Stifte und eine Maske auf einem Tisch.
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Bevor weitere Schulklassen zurück in den Unterricht sollen, haben Lehrer eine Forderung. (Symbolbild)

Kein „Schnellöffnungswettbewerb“

Corona in Bayern: Noch mehr Schulklassen zurück in den Präsenzunterricht? Lehrer haben klare Forderung

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Aufgrund der Corona-Pandemie befinden sich viele Schüler im Homeschooling. Sollten bald weitere Klassen in die Schulen zurückgeholt werden? Bayerns Lehrer haben eine Forderung.

München - Ohne rasche Corona-Impfungen* des Schulpersonals sollten nach Ansicht von Bayerns Lehrern nicht noch mehr Klassen in die Schulen zurückgeholt werden. „Alle Lehrerinnen und Lehrer und das gesamte Personal an Schulen müssen geimpft werden, bevor sie in den Präsenzunterricht gehen“, sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, am Dienstag in München. „Die Testkonzepte*, der Grenzwert der Sieben-Tage-Inzidenz* von 100 und die Impfstrategien* müssen einheitlich, professionell und konsequent vor Ort eingehalten werden.“

Corona: Lehrer dringen auf rasche Impfungen des Schulpersonals und Tests

Der Verband Deutscher Realschullehrer dringt auf ein sofortiges Impfangebot für die Pädagogen in allen Bundesländern. Es müsse außerdem eine klare und umfassende Teststrategie für alle Schulen entwickelt werden. „Es ist nicht die Zeit für einen Schnellöffnungswettbewerb. Die Gefahr für einen Rückfall ist viel zu groß“, sagte der Bundesvorsitzende Jürgen Böhm anlässlich der Beratungen von Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch. „Wir wollen die erreichten Erfolge schließlich nicht in einer dritten Welle ertränken.“

Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler und Schülerinnen in Bayern können sich seit dieser Woche regelmäßig selbst auf Corona* testen - kostenlos. 1,3 Millionen Selbsttests sollten nach Angaben des Gesundheitsministeriums an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert werden.

Video: Corona regional: Das Update für Bayern

Corona in Bayern: Grundschüler und Abschlussklassen im Präsenzunterricht

Seit Montag, 22. Februar, dürfen Grundschüler im Freistaat wieder in die Schulen - wenn auch nur im Wechselunterricht. Auch die Abschlussjahrgänge haben wieder Präsenzunterricht. Allerdings nur in Städten und Landkreisen, in denen die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt.

Seit Anfang Februar erhalten schon die Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen Präsenzunterricht. (kam/dpa)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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