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Corona in Bayern: Neue Inzidenzen für Geimpfte und Ungeimpfte bekannt - Unterschiede sind gigantisch groß

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Von: Thomas Eldersch

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Obwohl die Corona-Inzidenz ein wenig zurückgegangen ist, bleibt die Lage an bayerischen Kliniken weiter angespannt. Verfolgen Sie die weitere Entwicklung in unserem News-Ticker.

+++Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 25. November, 15.09 Uhr: Immer mehr Ungeimpfte stecken sich im Freistaat mit Corona an. Die Inzidenz bei den Ungeimpften lag am Mittwoch bei 1726,3, wie das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Plus von gut 257 im Vergleich zur Vorwoche. Bei den Geimpften stieg die Inzidenz dagegen nur noch leicht um 3 auf 112,7.

Die Betroffenheit verschiebt sich damit weiter in Richtung Ungeimpfter. Aktuell ist die Inzidenz bei ihnen 15,4 mal so hoch wie bei Geimpften. Vor einer Woche lag der Faktor noch bei 13,4, vor zwei Wochen bei 9,8. Auch bei den Krankenhauseinweisungen ist die Lücke deutlich. Die Hospitalisierungs-Inzidenz der Ungeimpften lag am Mittwoch bei 17,6, die der Geimpften bei 2,8.

Vorbereitung für Verlegung von Corona-Patienten - Zeitpunkt offen

Update vom 25. November, 14.50 Uhr: Die Vorbereitungen für die Verlegung von Corona-Patienten aus überlasteten bayerischen Krankenhäusern laufen weiter. Nach bisherigen Angaben sollen in den kommenden Tagen voraussichtlich 50 Covid Intensivpatienten aus dem Freistaat zur Behandlung in andere Bundesländer gebracht werden. Wann die Verlegungen beginnen sollen, war am Donnerstag weiter unklar.

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Bayerns Krankenhäusern stieg nach Daten des bundesweiten Intensivregisters weiter auf 1018 (Vortag: 1006). Davon werden derzeit 542 invasiv beatmet.

Kleeblatt-Konzept: Corona-Patienten aus Bayern sollen verlegt werden

Am Dienstag war das bundesweite „Kleeblatt-Konzept“ zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer für den Freistaat und für den Osten Deutschlands aktiviert worden. Das Konzept soll verhindern, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten wegen Überlastung der Intensivmedizin in einem Bundesland nur noch unzureichend oder gar nicht mehr versorgt werden können.

Allein aus der Landeshauptstadt München sollen voraussichtlich zehn Menschen verlegt werden - zunächst ausschließlich Covid-19-Patienten. Wer verlegt werden könne, werde nach einem intensivmedizinischen Katalog entschieden, berichtete am Mittwoch die ärztliche Leiterin Krankenhauskoordinierung für München, Viktoria Bogner-Flatz, die mit ihrem Kollegen Dominik Hinzmann die Verlegungen für München organisiert. Etwa schwer Erkrankte, die in Bauchlage beatmet würden, seien nicht transportfähig.

Corona in Bayern: Immer mehr Landkreise haben kein freies Intensivbett

Update vom 25. November, 11.35 Uhr: Die Corona-Lage bleibt im Freistaat angespannt. Die Krankenhäuser arbeiten an der Belastungsgrenze. Immer mehr Landkreise haben kein freies Intensivbett mehr. Das berichtet das ZDF Bayern auf Twitter. Demnach melden 0 Prozent freie Betten:

Corona in Bayern: Zwei weitere Landkreise über Hotspot-Marke – Paukenschlag aus München gemeldet

Update 25. November, 6.56 Uhr: Und weiter geht die Talfahrt. Am Donnerstag ist die 7-Tage-Inzidenz in München erneut rapide gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bezifferte sie am Morgen auf 497,6 (Vortag: 594,8). Nun ist die Landeshauptstadt auf der RKI-Warnkarte nicht einmal mehr pink eingefärbt. Das blüht lediglich Städten und Kreisen, die einen Wert über 500 aufweisen. Das Lockdown-Gespenst - schärfere Maßnahmen würden drohen, würde die 1000er-Marke geknackt - wurde vorerst vertrieben.

Auch in Gesamt-Bayern ist die Inzidenz zurückgegangen, wenn auch nur leicht. Sie liegt am Donnerstagmorgen bei 641,1 (Vortag 644,3). Dafür haben erneut zwei weitere Landkreis die Hotspot-Marke einer 1000er-Inzidenz* überschritten, die Zahl liegt nun bei zehn Landkreisen. Einige von ihnen sind bereits im Lockdown. Dazu gehören die Landkreise Regen, Freyung-Grafenau, Dingolfing-Landau, Rottal-Inn, Mühldorf am Inn, Berchtesgadener Land, Traunstein und Stadt und Landkreis Rosenheim.

Neu dazugekommen sind am Donnerstag die Landkreise Ostallgäu und Passau. Hier gilt nun ab morgen ebenfalls die Lockdownregelung, das heißt, bis auf Schulen, Kitas und Handel muss alles schließen. Erst wenn die Landkreise wieder fünf Tage in Folge die Inzidenz von 1000 unterschreiten, darf wieder geöffnet werden.

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Panorama-Ansicht: Hinter der Skyline von München ist das leicht verschneite Alpenpanorama zu erkennen.
In München sinkt die Corona-Inzidenz laut RKI wieder. © Peter Kneffel/dpa

Update vom 24. November, 16.18 Uhr: Nun steht fest, wie viele Intensivpatienten aus Bayern verlegt werden sollen. Nürnbergs Branddirektor Marc Gistrichovsky, Koordinator der Kleeblatt-Verlegung, sprach am Mittwoch von 50 Patienten. Wann und wohin ist noch unklar. „Die Planungen laufen.“ Die „Zielgebiete“ würden nach der Erfassung der geeigneten Patientinnen und Patienten ermittelt.

In Bayern sind zahlreiche Verlegungen von Corona-Patienten in andere Bundesländer geplant.
In Bayern sind zahlreiche Verlegungen von Corona-Patienten in andere Bundesländer geplant. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Update vom 24. November, 15.51 Uhr: Ob es an den Regelverschärfungen liegt oder weil das Thema derzeit in aller Munde ist, ist nicht klar. Jedoch hat in der vergangenen Woche die Zahl der Impfungen stark zugenommen. Wie die dpa auf Nachfrage beim bayerischen Gesundheitsministerium erfahren hat, wurden allein am Dienstag in ganz Bayern 128.000 Impfungen durchgeführt. Davon waren rund 100.000 Auffrischungsimpfungen, 10.500 Zweitimpfungen und immerhin 17.000 Erstimpfungen.

Die Mehrzahl der Impfungen wurde beispielsweise am Dienstag von niedergelassenen Ärzten verabreicht - knapp 78.000. Die anderen rund 50.000 entfielen auf Impfzentren, mobile Impfteams und Krankenhäuser. Im Wochenvergleich zeigt sich der Anstieg der Zahlen sehr deutlich: In der ersten November-Woche wurden gut 179.000 Impfungen verabreicht, in der zweiten Woche 336.000 und vergangene Woche 499.000. Die Zahl der Erstimpfungen wuchs von 42.000 (erste November-Woche) auf 75.000 (zweite Woche) und nun 87.000 (dritte Woche) auf gut das Doppelte an.

Corona: Ein Viertel aller Intensivpatienten in Deutschland kommt aus Bayern

Update vom 24. November, 14.15 Uhr: Wieder eine Hiobsbotschaft aus den Krankenhäusern in Bayern. Das bundesweite DIVI-Intensivregister meldete erstmal für den Freistaat eine Covid-Intensivpatientenzahl von 1006. Damit kamen seit gestern noch einmal 41 neue Patienten hinzu. Damit führt der Freistaat klar die deutschlandweite Liste an. Von den 4047 Menschen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt werden müssen, liegen also rund ein Viertel auf bayerischen Stationen. Bereits bei 600 Patienten schaltete die Krankenhausampel auf Rot um.

Am Mittwoch waren in exakt der Hälfte der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte weniger als zehn Prozent der Intensivbetten frei, in zwanzig Kommunen gab es kein einziges freies Intensivbett. Auch die Zahl der Todesopfer steigt schnell: In den vergangenen sieben Tagen sind in Bayern nach Daten der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität 432 Corona-Patienten gestorben, und damit innerhalb einer Woche mehr als im gesamten Oktober.

Corona in Bayern: Hospitalisierungsinzidenz steigt weiter an

Erstmeldung vom 24. November, 13.35 Uhr: München - Es ist wahrscheinlich noch keine Trendumkehr, aber dennoch ein Schritt in die richtige Richtung: Die Inzidenz in Bayern ist am heutigen Mittwoch, 24. November, leicht gesunken - aber nur hinter dem Komma. Sie liegt bei 644,3 (Vortag: 644,9). Mehr getan hat sich bei den Hotspot-Regionen. Nur noch acht Kreise und Städte liegen über 1000. Hier gehen die Menschen ab morgen in den Lockdown. Die neuen Regeln wurden gestern vom Landtag nach der Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder abgesegnet.

Neben der Inzidenz ist vor allem die Belegung der Krankenhäuser von entscheidender Bedeutung. Hier spricht man von einer sogenannten Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gab hier einen Wert von 9,6 (Stand: 23. November) an. Am Vortag lag der Wert noch bei 8,7. Die Kliniken füllen sich also immer rasanter. Nur noch 294 von 3190 Intensivbetten sind im Freistaat unbelegt. 975 Menschen müssen intensivmedizinisch wegen einer Covid-19-Infektion behandelt werden. 515 davon werden beatmet.

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Corona in Bayern: Intensivpatienten werden in andere Bundesländer verlegt

Die Situation an bayerischen Krankenhäusern ist mittlerweile so dramatisch, dass bereits Vorbereitungen getroffen wurden, eine größere Anzahl an Intensivpatienten in andere Bundesländer zu verlegen. Für den Freistaat sei dazu inzwischen das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands aktiviert. Das teilte die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in der Nacht zum Mittwoch mit.

In den nächsten Tagen soll eine größere Anzahl an Patienten in andere Kleeblatt-Regionen verlegt werden. Bayern ist in der Notfall-Struktur das Kleeblatt Süd. Auch die ebenfalls besonders von Corona betroffenen Länder Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg haben den Angaben nach das Konzept aktiviert, sie gehören zum Kleeblatt Ost. Aktuell gab es zuletzt im Norden und in Hessen noch freie Kapazitäten. (tel mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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