Pandemie-News im Ticker

Schon seit gestern: Corona-Maskenpflicht in München wird abgeschafft

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    VonKatharina Haase
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Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt weiter, bereits am Mittwoch gibt es im Freistaat eine weitere Lockerung. Zusätzlich entfällt die Maskenpflicht in München. Alle News im Ticker.

  • Die Corona*-Zahlen in Bayern sind weiter im Sinkflug (siehe Update vom 9. Juni, 6.24 Uhr).
  • Bereits ab dem heutigen Mittwoch gibt es eine neue Lockerung (siehe Update vom 8. Juni, 11.35 Uhr).
  • Alle News aus Bayern gesammelt auf einen Blick finden Sie auf unserer brandneuen Bayern-Home.*

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 9. Juni, 6.24 Uhr: Die Inzidenz in Bayern ist erneut gesunken. Sie liegt nach RKI-Angaben nun bei 22,0 (Vortag: 23,6). Der Landkreis Kronach ist mit einer Inzidenz von 62,9 aktuell der Landkreis mit der höchsten Inzidenz in Bayern. Jedoch sank auch hier der Wert im Vergleich zum Vortag (83,9) rapide. Die Stadt Schweinfurt (52,4) weist im Freistaat die zweithöchste Inzidenz auf. In München liegt die Inzidenz am Mittwoch bei 18,8. Am Vortag hatte sie bei 21,2 gelegen. Das geht aus Daten des RKI (Stand 3.12 Uhr) hervor. Ab dem heutigen Mittwoch entfällt in München aufgrund der niedrigen Inzidenzen nun auch die Maskenpflicht in der Innenstadt und auf öffentlichen Plätzen. Auch das Alkoholverbot soll gelockert werden. Am niedrigsten ist die Inzident derzeit in den Landkreisen Tirschenreuth (2,8) und Bayreuth (2,9).

Update vom 8. Juni, 20.01 Uhr: Jetzt ist es offiziell! Die Maskenpflicht in der Münchner Innenstadt fällt - und das schon ab morgigen Mittwoch. Die Pressemitteilung der Stadt München im Wortlaut:

"Für die Münchner Innenstadt wird die Maskenpflicht unter freiem Himmel schon ab dem morgigen Mittwoch, 9. Juni, aufgehoben. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter jetzt beschlossen. Bislang galt zwischen 9 und 21 Uhr eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone und Umgebung.

Zudem wird das bislang geltende Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum gelockert. Ebenfalls bereits ab dem morgigen Mittwoch, 9. Juni, wird es in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt aufgehoben und gilt dann nur noch jeweils ab 20 Uhr (bisher 18 Uhr) bis 6 Uhr auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen.““

Update vom 8. Juni, 11.35 Uhr: Bayerns Spielbanken dürfen wieder öffnen. Schon ab dem morgigen Mittwoch kann wieder am Roulette- und Black-Jack-Tisch und an den Automaten gespielt werden. Das teilte das Bayerische Finanzministerium am Dienstag mit. Voraussetzung für die Wiedereröffnung: eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 100, was an den Standorten aller neun bayerischen Spielbanken der Fall sei. Schon 2020 hätten die Betreiber der Spielbanken mit den Gesundheitsbehörden Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt, die nun wieder umgesetzt würden.

Die Gäste müssen in den Spielbanken aber eine FFP2-Maske tragen. Darüber hinaus schützen Plexiglasscheiben an den Spieltischen Gäste und Mitarbeiter. Es werden Desinfektionsmittelspender bereitgestellt, Jetons und Chips regelmäßig desinfiziert. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, ist ein aktueller negativer Corona-Test erforderlich. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, braucht allerdings keinen Test.

Die neun bayerischen Spielbanken werden alle vom Freistaat Bayern betrieben. Sie befinden sich in Bad Füssing (Landkreis Passau), Bad Kissingen, Bad Kötzting (Landkreis Cham), Bad Reichenhall, Bad Steben (Landkreis Hof), Bad Wiessee (Landkreis Miesbach), Feuchtwangen (Landkreis Ansbach), Garmisch-Partenkirchen und Lindau. Im November 2020 mussten sie wegen des Lockdowns geschlossen werden.

„Ganz wichtiges Signal“: Söder sieht Meilenstein in Corona-Krise erreicht - Bayern-Inzidenz sinkt weiter

Update vom 8. Juni, 7.25 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hofft auf positive Effekte durch die auch in München ausgerichtete Fußball-EM, die am kommenden Freitag beginnt. „Ich glaube schon, dass es ein ganz wichtiges Signal ist“, sagte der 54-Jährige am Montagabend nach dem 7:1 der deutschen Nationalmannschaft im letzten Testspiel gegen Lettland bei RTL.

Bei den vier EM-Partien in München, darunter die drei Gruppenspiele der DFB-Auswahl, vor jeweils 14.000 Zuschauern werde es zwar strenge Corona-Auflagen geben, „dass man mit gutem Gewissen ins Stadion gehen kann“, sagte Söder. Die Zulassung der Fans werden aber zwei Dinge „auslösen“. Zum einen könne der Rückhalt der Mannschaft helfen, „umgekehrt gibt es ein neues Lebensgefühl, eine neue Lebensfreude“, sagte Söder mit Blick auf die Corona-Krise. Die EM komme zu einem guten Zeitpunkt.

Update vom 8. Juni, 6.14 Uhr: Die Inzidenz in Bayern ist erneut gesunken. Sie liegt nach RKI-Angaben nun bei 23,6 (Vortag: 24,6). Der Landkreis Kronach ist mit einer Inzidenz von 83,9 aktuell der Landkreis mit der höchsten Inzidenz in Bayern. Auch in Gesamt-Deutschland ist er damit trauriger Spitzenreiter und landesweit Corona-Hotspot Nummer 1. Der Landkreis Schweinfurt (63,6), weist im Freistaat die zweithöchste Inzidenz auf. Im deutschlandweiten Vergleich liegt er auf Rang 6. In München liegt die Inzidenz bei 21,2. Das geht aus Daten des RKI (Stand 3.12 Uhr) hervor. Am Montag hatte der Wert noch bei 22,6 gelegen.

Erstimpfung mit Astrazeneca, Zweitimpfung mit Biontech – wie gut ist die Verträglichkeit und Wirksamkeit dieser Impfstoff-Kombination? Eine Corona-Studie der Charité in Berlin zeigt es.

Corona-Impfung in Bayern und der Nachweis: Viele machen folgenschweren Fehler nach der Zweitimpfung

Update vom 7. Juni, 15.47 Uhr: Ab dem 19. Juli soll es offiziell losgehen mit dem digitalen Impfnachweis. Mit diesem Zertifikat soll es einfacher sein, Lockerungen für Geimpfte wahrnehmen zu können. Und in Bayern soll das ganze auch recht unkompliziert vonstattengehen. Lediglich ein Account auf der bayerischen Impfplattform BayIMCO ist dafür notwendig, schreibt die Stadt Nürnberg* in einer Pressemitteilung. Das könnte jedoch für manchen Geimpften zum Problem werden.

Denn möglicherweise haben einige der rund 2,8 Millionen Zweitgeimpften in Bayern (oder im Fall von Johnson & Johnson Erstgeimpften) bereits ihr Konto auf der Plattform gelöscht. Um dann dennoch problemlos an einen digitalen Nachweis zu kommen, arbeitet das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gerade an einer alternativen Lösung. Für die, die ihren Account noch besitzen, soll es ab 19. Juli eine einfache Möglichkeit geben, den Impfnachweis auf dem Portal herunterzuladen.

Bei den Hausärzten gestaltet sich die Vergabe eines digitalen Nachweises etwas anders. Vollständig Geimpfte werden von ihrem Arzt an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Dort soll dann der Impfausweis per QR-Code generiert werden. Mehr Details seien bislang aber noch nicht bekannt, heißt es in der Meldung weiter. Die Stadt Nürnberg rät allerdings allen Geimpften ihre Unterlagen (Impfdokumentation, Impfpass) sorgfälltig aufzubewahren und ihren Account auf BayIMCO nicht zu löschen.

Söder lobt Corona-Politik in Bayern

Update vom 7. Juni, 10.01 Uhr: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt äußerte sich auch CSU-Chef Markus Söder zum Erfolg von Reiner Haseloff und der CDU. Bayerns Ministerpräsident ging in seinem kurzen Presse-Statement auch auf die Corona-Lage in Bayern ein. „Die Zahlen entspannen sich deutlich. (...) Die Corona-Pandemie-Politik war sehr erfolgreich“, resümierte er. Die Entbehrungen hätte sich laut Söder gelohnt.

Update vom 7. Juni, 9.09 Uhr: Seit heute gelten weitere Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern - einen Überblick finden Sie hier.* Die Erleichterungen wurden von vielen Menschen lange herbeigesehnt und auch die Gewerkschaft der Polizei „begrüßt die durch Ministerpräsident Söder am Freitag verkündeten (...) inzidenzbedingten Lockerungen. Es ist das richtige Signal für eine kontrollierte Rückkehr zur Normalität“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Aber: Wir akzeptieren nicht die Gewaltausbrüche und Übergriffe auf Polizeieinsatzkräfte durch Feierwütige, wie am Wochenende in Nürnberg geschehen*“, heißt es weiter.

Die Lockerungen seien eine gesellschaftliche Verantwortung für alle, „mit der neugewonnenen Freiheit nicht leichtfertig umzugehen.“ Die GdP Bayern verurteilt jeglichen Angriff auf Einsatzkräfte: „Als Polizei schützen wir die freiheitlich demokratische Grundordnung zum Wohle von uns Allen und schaffen so die Basis für unser freies und geordnetes Leben. Aus diesem Grund ist es an der Zeit, seitens der Justiz zu handeln und derartige ignorante und aggressive Krawallmacher mit aller Härte des Gesetzes abzuurteilen.“

Corona-Inzidenz in Bayern sinkt - Grenzwert in München liegt bei 22,6

Update vom 7. Juni, 6 Uhr: Die Inzidenz in Bayern liegt nach RKI-Angaben bei 24,6 (Vortag: 25,3). Mit einer Inzidenz von 80,9 ist der Landkreis Kronach Bayerns Corona-Hotspot Nummer 1. Deutschlandweit liegt der oberfränkische Landkreis damit auf Platz zwei. Der Landkreis Günzburg (73,2) folgt direkt dahinter. Der Kreis Neu-Ulm (63,9) belegt deutschlandweit Rang acht. In München liegt die Inzidenz bei 22,6. Das geht aus Daten des RKI (Stand 3.11 Uhr) hervor. Am Sonntag hatte der Wert noch bei 23,0 gelegen.

Aufgrund der sinkenden Corona-Zahlen im Freistaat hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder weitreichende Lockerungen ab dem heutigen Montag angekündigt - einen Regel-Überblick finden Sie hier.*

Corona in Bayern: Zahlen weiter im Sinkflug - doch neuer Test-Skandal überschattet Freude auf Lockerungen

München - Die Corona-Zahlen in Bayern sind weiter sehr niedrig. Am Sonntag, 6. Juni, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von 3.12 Uhr bei 25,3 und somit nur knapp über dem Bundesdurchschnitt von 24,7. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden dem RKI 504 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, sieben Menschen verstarben in dem Zeitraum an einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der aktiven Coronafälle im Freistaat liegt nun bei etwa 10.400 und somit wieder rund 300 Fälle niedriger als noch am Samstag.

Corona in Bayern: Ehemalige Hotspots jetzt Vorbild-Regionen - Fallzahlen extrem niedrig trotz Grenze

Kein Landkreis in Bayern - und dem RKI zufolge in ganz Deutschland, hat noch eine Inzidenz die den Wert von 100 überschreitet. Mit 71,9 liegt der Landkreis Kronach allerdings deutschlandweit auf Platz vier der Landkreise mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Danach folgt auf Platz Sieben der Landkreis Günzburg mit 64,6. Den nach wie vor neidrigsten Wert im Freistaat weist die Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 2,3 aus. Es folgen der Landkreis Tirschenreuth mit 2,8 und der Landkreis Cham mit 3,9. Beide Landkreise hatten zu früheren Zeitpunkten jeweils als Top-Hotspots in Deutschland gegolten und enorm hohe Fallzahlen aufgewiesen. Als eine der möglichen Ursachen wurde dabei angesehen, dass beide Landkreise an das damals deutlich stärker als Deutschland betroffene Tschechien grenzen.

Wegen sinkenden Fallzahlen: Umfassende Lockerungen der Corona-Regeln im Freistaat

Aufgrund der sinkenden Fallzahlen und der Stabilisierung derselben auf einem niedrigen Niveau hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) erfreuliche Lockerungen der Corona-Regeln für Bayern verkündet. Diese gelten bereits ab dem morgigen Montag, 7. Juni. Unter anderem plant die bayerische Staatsregierung die Öffnung der Innengastronomie*.

Einen Überblick darüber, was sich dabei alles ändern wird, finden Sie hier: Corona-Regeln und neue alten Freiheiten in Bayern ab Montag.*

Trotz sinkender Fallzahlen in Bayern: Skandale überschatten Test-Strategie der Regierung

Doch nicht alles läuft rosig im Freistaat. Nach dem Skandal um die falsche Abrechnung von Corona-Tests wurde nun womöglich eine weitere Betrügerei mit den Schnelltests aufgedeckt. Konkret handelt es sich dabei um den Fall eines Rentners aus München, der, obwohl gar nicht getestet, ein negatives Ergebnis an seine Mail-Adresse gesendet bekommen hatte. Nach Überprüfung des Falls wurden vier Teststationen in München, darunter am Biergarten Seehaus im Englischen Garten und an der Hackerbrücke, geschlossen. Sie wurden von einer Firma aus Starnberg betrieben. Ein Sprecher der Firma bestätigte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zwar die Schließung der Test-Stationen, deutete aber an, dass es sich bei dem Vorfall auch um eine Verwechslung handeln könnte. Die Ermittlungen laufen. kah

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Rubriklistenbild: © Michael Westermann

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