News-Ticker für Bayern

Corona in Bayern: Söder verkündet „Erfolg für bayerische Brauerei-Gaststätten“ - Holetschek-Ansage zu AstraZeneca

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Markus Söder freut sich über den Erfolg einer Branche in der Corona-Krise. Während die Linken wegen der Corona-Ausschüsse vor Gericht zogen. Alle News im Ticker.

  • Markus Söder verkündet einen großen Erfolg (siehe Update vom 17. März, 11.07 Uhr), Klaus Holetschek machte eine Ansage zur Impfung mit AstraZeneca (10.13 Uhr).
  • Die Linken legen wegen Corona-Ausschüssen Klage vor dem bayrischen Verfassungsgerichtshof ein. (siehe Update vom 17. März, 15.47 Uhr)
  • Horst Seehofer hat Pläne für die Vereinfachung der Corona-Regeln. (siehe Update vom 17. März, 22.15 Uhr)

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Update vom 18. März, 10.44 Uhr: Markus Söder gilt in der Corona-Krise als Hardliner. Der CSU-Chef will vorsichtig öffnen und sich an der Inzidenz orientieren. Ein bayerischer Hotspot hat andere Pläne.*

Update vom 17. März, 22.15 Uhr: Selten meldet sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zur Corona-Politik zu Wort. Wenn er es mal tut, dann nur zu den Grenzkontrollen nach Tschechien und Österreich. Jetzt brachte er jedoch im Gespräch mit dem Münchner Merkur eine mögliche Vereinfachung der Corona-Maßnahmen ins Spiel. „Die Regelungen sind mittlerweile zum Teil recht kompliziert geworden und nicht immer logisch.“ Er habe beispielsweise für den Einzelhandel Pläne erarbeitet*, mit denen man Schutz und Freiheit zusammenbringen könne.

Ob er damit jedoch bei seiner Chefin in Berlin, Angela Merkel, oder bei den Ministerpräsidenten auf viel Gegenliebe stößt, ist zweifelhaft. Dort geht man eher wieder in Richtung Verschärfung der Regeln. Nach Informationen des Portals Business Insider soll schon vor der Corona-Konferenz kommende Woche feststehen, dass der vierte Öffnungsschritt für Kultur und Außengastronomie bei einer Inzidenz unter 50 verschoben werden soll. Als Grund für den Schritt nennen Bund und Länder demnach „die Unsicherheit beim AstraZeneca-Impfstoff“ und das „verschlechterte Infektionsgeschehen“.

Corona in Bayern: Linke klagen vor dem Verwaltungsgericht wegen Corona-Ausschüssen

Update vom 17. März, 15.47 Uhr: Durch die Corona-Pandemie sind Versammlungen mit mehreren Menschen nicht nur im privaten schon lange tabu. Auch Kommunalpolitiker werden bei ihrer Arbeit von den Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln beeinflusst. Um dennoch handlungsfähig zu bleiben, wurde die Möglichkeit geschaffen, Corona-Ausschüsse mit einer reduzierten Anzahl an Teilnehmern abzuhalten. Doch für die Linken verletzen diese Ausschüsse den Gleichbehandlungsgrundsatz. Sie legten jetzt eine Popularklage - also eine Klage stellvertretenden für alle Betroffene - vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof ein.

„Mit der Gesetzesnovelle des Kommunalrechts bekämpft man nicht die Pandemie, sondern die kommunale Demokratie und unterminiert damit vorsätzlich den Wählerwillen, indem man gewählte Parteien und Kommunalpolitiker ausschließt“, sagte Niklas Haupt, Vorsitzender des Forums linker Kommunalpolitik und Stadtrat aus Fürth, in München. Zwei Drittel der gewählten Mandatsträger könnten so bis zum Jahresende von kommunalen Entscheidungen ausgeschlossen werden.

Die Linke betonte, dass sie grundsätzlich Verständnis dafür habe, dass dem Infektionsschutz in der Pandemie Rechnung getragen werden müsse. Dies sei aber auch durch größer Räume mit mehr Abstand, Masken und Schnelltests möglich. „Wir benötigen in der heutigen Zeit mehr Mitsprache, mehr Mitwirkung, selbstverständlich mit Distanz, aber nicht mit Ausgrenzung“, sagte Linken-Landeschef Ates Gürpinar.

Coronavirus in Bayern: Ausnahmegenehmigung für Rosenheim abgelehnt

Update vom 17. März, 14.50 Uhr: Die Stadt Rosenheim bekommt keine Ausnahmegenehmigung für das Öffnen von Grundschulen, Kitas und Einzelhandel für eine Corona-Inzidenz bis 130 anstatt bis 100. Die Regierung von Oberbayern habe den Antrag der Stadt auf eine Ausnahmegenehmigung von Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am Mittwoch abgelehnt. Das teilte ein Sprecher mit. Allerdings lag die Inzidenz für Rosenheim am Mittwoch bereits bei 217,1 - damit hätte auch eine Genehmigung keine Öffnung ermöglicht.

Aus Starnberg gab es einen ähnlichen Antrag. Der Landkreis beantragte eine Ausnahme von der 50-er Grenze und wollte auch bei einem Überschreiten den Einzelhandel offenhalten. Dies sei ebenfalls abgelehnt worden, sagte der Sprecher der Regierung von Oberbayern. Im Landkreis Starnberg lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch bei 62,9.

Corona in Bayern: Söder verkündet „Erfolg für bayerische Brauerei-Gaststätten“

Update vom 17. März, 11.07 Uhr: Nach Kritik der Branche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Coronahilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte werde der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht.

Künftig sei der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt, hieß es. Dies betreffe etwa Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften. Ministerpräsident Markus Söder freute sich über den „Erfolg für die bayerischen Brauerei-Gaststätten. (...) Brauerei-Gaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft“, schrieb er auf Twitter.

AstraZeneca-Impfstopp: Holetschek beteuert Vertrauen in Impfstoff

Update vom 17. März, 10.13 Uhr: Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca wurden in Deutschland vorerst gestoppt. Immer mehr Politiker betonen nun ihr Vertrauen in den Impfstoff. So auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. „Ich habe Vertrauen in diesen Impfstoff und würde mich jederzeit damit impfen lassen“, sagte er gegenüber der Bild.

Knapp zweieinhalb Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen bei der bayerischen Polizei konnte bereits 10.809 Einsatzkräften das Vakzin von AstraZeneca verabreicht werden. „Wir hatten eine starke Nachfrage und haben noch Tausende, die gern geimpft werden wollen“, sagte Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags in München. Die Polizisten hätten die Impfungen gut vertragen, es habe aber eine Reihe von Kollegen gegeben, die danach „etwas lädiert nieder lagen“, einige für ein paar Stunden, andere bis zu eineinhalb Tagen.

Wegen der bundesweiten Aussetzung der Impfungen mit dem Präparat des Herstellers AstraZeneca sei nun auch die Impfung der Polizei abgebrochen, so Herrmann weiter. „Ich hoffe aber sehr darauf, dass die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zu einem positiven Ergebnis kommt und wir mit dem impfen fortfahren können.“

Corona in Bayern: „Der letzte rettende Strohhalm“ - Söder-Minister fordert klares Oster-Signal

Update vom 17. März, 8.09 Uhr: Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert vor der Bund-Länder-Schalte zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Montag „ein klares Signal für Osterurlaub in Deutschland.“ Das Ostergeschäft sei für Viele „der letzte rettende Strohhalm“, wie Bayerns Wirtschaftsminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch) sagte. Tausende Betriebe stünden finanziell und emotional mit dem Rücken zur Wand, „da darf die Politik nicht mehr länger zusehen“, forderte Aiwanger. Auch aus Sicht des Infektionsschutzes halte er Urlaub in Bayern für besser als auf Urlaubsinseln im Süden mit diversen zusätzlichen Kontakten.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte den Funke-Zeitungen: „Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären“. Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte.

Corona in Bayern: Gesundheitsministerium erwartet weitere Lieferungen von AstraZeneca-Impfstoff

Update vom 17. März, 6.45 Uhr: Wegen vereinzelten Thrombose-Fälle in zeitlichem Zusammenhang mit AstraZeneca-Impfungen wird der Corona-Impfstoff in Deutschland vorübergehend ausgesetzt. Trotzdem erwartet das bayerische Gesundheitsministerium vorerst weitere Lieferungen.

Corona in Bayern: AstraZeneca-Impfstopp - Freistaat erwartet trotzdem weitere Impfstoff-Lieferungen

Von Anfang März bis Anfang April waren insgesamt 660.000 Impfdosen AstraZeneca avisiert. „Hiervon wurden 309.600 Impfdosen bereits zugeliefert, während die Zulieferung der verbleibenden 350.400 Impfdosen bis zur 13. Kalenderwoche noch bevorsteht“, berichtet das Ministerium in München auf dpa-Anfrage.

Zwischenzeitlich hat sich das Impftempo im Freistaat deutlich erhöht. In der vergangenen Woche gab es laut Gesundheitsministerium pro Tag durchschnittlich fast 41.300 Corona-Impfungen. Das sind täglich knapp 5000 mehr als in der Vorwoche. Ein herber Rückschlag wäre es jedoch, falls AstraZeneca in der EU nicht mehr verimpft werden dürfte.

Corona in Bayern: AstraZeneca-Stopp - Herber Rückschlag fürs Impftempo droht

Denn von den im Freistaat erwarteten Impfstoff-Lieferungen der 9. bis zur 13. Kalenderwoche sollte das britisch-schwedische Unternehmen über ein Drittel beisteuern. Am Dienstagabend waren insgesamt 1,66 Millionen Impfdosen im Freistaat verabreicht, davon der Großteil - knapp 1,3 Millionen - mit dem Biontech-Pfizer-Präparat. Vom AstraZeneca-Impfstoff wurden laut Robert Koch-Institut in Bayern bisher gut 285.700 Dosen genutzt.

16.00 Uhr: Als erste Region in Bayern weicht Hof von der bundesweit vorgegebenen Impfreihenfolge ab. Hausärzte dürfen ihre Patienten individuell gegen Corona impfen, verkündeten Stadt und Landkreis am Dienstag mit einer Pressemitteilung. Davon sollen chronisch Kranke und Patienten mit Vorerkrankungen profitieren. Außerdem sollen sich Lehrkräfte von Abschlussklassen und Mitarbeitende der Ganztagsbetreuung impfen lassen können.

Corona-Impfung: Erster Landkreis weicht von Impfreihenfolge ab

Im Impfzentrum würden die Termine aber weiter nach der Impfverordnung vergeben, hieß es weiter. Demnach sollen zunächst Senioren über 80 Jahren, Mitarbeitende in der Pflege und von medizinischen Einrichtungen geimpft werden. Ab kommender Woche könnten in Hof auch über 70-Jährige dran sein. Im Impfzentrum Hof finden momentan täglich mehr als 700 Impfungen statt, außerdem führen zwölf Ärztinnen und Ärzte Impfungen in ihrer Praxis durch.

Die Region Hof an der Grenze zu Tschechien ist besonders von der Pandemie betroffen. Das Robert Koch-Institut meldete am Dienstag für die Stadt mehr als 292 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, für den Landkreis knapp 130. Bayernweit lag die Inzidenz demnach bei 89.

Astrazeneca: Holetschek mahnt zu schneller Lösung

12.37 Uhr: Die offizielle Pressekonferenz ist nun beendet. Es folgen die Fragen der Journalisten. „Man kann mit Corona nicht verhandeln“, sagt Söder dabei noch einmal zu einer Frage zu möglichen Lockerungen.

12.30 Uhr: Nun spricht Klaus Holetschek - und äußert sich direkt zum AstraZeneca-Impfstopp. Man erwarte beim nächsten Impf-Gipfel deutliche Entscheidungen und Ansagen, sagt er. „Wir brauchen eine schnelle und klare Entscheidung bei AstraZeneca.“ Eigentlich habe man mit dem Impfstoff „möglichst schnell in die Arztpraxen wollen“. Impfen sei nach wie vor das zentrale Thema. Wissenschaftliche Ansagen könnten dabei aber nicht ignoriert werden.

Corona in Bayern: Pressekonferenz im Live-Ticker - Schulen und Oster-Urlaub Thema

12.28 Uhr: Die Selbsttests seien „etwas neues“, so Piazolo. „Die Österreicher machen das schon seit Wochen - und es funktioniert“, sagt der Minister. Auch wenn der Test freiwillig sei - „lassen Sie Ihre Kinder teilnehmen und nutzen Sie diese Chance“, appelliert Piazolo an die Eltern.

12.25 Uhr: Nun spricht Michael Piazolo. Die Zahlen seien schlechter, als man erwartet habe, beginnt er. Seit gestern seien aber Schüler wieder an die Schulen zurückgekehrt. Rund 23 Prozent seien aktuell im vollen Präsenzunterricht mit Mindestabstand. Schülern werde nun aber wieder eine „Perspektive“ gegeben. „Es geht auch um soziale Kontakte - Kinder brauchen Kinder“, so der Kultusminister. Durch Hygieneregeln und die Maskenpflicht bestehe Gesundheitsschutz - dieser solle noch weiter gestärkt werden. Für Lehrer und Schüler soll es vermehrt Testungen gegeben. Auch Schüler unter 15 Jahren sollen verstärkt getestet werden können. Nun, vor Ostern, kommen nun Selbsttest an die Schulen. Zweimal pro Woche sollen Schüler und Lehrer per Selbsttest an Schulen getestet werden. Dies sei aber freiwillig, betont Piazolo. „Die Tests nehmen die Schüler selbst vor - die Lehrer übernehmen die Anleitung.“ Es gebe auch Erklärvideos auf der Homepage des Kultusministeriums, die der Minister auch für Eltern empfehle.

12:23 Uhr: „Wir gehen den Weg der Vorsicht weiter - aber nicht stur und blind. Wir sind keine Lockdown-Fetischisten“, schließt Söder.

12.20 Uhr: Was wird mit Ostern und Urlauben werden? Richtig optimistisch mit großen Hotelöffnungen sei man nicht, so Söder. Die Lage auf Mallorca mache ihm Sorgen. Man denke über eine Test-Pflicht für Reise-Rückkehrer nach. Für Pfingsten und Sommer sei Söder aber „sehr optimistisch“. Vorstellbar sei, dann Impfungen mit Öffnungen zu koppeln. Aktuell wolle man für Ostern „nichts unrealistisches“ versprechen.

Corona in Bayern: PK im Live-Ticker - Hausärzte sollen bei Impfungen stärker involviert werden

12:15 Uhr: Kann weiter geöffnet werden? Bayern sei aktuell sehr zurückhaltend. Eine große Herausforderung würden auch die Schulen bleiben. „Wir haben ein klares System: über einer Inzidenz von 100 gibt es Distanzunterricht.“ Kultusminister Piazolo solle für die Zeit nach Ostern ein neues Konzept entwickeln. Das Testgeschehen müsse auch für Schüler „engmaschiger“ werden. Hier müsse es Regelungen geben, die nach Ostern auf den Weg gebracht werden. Generell solle in Hotspots schneller getestet werden. Abschlussklassen und auch Viertklässler sollen nach den Osterferien auch in Corona-Hotspots weiter in die Schule gehen dürfen - dann aber voraussichtlich verbunden mit einer Testpflicht, kündigt Söder an. Man müsse in den Hotspots über dem Inzidenzwert 100 aus Testmöglichkeiten dann Testpflichten machen, so der Minister.

12.12. Uhr: Auch bei den anderen Impfstoff müsse die Bürokratie überarbeitet werden. „Hausärzte müssen Impfzentren ergänzen“, so Söder. Ziel sei, auch bei AstraZeneca Hausärzte zu involvieren. Es brauche in neues Modell für Einzel- und Gruppenimpfungen. „Impfung gegen Mortalität - und Impfen für mehr Mobilität“, erklärt er. Man brauche flexibleres Impf-Management und müsse auch „nach Infektionsgeschehen vorgehen“. Arbeits- und Betriebsimpfungen müssten baldmöglichst stattfinden, sobald mehr Impfstoff verfügbar ist.

12.10 Uhr: Das Impfen lief bisher gut, so Söder. Es seien aber noch viel zu wenige Menschen geimpft, um der Pandemie wirksam zu begegnen. „Es gibt immer Rückschläge“, spielt er auf AstaZeneca an. Söder habe Verständnis für den Impfstopp. Bei einem Impf-Gipfel des Bundes müssen aber offene Fragen zum Impfstoff geklärt werden und klare Empfehlungen getroffen werden. „Die Akzeptanz von AstraZeneca wird nicht plötzlich in den Himmel wachsen“, so der Ministerpräsident weiter. Auch über Impfungen bei Hausärzten müsse gesprochen werden. Bei AstraZeneca müsse wohl auf Freiwilligkeit gesetzt werden.

Corona: Nach AstraZeneca-Stopp - Söder spricht über Bayerns Weg aus dem Chaos - PK JETZT live

12.06 Uhr: „Haben die Menschen noch Geduld?“, fragt der Ministerpräsident. Er selbst gehe davon aus, dass die Menschen weiter vorsichtig bleiben. „Nach wie vor steht Vorsicht an erster Stelle“, sagt er. Unvorsichtige Lockerungen wären „ein Blindflug“. Völliges „Freilaufen“ könne nicht akzeptiert werden. „Sonst fliegen die Zahlen nach oben weg“, mahnt er. Bayern bleibe beim Inzidenz-System mit Maßnahmen ab 100. Schlupflöcher seien der falsche Weg. Diese Notbremse sei der einzige und zentrale Schlüssel, um Öffnungen zu ermöglichen.

12.05 Uhr: Söder spricht über die Lage an den Krankenhäusern. Problematisch sei besonders die Ausbreitung der britischen Corona--Mutation. Heute liege die Inzidenz bei 89, so Söder weiter. „Es geht einfach wieder hoch - und zwar fast überall.“ Der R-Faktor liege bei „fast 1,3“. Die Gefahr werde wieder größer. Der Trend in Deutschland: „Es wird wieder schwieriger.“

12.01 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Als Erstes spricht Markus Söder. „Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit - und mit der Geduld“, startet er. Es werden schwierige Wochen auf die Menschen zukommen, sagt er. Entspannung sei nicht in Sicht.

Update vom 16. März, 11.58 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz um die Corona-Lage in Bayern beginnen. Hier lesen Sie im Live-Ticker mit und sehen den Live-Stream.

Verfolgen Sie die ganze Pressekonferenz noch einmal im Video

Corona: Nach AstraZeneca-Stopp - Söder spricht über Bayerns Weg aus dem Chaos - PK in Kürze live

Update vom 16. März, 11.40 Uhr: In etwa 20 Minuten werden Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo nach den Beratungen im Kabinett vor die Presse treten. Die Pressekonferenz können Sie hier im Live-Ticker und Stream verfolgen.

Thema wird neben dem AstraZeneca-Impfstopp auch die Test-Lage an Bayerns Schulen sein. Kultusminister Piazolo wird auch über den Schul-Neustart nach dem Lockdown berichten, heißt es laut BR.

Corona in Bayern: Kabinett berät sich - Alle Ergebnisse live auf Pressekonferenz

Update vom 16. März, 11.05 Uhr: In der Kabinettssitzung im bayerischen Landtag an diesem Dienstag wird das Thema Impfen wohl sehr präsent sein. Gesundheitsminister Klaus Holetschek forderte rasches Handeln bezüglich des AstraZeneca-Impfstoffs (siehe Update vom 16. März, 9.39 Uhr). Was genau bei den Beratungen herauskommt, wird schließlich ab 12 Uhr in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, die Sie hier im Live-Stream verfolgen können. Anwesend sein bei der Pressekonferenz werden Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo.

AstraZeneca nach erneuter Freigabe „für jeden, der will“: Söder-Minister mit Vorstoß

Update vom 16. März, 9.39 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert eine rasche Entscheidung und eine bessere Kommunikation beim AstraZeneca-Impfstoff. Er erhoffe sich eine sehr schnelle und klare Darstellung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) am Donnerstag, sagte Holetschek am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. „Und auch wenn wir dann beim Ergebnis sind, müssen wir wieder Vertrauen aufbauen“, so der CSU-Politiker.

Von Anfang an habe es bei dem Impfstoff Verunsicherung gegeben, auch sei die Kommunikation nicht optimal gewesen, wie Holetschek betonte. „Deswegen ist es jetzt wichtig, klare Botschaften zu senden und der Donnerstag muss auch da Klarheit bringen.“ Es müsse deutlich gesagt werden, wie es jetzt weitergehe. Der EMA-Sicherheitsausschuss will am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung fällen.

Söder plädiert für Lockerung der Impfreihenfolge: Auch Holetschek spricht sich dafür aus

Sollte das Präparat des Herstellers AstraZeneca weiter geimpft werden dürfen, sollte über die Aufhebung der Priorisierung gesprochen werden, sagte Holetschek. „Und dann muss der Impfstoff jedem zur Verfügung stehen, der sich impfen lassen will.“ Auch Ministerpräsident Markus Söder hatte sich für eine Lockerung der Impfreihenfolge ausgesprochen.

Andernfalls blieben noch die anderen Impfstoffe, mit denen dann möglichst schnell weitergeimpft werden sollte, sagte Holetschek. „Aber ich bin da noch nicht so pessimistisch, dass es da nicht eine Entscheidung gibt, dass AstraZeneca weitergeht.“

„Vorteile der Impfung überwiegen“: Münchner Arzt kritisiert AstraZeneca-Impfstopp - Söder-PK heute live

Erstmeldung vom 16. März, 8.21 Uhr: München - Deutschland setzt Impfungen* gegen das Coronavirus* mit dem Vakzin von AstraZeneca vorübergehend aus. Grund ist, dass es hierzulande zuletzt sieben Thrombose-Fälle in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen mit AstraZeneca gegeben hatte. Etwaige Nebenwirkungen* stehen deshalb aktuell wieder auf dem Prüfstand.

Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland: Münchner Oberarzt sieht Aussetzung kritisch

Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, Christoph Spinner, sieht die Aussetzung kritisch. Sicherheit stehe an oberster Stelle, aber ob man die Impfung hätte aussetzen müssen, könne man zumindest hinterfragen. Das sagte der Oberarzt des Universitätsklinikums der Deutschen Presse-Agentur. „Der AstraZeneca ist der zweitwichtigste Impfstoff* für uns.“

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) genannte Zahl von sieben Fällen spezieller Thrombosen der Hirnvenen bei 1,6 Millionen Impfungen* in Deutschland sei sehr gering. „Die Ereignisse sind sehr selten“, sagt Spinner. Und: „Wir impfen derzeit prioritär Menschen mit Vorerkrankungen.“ Diese Patienten hätten teils von vornherein ein höheres Thromboembolie-Risiko.

„Vorteile der Impfung überwiegen“: Bayerischer Arzt kritisiert Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen

„Die Vorteile der Impfung überwiegen“, betont der Mediziner, was derzeit auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA in einem aktuellen Statement bekräftigt. „Übrigens verursacht auch eine schwere Covid-19*-Erkrankung regelhaft thromboembolische Ereignisse - alleine deshalb ist eine Impfung absolut sinnvoll.“

Es sei normal, dass nach der Zulassung von Impfstoffen und Arzneimitteln mögliche Nebenwirkungen fortwährend untersucht würden. „Der Impfstoff wurde nicht zurückgerufen - und er soll auch nicht vernichtet werden“, sagt Spinner. Für einen konkreten Mechanismus, der zu den Hirnvenen-Thrombosen führen solle, gebe es derzeit keine Annahme. „Das Arzneimittel ist nach allem, was wir heute wissen, sicher.“

Video: Impfstoff AstraZeneca - gut oder schlecht? Markus Söder fordert „klare Aussage“

AstraZeneca-Impfungen ausgesetzt: Entscheidung „verursacht großen Schaden in das Vertrauen des Vakzins“

Angesichts der jüngsten Berichte geht Spinner allerdings davon aus, dass die Meldezahlen für entsprechende Fälle nun hochgehen werden - was wiederum das Vertrauen in den wichtigen Impfstoff weiter reduziere. Auch deshalb sieht er den Schritt durchaus kritisch. „Die Entscheidung, die Impfung auszusetzen, verursacht großen Schaden in das Vertrauen des Vakzins. Das lässt sich auch später nur noch schwer reparieren.“

Söder prophezeit guten Ausgang der Untersuchungen zum AstraZeneca-Impfstoff: Pressekonferenz angekündigt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prophezeite im ARD-Brennpunkt einen guten Ausgang der Untersuchungen zum AstraZeneca-Impfstoff. Der CSU-Chef stellte klar: „Ich kenn so viele Leute, die sich mit AstraZeneca impfen lassen würden. Auch ich würde mich sofort hinstellen.“ Noch am Montag kündigte Söder für Dienstag (16. März) eine Pressekonferenz an. Es soll um die Pandemie-Lage gehen, sicher wird auch das Impfen im Fokus stehen.

Die Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten beginnt um 12 Uhr. Mit dabei sind auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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