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„Die Kliniken laufen voll“: Landshuts Lage extrem angespannt - ein Faktor verschärft die Situation

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Von: Katarina Amtmann

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Corona-Inzidenz
Intensivpflegerinnen auf der Covid-19-Intensivstation einer Klinik. (Archivbild) © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt, die Situation auf Intensivstationen ist teils dramatisch. Eine bayerische Region informierte dazu auf einer Pressekonferenz.

Update vom 4. November, 16.04 Uhr: „Die Kliniken laufen voll.“ Das sagte Landshuts Landrat Peter Dreier am Vormittag bei einer Pressekonferenz. Oberbürgermeister Alexander Putz machte die niedrige Impfquote für die hohen Infektionszahlen verantwortlich. Er appellierte an die ungeimpften Bürger, sich impfen zu lassen: „Es geht nicht nur um mein persönliches Risiko (...) Es ist auch eine Frage der Solidarität“ (siehe vorheriges Update).

Corona: Holetschek vorerst gegen Impfpflicht in Pflegeheimen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich vorerst gegen eine Impfpflicht für Mitarbeiter in Pflegeheimen ausgesprochen. „Wir haben uns im Moment noch darauf verständigt, gerade in Bayern, dass es keine Impfpflicht gibt - und dabei bleibt es jetzt auch“, sagte Holetschek zum Auftakt der zweitägigen Gesundheitsministerkonferenz in Lindau am Bodensee. Man werde die Lage aber „weiter genau beobachten“.

Statt einer Impfpflicht solle nun die Testpflicht in den Einrichtungen für Besucher und Mitarbeiter ausgeweitet werden, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz weiter. Demnach sollen sich auch Geimpfte und Genesene regelmäßig testen lassen müssen. „Impfen ist nach wie vor freiwillig“, betonte Holetschek. „Ich sage aber auch: Impfen ist keine Privatsache.“

„Die Kliniken laufen voll“: Landshuts Lage extrem angespannt - ein Faktor verschärft die Situation

Update vom 4. November, 11.45 Uhr: Die Lage in Bayerns Krankenhäusern ist angespannt - auch in Landshut. Dort liegen vorwiegend ungeimpfte Corona-Patienten, wie Landrat Peter Dreier am Vormittag erklärte: „Unsere Kliniken laufen voll.“ Man habe außerdem einen Personalverlust zu beklagen, krankheitsbedingte Ausfälle kämen hinzu. Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz machte die niedrige Impfquote für die hohen Infektionszahlen verantwortlich. Er appellierte an die ungeimpften Bürger, sich impfen zu lassen: „Es geht nicht nur um mein persönliches Risiko (...) Es ist auch eine Frage der Solidarität.“

Corona: Inzidenzen steigen, Belegung der Betten auch

Update von 11.13 Uhr: Jürgen Königer, Ärztlicher Leiter Krankenhauskoordination im Rettungsdienstbereich Landshut, hat nun das Wort. Die Inzidenzen steigen, auch in und um Landshut. Das schlägt sich dann auch in der Bettenbelegung im Krankenhaus nieder. 48 belegte Covid-Betten gibt es in Landshut aktuell - Tendenz steigend.

Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt: „Viele wollen es vielleicht nicht hören...“

Update von 11.07 Uhr: Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz spricht nach Landrat Peter Dreier. „Viele wollen es vielleicht nicht hören“, so Putz. Man halte es aber für notwendig über die schwierige Lage zu informieren. Er spricht von einem „rasanten Anstieg“ an Corona-Patienten. Man könne nicht warten, bis die Zahlen noch höher werden. Er rechnet mit baldigen Regelverschärfungen - wenn die Ampel umspringt.

Als Hauptursache macht Putz die niedrige Impfquote aus. Er appelliert an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen: „Es geht nicht nur um mein persönliches Risiko (...) Es ist auch eine Frage der Solidarität.“

„Unsere Kliniken laufen voll“ - Corona-Lage in Bayern weiter angespannt

Update von 11 Uhr: Die Pressekonferenz in Landshut beginnt. Landrat Peter Dreier hat das Wort. Man stelle einen sehr starken Anstieg in den letzten Wochen fest. „Unsere Kliniken laufen voll“, warnt er. Auf den Intensivstation befänden sich vor allem ungeimpfte Covid-Patienten. Sie würden die Ressourcen für andere Patienten „blockieren.“ Es gebe auch schon erste Einschränkungen bei planbaren Operationen, die ein Intensivbett benötigen würden. Man habe außerdem einen Personalverlust zu beklagen, krankheitsbedingte Ausfälle kämen hinzu.

Man benötige dringend „auch von Seiten des Bundes wieder eine Unterstützung“, so Dreier - Stichwort Planungssicherheit.

Die Pressekonferenz aus Landshut im ReLive

Lage auf Intensivstationen in bayerischer Region angespannt - ein Faktor verschärft die Situation

Erstmeldung vom 4. November, 8.59 Uhr: München - Das Robert-Koch-Institut (RKI*) meldet für Bayern eine Sieben-Tage-Inzidenz* von 234,8 (Vortag: 228,4). Nur Sachsen und Thüringen weisen höhere Werte auf. Spitzenreiter in Deutschland ist der Kreis Miesbach (715,7). Mühldorf am Inn (643,9) folgt auf Platz zwei. Sechs der zehn deutschen Hotspots liegen aktuell im Freistaat.

Söder-Regierung verschärft Corona-Regeln - Lage in Krankenhäusern „sehr angespannt“

Aufgrund der stark gestiegenen Inzidenzen hat die Staatsregierung um Markus Söder (CSU*) am Mittwoch reagiert. Die Krankenhausampel wurde nachjustiert, Maßnahmen für die gelbe und rote Warnstufe definiert. Einen Regelüberblick finden Sie hier.* Bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung sprach Söder von einer „sehr angespannten Situation“ in den Krankenhäusern. In Hotspots sei die Lage dramatisch.

Corona in Bayern: Lage auf Landshuter Intensivstationen angespannt - PK angekündigt

Zu den Hotspots zählt auch Landshut.* Für den Landkreis meldete das RKI eine Inzidenz von 343,7, in der Stadt ist der Wert mit 224,5 etwas niedriger. Die Situation in dem niederbayerischen Kreis ist angespannt - besonders auf den Landshuter Intensivstationen. Stadt und Kreis informieren deshalb am Donnerstag um 11 Uhr auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage. Jürgen Königer, Ärztlicher Leiter Krankenhauskoordination im Rettungsdienstbereich Landshut sowie Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier werden vor Ort sein.

Corona in Bayern: Hohe Belastung in Kliniken - „Wir haben ja nicht nur die Covid-Patienten...“

Dreier erklärte bereits gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR), dass die Lage auf den Intensivstationen derzeit dramatisch sei. „Wir haben ja nicht nur die Covid-Patienten, sondern ja auch noch die Patienten, die wegen eines Unfalls, mit Schlaganfall, mit Herzinfarkt oder sonstigen Krankheiten ins Krankenhaus müssen.“ Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung habe inzwischen rund 20 Prozent des Personals gekündigt. Dadurch habe sich die Lage noch verschärft.

Der Landrat fordert deshalb von der Bundesregierung Freihaltepauschalen für Krankenhäuser, so der BR. „Hier ist es wirklich ein riesiger Appell an alle unsere Bundespolitiker, auch wenn sie noch in der Findungsphase oder in der Regierungsbildung sind, jetzt zu handeln. Im Sinne unserer Patienten und im Sinne unserer Krankenhäuser,“ sagte Dreier weiter. Die Pressekonferenz können Sie um 11 Uhr hier im Live-Stream verfolgen.

Landesweit mehr als 90 Prozent der Intensivbetten belegt

Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser sind nach rasch steigenden Corona-Infektionszahlen nun landesweit über 90 Prozent der Betten belegt. Kurz vor der bevorstehenden Verschärfung der Corona-Regeln an diesem Wochenende lagen laut Divi-Intensivregister am Donnerstagmorgen bereits 513 Covid-Patienten auf den bayerischen Intensivstationen. Das waren fast 60 mehr als noch am Dienstag. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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