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Dank Omikron schon nächste Woche: Diese Regel-Lockerungen könnten für Bayern beschlossen werden

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Von: Katarina Amtmann

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Das Kabinett von Markus Söder hat am Montag keine Lockerungen beschlossen, aber für nächste Woche welche in Aussicht gestellt. Wegen Omikron? Ein Überblick.

München - Die Frage, ob es nach der Sitzung das bayerischen Kabinetts im Freistaat Lockerungen der Corona*-Maßnahmen geben wird, war am Montag (17. Januar) schnell beantwortet: Nein. Man habe aktuell weder Verschärfungen noch Lockerungen beschlossen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) bei einer Pressekonferenz. Doch für kommende Woche stellte er Lockerungen in Aussicht - wenn sich nämlich herausstellen sollte, dass Omikron deutlich weniger schädlich ist als Delta.

„Wir sind optimistisch“, sagte Herrmann weiter. Vieles deute darauf hin, dass die nun auch in Bayern mit 75 Prozent vorherrschende Omikron-Variante zu einer geringeren Belastung in den Krankenhäusern führe als die Delta-Variante.

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Corona in Bayern: Hotspot-Regelung bleibt ausgesetzt

Die Entwicklung müsse aber noch beobachtet werden, die zur Verfügung stehenden Daten seien noch nicht klar genug. Deswegen habe die Staatsregierung um Markus Söder* zunächst auf Änderungen beim Infektionsschutz verzichtet. Ungeachtet der zum Teil drastisch steigenden Fallzahlen bleibe die regionale Hotspot-Regelung, die bis vergangene Woche zu regional begrenzten Lockdowns bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 führen konnte, ausgesetzt. Ein Ansteigen einer Inzidenz* über die Schwelle von 1000 hat demnach also derzeit keinerlei zusätzliche Konsequenzen. Weit weg davon wäre München nicht mehr gewesen. Am Dienstag gab das RKI den Wert für die Landeshauptstadt mit 883,4 an.

Corona-Lockerungen in Bayern? Darauf können Kultur und Sport hoffen

Für kommende Woche gebe es in einigen Bereichen eine „klare Perspektive“, wenn sich die Lage nicht verschlechtere, so Herrmann. Als Beispiele für denkbare Lockerungen nannte der CSU*-Politiker erleichterte Zugangsregelungen in der Jugendarbeit und Kapazitätserweiterungen bei den Zuschauerzahlen in Kultur und Sport. So sei eine Anhebung der Maximalauslastung von derzeit 25 Prozent auf 50 Prozent denkbar.

Lockerung der Corona-Regeln in Bayern: Krankenhausbelegung und Inzidenz wichtig

Doch wovon werden neue Regelungen abhängig gemacht? Auf Nachfrage eines Journalisten erklärte Gesundheitsminister Klaus Holetschek, dass die Belegung der Krankenhäuser weiter ein entscheidender Faktor bleibe. Man müsse die Intensivbettenbelegung und die Belegung der Normalstationen beobachten. Auch die Inzidenz habe man im Blick. Der CSU-Politiker geht davon aus, dass man beide Themen zusammenbringen müsse. Man werde wohl nicht mehr die klassische Ampel haben, sondern eher eine Art Monitoring. Dazu erwarte man sich Empfehlungen vom LGL.

Am Dienstag ist die Lage jedenfalls angespannt: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Bayern von 551,5 auf 576,3 gestiegen. Mit der Stadt München, den Kreisen Ebersberg und Miesbach, der Stadt Ingolstadt und dem Kreis Dachau liegen fünf Regionen über dem Wert von 800. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Corona*-Patienten dagegen leicht gesunken (399; sechs weniger als am Vortag). Die Inzidenz steigt rasant, die Zahl der Intensivpatienten sinkt leicht. Was die Staatsregierung mit diesen Daten macht - und ob es nächste Woche beispielsweise zu langersehnten Lockerungen in der Kultur kommt - bleibt abzuwarten. (kam mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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