1. Startseite
  2. Bayern

Bayerns Corona-Regeln nach dem Gipfel: Lockerung für Kinder und überraschender Beschluss zu Silvester-Feiern

Erstellt:

Von: Tanja Kipke

Kommentare

Markus Söder
Markus Söder (CSU) bei einer Pressekonferenz in München. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Nach dem Corona-Gipfel stehen bundesweite Regelverschärfungen an. Auf härtere Maßnahmen müssen sich auch die Bayern einstellen - und das bereits vor Silvester.

München - Am Dienstag (21. Dezember) berieten sich Bund und Länder bei einem Corona-Gipfel erneut über strengere Maßnahmen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte nach einer Kabinettssitzung am Vormittag bereits angekündigt, dass Bayern diesmal keinen Sonderweg gehen wird. Er erwarte „kaum“ Änderungen bezüglich der Regeln im Freistaat, da Bayern bereits einen strengeren Kurs fahren würde als die meisten anderen Bundesländer. Einiges wird sich allerdings dennoch ändern - und das bereits für Silvester.

(Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.)

Nach Corona-Gipfel: Diese neue Regelung kommt auch auf Bayern zu - Änderung bei Kindern

Auf der MPK am Dienstag hat man sich auf härtere Maßnahmen im Kampf gegen Corona geeinigt. Clubs und Diskotheken müssen bundesweit schließen, Geisterspiele werden eingeführt und an Silvester gilt ein Versammlungsverbot - hier finden Sie einen Überblick der neuen Beschlüsse. All das gilt bereits im Freistaat. Für das Weihnachtsfest ändert sich für die Bayern also erstmal nichts (hier finden Sie eine Übersicht zu den aktuellen Regeln). Ab dem 28. Dezember gibt es jedoch auch im Freistaat eine harte Regeländerung, auf die sich Bund und Länder bei der MPK geeinigt haben: Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene. Somit gibt es also doch keine Silvesterparty.

Für private Treffen gilt dann eine Personenobergrenze. Unabhängig davon, ob die Personen geimpft oder genesen sind. Nur noch zehn Personen dürfen innen und außen zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen. Bayern ist in dieser Hinsicht bisher einen strengeren Weg gefahren und hat nur Kinder bis zwölf Jahre und drei Monate von den Regeln ausgenommen. Diesmal möchte der Freistaat bundesweit einheitlich bleiben. Für Ungeimpfte gilt weiter: Nur Treffen mit dem eigenen Hausstand sowie zwei weiteren Personen sind erlaubt.

Trotz Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten: Söders Silvester-Lockerung bleibt bestehen

Nach einer Kabinettssitzung am 14. Dezember hatte Söder zuletzt neue Regelungen für Bayern verkündet. Unter anderem, dass Geboosterte in weiten Bereichen künftig von der zusätzlichen Testpflicht (2G-plus) befreit sind. Zudem lockerte die Staatsregierung die 2G-plus-Regelung in Außenbereichen. Zoos, Freizeitparks und Sportstätten unter freiem Himmel dürfen seitdem wieder ohne negativen Schnelltest besucht werden.

Die überraschendste Lockerung: An Silvester entfällt die Sperrstunde in der Gastronomie. Bedeutet: Die Feier zum Jahreswechsel muss in Restaurants nicht bereits um 22 Uhr enden. Nun könne man sich „auch länger treffen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am 14.12. Trotz der neu beschlossenen Kontaktbeschränkungen bleibt diese Lockerung bestehen.

In Berlin bleiben die Restaurants an Silvester ebenfalls offen. Eine Sperrstunde gibt es dort generell nicht. Die neue Berliner Bürgermeisterin, Franziska Giffey (SPD), stellte sich im heute Journal der Frage, wieso Restaurants mit 50 Personen gefüllt sein dürfen, aber eine Silvester-Party im Privaten verboten wird. „Wir wissen, dass im privaten Bereich die Ansteckungen besonders hoch sind“, erklärte die SPD-Politikerin. In Restaurants müsse man seinen Impfnachweis vorzeigen, da seien Kontrollen vorhanden, im Privaten nicht. Daher seien die Kontaktbeschränkungen dort sehr wichtig, damit Silvesterpartys nicht stattfinden können. „Dafür ist nicht die Zeit“, begründet sie diese Entscheidung. (tkip)

Auch interessant

Kommentare