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Start für digitalen Impfpass: Bayern-Portal zunächst nicht erreichbar - Sprecherin sieht dennoch guten Auftakt

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    VonFranziska Konrad
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Die Inzidenz in Bayern ist weiter im Sinkflug. Wird die Maskenpflicht bald abgeschafft? Auch der digitale Impfpass ist jetzt verfügbar. Alle News im Ticker.

  • Erneut sind die Corona-Zahlen im Freistaat gesunken (Siehe Update vom 15. Juni, 6.36 Uhr).
  • Im Freistaat ist jetzt ein digitaler Impfpass verfügbar (Siehe Update vom 14. Juni, 16.50 Uhr).
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Update vom 15. Juni, 6.29 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat sinkt weiter. Am Dienstagmorgen meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 18,8. Zum Vergleich: Am Vortag lag dieser noch bei 20,1. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden den Gesundheitsämtern 67 Infizierte gemeldet, 12 Personen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben.

Ähnlich ist auch die Entwicklung in der bayerischen Landeshauptstadt: Hier liegt die Sieben-Tage-Inzidenz heute bei 15,8 (Vortag: 18.1).

Corona in Bayern: Kabinett analysiert Pandemie-Lage im Freistaat

Update vom 14. Juni, 18.08 Uhr: Das bayerische Kabinett will bei seiner Sitzung am Dienstag (10.00 Uhr) die Situation rund um die Corona-Pandemie in Bayern analysieren. Zur Sitzung sollen auch Virologen ihre Expertenmeinung preisgeben, sagte ein Regierungssprecher im Vorfeld. Zu den Themen werden der Stand bei der Impfstoffbeschaffung, der Start des digitalen Impfpasses sowie der Umgang mit der Pandemie in Schulen und Kindergärten gehören. Nach den Beratungen werden Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor die Presse treten (13.00 Uhr).

Update vom 14. Juni, 16.42 Uhr: Der Start des digitalen Impfpasses in Bayern ist nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes ohne gravierende Hindernisse verlaufen. Bundesweit hätten bis Montagmittag, 14.00 Uhr, 400.000 Menschen ihre Covid19-Impfungen aus dem Impfbuch mit Hilfe eines QR-Codes auf ihr Smartphone übertragen lassen, sagte eine Verbandssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Zahl für Bayern sei bisher nicht ermittelt worden. Im Freistaat nehmen zwei Drittel der 3000 Apotheken an der Aktion teil. 

Corona: Digitaler Impfpass jetzt in Bayern verfügbar - Sprecherin sieht gelungenen Auftakt

Am Morgen sei das entsprechende Portal vorübergehend technisch nicht erreichbar gewesen. Dies sei aber eine angekündigte Wartung gewesen. Abgesehen von kleineren Problemen sei es nicht zu nennenswerten Störungen gekommen, betonte die Sprecherin. 

Update vom 14. Juni, 12.23 Uhr: Die Corona-Zahlen sinken, wird deshalb nun bald die FFP2-Maskenpflicht aufgehoben? Klaus Holetschek äußerte sich kürzlich im BR vorsichtig. Am Montag legte er im BR24Live nach. „Ich nehme das wahr, dass da schon eine Art Wettbewerb stattfindet, wer schneller und öfter eine Aussage zu dem Thema trifft“, merkte Bayerns Gesundheitsminister an. Es sei aber eben auch klar, „dass wir eine Delta-Mutation haben“ und die sei viel ansteckender. Bayern setze deshalb weiter auf den Kurs der Vorsicht. Außerdem habe man erst kürzlich größere Lockerungen verkündet.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurde deutlicher. Bei einer Pressekonferenz mit Peter Altmaier zur bayerischen Wasserstoffstrategie erklärte er auf Nachfrage, man solle „nicht immer alles sofort aufheben, wenn‘s besser wird.“ Außerdem habe man in Bayern erst vor einer Woche gelockert. „Ich rate zur Zurückhaltung,“ sagte er deshalb. Neben dem Impfstoff sei die Maske das einzig Wirksame. Er wunderte sich außerdem über den Bund, wie er erklärte. Eine Ministerin würde die komplette Aufhebung der Maskenpflicht fordern, der nächste Minister sage etwas ganz Anderes.

Update vom 14. Juni, 5.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist leicht gesunken und liegt bei 20,1. Am Vortag betrug sie nach RKI-Angaben 20,6. Hotspot Nummer 1 in Deutschland bleibt die Stadt Schweinfurt mit einem Wert von 82,4 (Vortag; 86,1). Auf Platz zwei folgt der Kreis Lindau (72,0 / Vortag: 73,2). Die Kreise Günzburg (52,0), Kronach (47,9) sowie die Stadt Ansbach (47,8) folgen auf den Plätzen sechs, neun und zehn.

Die Inzidenz in der Landeshauptstadt bleibt stabil niedrig. Für München meldete das RKI am Montag einen Wert von 18,1. Am Sonntag wurde er mit 18,3 angegeben. Am Samstag lag er noch bei 20.

Corona in Bayern: Fällt die Maskenpflicht? Holetschek bleibt im BR vorsichtig

Update vom 13. Juni, 19.08 Uhr: Die Corona-Infektionen sinken, die Temperaturen steigen. Dabei ergibt sich eine Debatte um die Maskenpflicht in Deutschland. Die Stimmen für eine Abschaffung werden immer lautet, doch Bayerns Gesundheitsminister bleibt zurückhaltend. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk äußerte sich Klaus Holetschek (CSU) zur neu aufgekommenen Debatte. Alle Corona-Maßnahmen würden in Bayern ständig neu bewertet, Forderungen aus Berlin habe man daher nicht nötig. Zuvor hatte etwa Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) gefordert, die Maßnahmen stets neu zu überprüfen.

Holetschek äußerte Verständnis für all die Menschen, die sich nach weiteren Lockerungen sehnten. Man sei jedoch in keinem „Überbietungswettbewerb“, so der Minister weiter. „Die Außenbereiche sind sicher anders zu bewerten als innen,“ so Holetschek, der zustimmte, dass jede Situation stets individuell betrachtet werden müsse.

Coronavirus: Bayerns Sieben-Tage-Inzident liegt bei 20,6 - Hotspots liegen im Freistaat

Update vom 13. Juni, 8.05 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern liegt bei 20,6. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor (Stand 3.11 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch bei 22 gelegen. Deutschlands Corona-Hotspots liegen derweil in Bayern: Für die Stadt Schweinfurt meldete das RKI eine Inzidenz von 86,1. Auf Platz zwei folgt der Kreis Lindau (73,2) - siehe dazu auch das Update vom 12.6. um 15.02 Uhr. Die Stadt Ansbach (52,6) und der Kreis Günzburg (48,0) folgen auf Rang sieben und zehn. Niedrig bleibt der Wert dagegen in der Landeshauptstadt: Für München meldet das RKI eine Inzidenz von 18,3. Am Vortag hatte sie noch bei 20 gelegen.

Update vom 12. Juni, 17.46 Uhr: Keine Maskenpflicht am Platz und im Freien für Grundschüler fordert der Landkreis Rhön-Grabenfeld in Unterfranken. Jedoch macht die Regierung von Unterfranken den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Sie lehnte den Antrag ab. Das teilte der Landkreis am Samstag mit. Damit gelte auch ab Montag die Maskenpflicht weiter, so eine Sprecherin.

Hohe Temperaturen und regelmäßige Corona-Test würden Maskenpflicht obsolet machen

Begründet hat Landrat Thomas Habermann (CSU) die Forderung mit den stabilen, niedrigen Inzidenzwerten in seiner Region. Das RKI gab für den Landkreis Rhön-Grabenfeld am Samstag eine Inzidenz von 8,8 aus. Außerdem gebe es für die Schüler regelmäßig Tests, so Habermann. Die sommerlichen Temperaturen seien für die Kinder mit Maske eine zusätzliche Belastung.

Ähnlich wie Habermann sehen das auch die Politiker der Freien Wähler (FW). Kultusminister Michael Piazolo will aufgrund der sinkenden Zahlen ebenfalls von der Maskenpflicht Abstand nehmen. Ebenso wie sein Parteichef Hubert Aiwanger. Das unterstrich der FW-Chef noch einmal am Samstag. Der Koalitionspartner CSU machte allerdings bislang keine Anstalten, an der Regelung etwas zu ändern.

Update vom 12. Juni, 15.02 Uhr: Auch wenn die Corona-Zahlen im Freistaat sinken (siehe Ursprungsmeldung), bereitet eine Region dem Freistaat gerade Sorgen: Mit einem aktuellen Wert von 75,6 ist der Landkreis Lindau deutschlandweit der Ort mit der höchsten Inzidenz.

Corona in Bayern: Landkreis Lindau mit höchster Inzidenz in Deutschland - Kaum Infektion an Schulen

Inzwischen hat der Landkreis am Bodensee mitgeteilt, dass es kein „diffuses“ Infektionsgeschehen gebe. „Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Kaum Infektionen habe es auch an Schulen gegeben, „hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten“. Der zweite deutschlandweite Hotspot liegt mit Schweinfurt übrigens ebenfalls in Bayern. Hier liegt die Inzidenz am Samstag bei 74,9.

Erstmeldung vom 12. Juni, 13.30 Uhr: München - Keine großen Sprüngen macht derzeit die Inzidenz im Freistaat. Sie pendelt nach wie vor bei einem Wert um die 20. Am heutigen Samstagmorgen meldet das RKI für Bayern eine Infektionsrate von 22. Zum Vergleich: Am Freitag, 11. Juni, lag diese bei 21,9, am Donnerstag, 10. Juni, bei 22. Binnen der letzten 24 Stunden wurden insgesamt 17 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus* registriert.

Corona: Inzidenz in München liegt unter bayernweitem Durchschnitt - Digitaler Impfpass startet

Ähnlich schaut die Lage in der bayerischen Landeshauptstadt aus: Mit einem Wert von 20 (Vortag 20,1) liegt München sogar unter der landesweiten Inzidenz.

Auch in Puncto Corona-Impfung* geht es voran: Ab nächster Woche soll es den digitalen Impfnachweis Schritt für Schritt unter anderem in Apotheken geben. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hält einen holprigen Start für möglich. „In der Abwicklung könnte es schon das eine oder andere Problem geben. Es wird immer Fehler geben, nur wer nichts macht, macht nichts falsch“, sagt der CSU-Politiker der Zeitung „Main-Echo“.

Beim digitalen Nachweis für die Impfung gebe es unterschiedliche Gruppen. Holetschek: „Wer in den Impfzentren geimpft wird,
bekommt das nötige Zertifikat jetzt direkt ausgehändigt. Die technischen Voraussetzungen sind gegeben.“

Corona in Bayern: Digitaler Impfpass - „Jeder soll schnell und einfach Zertifikat bekommen“

Für diejenigen, die bereits in einem Impfzentrum geimpft wurden, soll es über eine „Schwester-Internetseite von BayIMCO“ (dem bayerischen Impfportal) einen Zugang zum Zertifikat geben. Für alle anderen soll der Weg über Hotlines, die Apotheken und die Arztpraxen führen. „Unser Anspruch: Jeder soll möglichst schnell und einfach das Zertifikat bekommen können, um es in die beiden Apps CovPass oder die Corona-Warn-App hochladen zu können“, betont der Gesundheitsminister.

Digitaler Impfpass hin oder her: Das gelbe Impfbüchlein bleibt trotzdem gültig. „Meine 89-jährige Mutter hätte sich niemals digital fürs Impfen anmelden können - das habe ich für sie gemacht, genauso wie viele Angehörige von Hochbetagten im Freistaat“, sagte Holetschek.

Mit Videos in 20 Sprachen will die bayerische Staatsregierung nun außerdem auch Menschen mit unzureichenden Deutschkenntnissen über die hohe Bedeutung der Schutzimpfungen aufklären.

Corona in Bayern: Videos in 20 Sprachen sollen über Impfung aufklären

„Es gibt meist keine grundsätzliche Skepsis gegenüber einer Impfung. Oftmals handelt es sich um eine Sprachbarriere“, sagt die bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer am Freitag in München. Nach wie vor sei der Bedarf an niederschwelligen Informationen für Menschen hoch.

Die Integrationsbeauftragte sieht trotz des zunehmenden Erfolgs der bundesweiten Impfkampagne noch große Herausforderungen bei einzelnen Gesellschaftsgruppen: „Wir möchten mit dieser Kampagne alle mitnehmen. Daher ergänzen wir unsere #Impfbotschafter-Kategorie regelmäßig um neue Sprachen. Neu dazugekommen sind Thailändisch, Vietnamesisch und eine Version für gehörlose Menschen.“

Corona-Impfung: Videokampagne mit 27 Clips in 20 Sprachen

Bereits seit Anfang Mai läuft die Videokampagne. In den Clips werben Menschen mit selbstgedrehten Kurzvideos in unterschiedlichen Herkunfts- und Muttersprachen für eine Corona-Impfung. Bisweilen stehen 27 Videos in 20 Sprachen zur Verfügung. Weitere sollen folgen. Sie sind abrufbar auf dem Youtube-Kanal der Integrationsbeauftragten.

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Rubriklistenbild: © Tobias Hase

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