders Gebiete an der Grenze sind betroffen.

  • Ansteckendere Varianten* des Coronavirus haben sich in Bayern weiter ausgebreitet als im Bundesschnitt.
  • Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner warnt besonders vor der südafrikanischen Variante.
  • An der Grenze zu Tschechien hat die britische Variante* die Oberhand gewonnen.
  • Alle Nachrichten zum Coronavirus in Bayern finden Sie in unserem Ticker.

München - Ansteckendere Varianten des Coronanvirus* haben sich in Bayern bereits weiter ausgebreitet als im Bundesschnitt. Bei deutlich mehr als zehn Prozent der Infizierten würden schon jetzt Mutanten festgestellt. Das sind mehr als doppelt so viele wie insgesamt in Deutschland, wie der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner sagte. Er warnte vor allem vor einem Einschleppen der gefährlichen südafrikanischen Coronavirus*-Variante aus Tirol.

Corona-Mutationen breiten sich in Bayern aus: Münchner Infektiologe warnt

Das sei nur mit einem strikten Vorgehen an der Grenze zu verhindern, wie der Chefarzt für Infektiologie an der München Klinik Schwabing weiter sagte. Wenn lückenlose Kontrollen nicht funktionierten, bleibe nur eine Schließung der Grenzen.

„Wir haben es mit der südafrikanischen Variante zu tun. Die ist nach bisherigem Wissen noch einmal gefährlicher als die britische Variante“, sagte Wendtner der Deutschen Presse-Agentur. Diese sei nicht nur infektiöser ist, sondern ersten Erkenntnissen nach auch tödlicher. Außerdem wirkten manche Impfstoff weniger gut dagegen. Auch wer schon Corona hatte, könne sich wahrscheinlich erneut anstecken. Die Rate der Zweitinfektionen werde daher wahrscheinlich steigen. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte zuvor bei Merkur.de bei dieser Variante vor einer „Art neues Virus“ gewarnt.

Britische Corona-Variante in Ostbayern: Anteil liegt bei über 40 Prozent

Die britische Corona*-Variante hat wiederum in einigen ostbayerischen Regionen bei Einpendlern aus Tschechien bereits die Oberhand gewonnen. Laut Wendtner liegt beispielsweise in den Regionen Tirschenreuth und Hof an der Grenze zu Tschechien der Anteil der Mutanten an den positiven Fällen bereits bei über 40 Prozent. Alle bayerischen Hotspots liegen entlang der Grenze zu Tschechien.

Laut Bundesinnenministerium werden Tschechien und Tirol nun als Virusvarianten-Gebiete eingestuft. An den Grenzen zu Tschechien soll es wie auch an der Grenze zu Österreich stationäre Kontrollen geben. Weitere Konsequenzen waren zunächst noch offen. Aus den bereits festgelegten Mutationsgebieten im Ausland dürfen derzeit fast nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen.

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Corona in Bayern: Wendtner fordert entschlossenes Handeln - AHAL-Regeln besonders wichtig

Wendtner forderte derweil ein entschlossenes Handeln. „Aus infektiologischer Sicht würde ich sagen: Jede Woche, die wir warten, ist eine Woche, die hinten heraus das Infektionsgeschehen um ein Vielfaches verlängern wird.“ Die konsequente und gemeinschaftliche Einhaltung der AHAL (Abstands-, Hygiene- und Lüftungs)-Regeln sowie die Impfgeschwindigkeit* bleibe deshalb umso wichtiger. „Dann können wir uns hoffentlich alle mit einem entspannteren Sommer belohnen.“ (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Einen Überblick über die neuen Corona-Regeln in Bayern finden Sie in unserer Übersicht.

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