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Regel-Änderung für geboosterte Bayern bahnt sich an: Minister macht bereits erste Andeutung

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Die Corona-Inzidenz geht in ganz Bayern seit einer Woche zurück, für Menschen mit Booster-Impfung könnte es eine Änderung geben. Alle News im Ticker.

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Update vom 6. Dezember, 19.43 Uhr: Die Befreiung von verpflichtenden Corona-Tests im Rahmen von der 2G-Plus-Regelung für Menschen mit Booster-Impfung soll möglicherweise von bislang drei Bundesländern auf andere ausgeweitet werden. Unter anderem in Bayern bahnt sich ein entsprechender Schritt an.

2G-plus-Regel für geboosterte Bayern bald nicht mehr relevant?

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kündigte nach einer Konferenz mit seinen Amtskollegen an, dass der Freistaat diese Möglichkeit prüfen werde. Direkte Konsequenzen hätte das etwa für Kulturveranstaltungen im Freistaat. Dort gilt - wie unter anderem auch für Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder - die 2G-plus-Regel. Geboosterte Bayern müssten im Falle einer Regelerleichterung kein negatives Testergebnis mehr vorlegen.

Auch der designierte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe bei der Konferenz einen entsprechenden Hinweis gegeben. In Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gilt eine entsprechende Regelung bereits seit Samstag.

Update vom 6. Dezember, 11.30 Uhr: In den Kreisen Traunstein und Passau werden am heutigen Montag die regionalen Hotspot-Regelungen aufgehoben. Das haben die Landratsämter bereits am Sonntag mitgeteilt. Damit gelten dort die allgemeinen bayernweiten Corona-Regeln. Beispielsweise darf die Gastronomie öffnen, dort gilt 2G und eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Gleiches gilt auch für den Kreis Berchtesgadener Land, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet. Die Stadt Rosenheim lag am Sonntag ebenfalls den fünften Tag in Folge unter der Hotspot-Inzidenz von 1000.

Coronavirus - Traunstein
Unter anderem in Traunstein wurden die strengen Corona-Regen aufgehoben. Die Gastronomie darf wieder öffnen. © Sven Hoppe

Update vom 6. Dezember, 6.09 Uhr: Die Inzidenz liegt in Bayern am Montag bei 526,4, am Sonntag hatte sie noch bei 529,6 gelegen. Wie am Vortag liegen zwei Kreise über 1000: Freyung-Grafenau (1074,6; Vortag: 1116,7) und Weilheim-Schongau (1032,1; Vortag: 1040). In München liegt die Inzidenz zum Wochenbeginn bei 400,3 (Vortag: 415,1).

Weitreichende Corona-Maßnahme geplant: Alkoholverbot in München soll kommen - Erste Infos

Update 5. Dezember, 20.14 Uhr: Kurz vor Weihnachten greift die Landeshauptstadt noch einmal durch: Bereits ab Mittwoch (8. Dezember) soll in München ein partielles Alkoholverbot für den öffentlichen Raum gelten, wie der Münchner Merkur erfahren hat. Mindestens die Fußgängerzone und der Viktualienmarkt sollen betroffen sein. Die Details werden jetzt noch festgezurrt. Offen ist also noch, ob weitere Plätze, wie etwa der Gärtnerplatz betroffen sein werden und auch, ob das Verbot nur zu bestimmten Zeiten gelten soll.

Corona in Bayern: Noch zwei Landkreise über 1000

Ursprungsmeldung vom 5. Dezember:

Die Corona-Zahlen in Bayern sinken insgesamt langsam aber stetig. Das Robert Koch-Institut meldete am Sonntagmorgen eine Inzidenz von 529,6 für den Freistaat. Das sind 14,1 weniger als am Vortag, es ist der neunte Rückgang in Folge. Deutscher Durchschnitt sind 439,2. Zudem liegen derzeit etwas weniger Menschen mit Corona auf Intensivstationen in Bayern. Das bundesweite Intensivregister meldete mit Stand 9.05 Uhr im Vergleich zum Vortag einen leichten Rückgang um 17 auf 1060 erwachsene Covid-19-Patienten.

Auch bei den Landkreisen belegt Bayern nicht mehr die Top-Plätze. Während in Sachsen drei Landkreise inzwischen eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 2000 verzeichnen (Mittelsachsen, Meißen, Sächsische Schweiz), lieg der höchste Inzidenzwert in Bayern bei 1116,7 (Freyung-Grafenau in Niederbayern). Mit Weilheim-Schongau in Oberbayern (1040) liegen damit nur noch zwei Landkreise über 1000. Ab 1000 gilt in Bayern ein landkreisweiter Lockdown. Mehrere Landkreise können dagegen ab Montag wieder lockern, nachdem sie fünf Tage lang unter der Inzidenz-Grenze gelegen waren. Unter anderen will der frühere Dauer-Hotspot Traunstein lockern. In Bayerns größten Städte pendelt sich die Inzidenz auf um die 500 ein.

Inzidenzen in Bayerns größten Städten von München bis Regensburg

Stand: Sonntag, 5. Dezember, 11.09 Uhr

Alle Corona-Zahlen für Bayern finden Sie hier.

Corona in Bayern: Experten warnen vor verfrühtem Optimismus

Experten warnen ferner davor, das Corona-Infektionsgeschehen nicht zu optimistisch zu bewerten. Es ist davon auszugehen, dass viele Gesundheitsämter und Kliniken in Bayern einfach mit dem Melden neuer Infektionen nicht mehr nachkommen. Am Wochenende werden zudem sowieso weniger Infektionen gemeldet. Auch das RKI tut sich schwer mit der Beurteilung der aktuellen Lage. Faktum ist, dass bereits Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt werden, weil einzelne Kliniken regional an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Neue Corona-Verschärfungen für Bayern am Freitag beschlossen

Auch deshalb hat das Kabinett unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Corona-Maßnahmen am Freitag nochmal verschärft. Diese Corona-Einschränkungen gelten teilweise schon aktuell, spätestens ab Mittwoch. Diese Regeln gelten in Bayern übrigens für Weihnachten und Silvester.

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