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Alle Corona-Hotspots liegen in Bayern - einer mit der Inzidenz 416

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Von: Katharina Haase

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Die neun höchsten Corona-Inzidenzen liegen alle im Freistaat. Teilweise mit Werten über 400. Ministerpräsident Söder sprach sich nun gegen das Ende der epidemischen Lage aus.

Update vom 21. Oktober, 12.30 Uhr: In einigen Landkreisen rund um München sind die Corona-Zahlen besonders hoch, wie beispielsweise in Bad-Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Doch vor allem, wenn man sich einzelne Gemeinden anschaut, kommt man zu teils bestürzenden Ergebnissen. So kratzt eine kleine Gemeinde im Landkreis Ebersberg derzeit haarscharf an einer 1000er-Inzidenz.

München - Die Corona*-Inzidenz steigt weiter, in ganz Deutschland und auch in zahlreichen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Am Donnerstag, 21. Oktober, gab es erstmals seit Mitte April wieder einen Wert über 400 in einem bayerischen Landkreis. Das zeigen die Zahlen des Robert Koch-Instituts, die jeden Morgen um 3.15 Uhr veröffentlicht werden. Mit einem Wert von 416,6 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist das Berchtesgadener Land auch bundesweit die höchste Inzidenz auf.

Doch auch auf den folgenden acht Plätzen der Hotspot-Liste sind ausschließlich bayerische Städte und Landkreise zu finden. Die bundesweit neun höchsten 7-Tage-Inzidenzen* in Landkreisen oder kreisfreien Städten kommen aus dem Freistaat. Hinter dem Berchtesgadener Land folgen die Landkreise Mühldorf am Inn mit 399,2, Traunstein mit 375,2 und Straubing-Bogen mit 347,9.

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In ganz Bayern liegt die Inzidenz inzwischen bei 141. Das ist der zweithöchste Wert in Deutschland. Die höchste Inzidenz hat Thüringen mit 172,2. Mittlerweile ist für die Einleitung von Corona-Schutzmaßnahmen in Bayern allerdings die Inzidenz nicht mehr der wichtigste Wert. Dies ist vielmehr die Krankenhaus-Ampel, die laut dem bayerischen Gesundheitsministerium im Freistaat weiter auf Grün steht.

HospitalisierungIntensivbettenauslastung
GrenzwertGelb bei 1200Rot bei 600
Stand 21. Oktober366270

Die Inzidenzzahlen geben aber einen Eindruck der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Sie beruhen auf der Meldung des RKI vom Freitagmorgen und können sich nachträglich noch ändern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte erst vor wenigen Tagen gefordert, die „epidemische Lage“ in Deutschland End November auslaufen zu lassen. Diese vereinfacht den Beschluss von Maßnahmen wie Lockdowns und ähnlichem. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte angesichts der steigenden Zahlen seine Verwunderung über diesen Vorschlag ausgedrückt.

Ende der epidemischen Lage: Söder warnt - „ein Stück weit wehrlos“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor dem Ende der epidemischen Lage auf Bundesebene. Wenn
dies passiere, „gibt es de facto keine Rechtsgrundlage mehr - egal für was. Weder für das Testen in der Schule, noch für Masken, noch für ganz normale Ideen wie 3G plus, oder 2G oder 3G“, sagte er am Donnerstagmorgen im Bayerischen Rundfunk. In diesem Moment sei dann „nicht einfach Freedom Day, sondern dann gibt es gar keine Möglichkeit mehr. Ein Stück weit ist die Gesellschaft dann auch wehrlos.“ Dann müsste jeder einzelne für seinen Schutz sorgen. Vor allem in Hinblick auf die steigenden Inzidenzen an Schulen ist Söder in Sorge. Da viele Kinder und Jugendliche noch nicht geimpft sind, kann das Virus sich dort am ehesten ungebremst ausbreiten. kah/dpa*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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