Markus Söder spricht bei einer Pressekonferenz in ein Mikrofon.
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Corona in Bayern: Markus Söder sprach bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage im Freistaat.

Verschärfte Maßnahmen?

Corona in Bayern: Söder spricht von drastischer Maßnahme - und fürchtet die Folgen eines Groß-Events

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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  • Lucas Sauter-Orengo
    Lucas Sauter-Orengo
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Das Coronavirus hat den Freistaat Bayern voll im Griff, vor allem die Landeshauptstadt. Ministerpräsident Söder gibt derweil einen ersten Ausblick zum Thema Weihnachtsmärkte.

  • In mehreren Städten des Freistaats steigen die Zahlen der Neu-Infektionen mit Covid-19* wieder steil an.
  • Auch die bayerische Landeshauptstadt München verzeichnet Infektionen wie zuletzt im April gemessen.
  • Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich derweil zum Thema Weihnachtsmärkte.
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Update vom 21. September, 7.45 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder hat am Montagvormittag seine Sorgen über das UEFA-Super-Cup Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla geäußert. Die UEFA hatte entschieden, das Spiel in der ungarischen Hauptstadt auszutragen - mit jeweils 3.000 Zuschauern aus beiden Teams. Der CSU-Chef hält die Reisen der Münchner Fans für riskant, schließlich sei Budapest bei einer „100er-Inzidenz“.

Corona in Bayern: Söder droht mit drastischer Einschräknung - und fürchtet Groß-Event

Bei allem Verständnis über die Freude der Fans, bei diesem Spiel ins Stadion gehen zu können, sei die Konstellation nicht der Lage angepasst. Söder kündigte auch an, dass die „Maßnahmen verschärft würden".

Weiter sprach der Ministerpräsident mit dem Radiosender über die Situation in München: „Die Bilder vom Viktualienmarkt waren schon verstörend." Söder betonte, dass eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen durchaus denkbar sei. Immer dort, wo kein Abstand möglich sei.

Update vom 20. September, 17.00 Uhr: Ausgerechnet die Landeshauptstadt München bereitet dem Freistaat in der Corona-Krise weiter große Sorgen: Während als Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest eine „WirtshausWiesn“ gefeiert wird, steigen die Infektionszahlen immer deutlicher über den Grenzwert von 50 Neuansteckungen pro Woche und 100 000 Einwohnern. Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für die sogenannte 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 55,6.

Am Samstag hatte er bei 54,2 gelegen. Am Freitag war die Kennziffer mit 50,7 erstmals wieder über der Grenze von 50 gestiegen, ab der zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen getroffen werden sollen. Die Stadt wird am Montag über das weitere Vorgehen beraten.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte der tz*, sollten sich die Zahlen jenseits der Marke von 50 verstetigen, „denke ich, werden wir wohl die zulässige Teilnehmerzahl für private Feiern halbieren und das Thema Feiern im öffentlichen Raum beschränken“, sagte Reiter. Auch strengere Regeln für die WirtshausWiesn seien möglich. „Die Bilder vom Viktualienmarkt, wo viele Menschen zu sehen sind, die ohne Abstand und Mundschutz dicht gedrängt stehen, dürfen sich nicht wiederholen.“ Er wolle dazu Montagfrüh mit der Polizei und den Sicherheitsbehörden sprechen, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Die Schulen und die Kinderbetreuung öffnen am Montag zunächst planmäßig. Münchner Politiker von SPD, Grünen und CSU deuteten am Wochenende an, dass Einschränkungen primär bei Freizeit und Gastronomie ansetzen sollten.

Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass Deutschland schon bald eine zweite Corona-Welle bevorsteht.

Weihnachtsmärkte trotz Corona: Ministerpräsident gibt Statement - mit ernüchternder Einschränkung

Update vom 20. September, 9.23 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zum Thema „Weihnachtsmärkte“ in Bayern geäußert. Diese könnten trotz Corona seines Erachtens nach in diesem Jahr durchaus stattfinden - wenn man sich an geeignete Regeln, Maßnahmen und Hygienekonzepte halte, so der Ministerpräsident in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.

Man müsse sich „kluge Konzepte“ überlegen, müsse sich beispielsweise Laufwege mit Ein- und Ausgang überlegen. Zudem sei eine Maskenpflicht wohl unabdingbar. Gerade in Großstädten mit bekannten Weihnachtsmärkten wie die Christkindlmärkte in Nürnberg und München, wo Menschen alljährlich eng an eng durch die Ausstellergassen streifen ist die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus besonders hoch. Wichtig sei auch, den Alkoholkonsum „stark zu reduzieren“.

Ganz so wie in den vergangenen Jahren wird es aber sicher nicht sein. Zudem betonte Söder, er könne sich die Christkindlmärkte zwar in ihrer corona-konformen Version vorstellen - aber „nur, wenn es das regionale Infektionsgeschehen zulässt.“ In München, wo die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 54,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt (Stand Samstag, 19. September) würde die Erlaubnis eines Weihnachtsmarktes derzeit wohl eher nicht gegeben.

München neuer Corona-Hotspot: Das sind die nächsten Schritte

Update, 20.20 Uhr: Neuer Corona-Hotspot München und WirtshausWiesn-Anstich am Samstag - wie geht das zusammen? Wie erklären das die Verantwortlichen? Welche Maßnahmen sind zu erwarten und welche gelten bereits? Und wie ist diese Zahl 50 wirklich einzuordnen. Lesen Sie eine ausführliche Einordnung unserer Redaktion unter obigem Link.

Neben München (50,70) verzeichnen in Bayern derzeit auch die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) kritisch hohe Infektionszahlen.

Verrückt dabei: Im absoluten Corona-Hotspot Würzburg heute die Regeln für die Gastronomie an die überarbeitete bayerische Infektionsschutzmaßnahmeverordnung angepasst. Heißt konkret: In der Stadt mit den meisten Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern darf man jetzt eine Stunde länger Alkohol trinken. Die Gastronomie in der Würzburger Innenstadt darf ab sofort bis 23 Uhr statt bisher 22 Uhr Alkohol ausschenken.

Update vom 18. September, 17.17 Uhr: In der 1,5 Millionen-Stadt München hat die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner die 50-Fälle-Marke überschritten. Trotzdem bleiben die Schulen erstmal geöffnet. Gleichzeitig wird die Maskenpflicht ab der fünften Klasse beibehalten. Auch sonst drohen erstmal keine Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Das kann sich aber schnell ändern, falls die Fallzahlen übers Wochenende weiter steigen, sagt OB Reiter:

„Wir waren uns dabei einig, vor allem nach fachlicher Einschätzung unserer Gesundheitsbehörde, dass wir erst die weitere Entwicklung über das Wochenende abwarten wollen, um dann gegebenenfalls am Montag im Krisenstab, sollte die 50-Grenze überschritten bleiben oder die Zahlen sogar weiter ansteigen, weiterführende Maßnahmen zu beschließen.“

Update vom 18. September 2020, 16.17 Uhr: Mit welchen Maßnahmen reagiert die Stadt München? „Sollte sich der Trend allerdings fortsetzen und die Zahl der Infektionen weiter steigen, werden weitere Maßnahmen zu prüfen sein. Dazu gehört beispielsweise die Reduzierung der Personenzahl bei privaten Feiern von 100 auf 50 Personen im Innenbereich und von 200 auf 100 Personen im Außenbereich. Auch eine Verlängerung der Sperrzeit haben wir diskutiert. Über diese Maßnahmen - Verringerung der Personenzahl für private Feiern, Verlängerung der Sperrzeit - werden wir am Montag im Krisenstab nochmals beraten, wenn die Zahlen fürs Wochenende vorliegen“, sagt Dieter Reiter.

Corona in Bayern: München neuer Hotspot nach Inzidenz-Wert

Update, 14.31 Uhr:  In München wurden für Donnerstag, 17. September (Stand 23.59 Uhr), 141 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 10.454 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 8.814 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 50,70. Damit überschreitet München den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Wie die Stadt nun handelt, ist noch nicht klar. Für das Überschreiten des Wertes sind grundsätzlich drastische Einschränkungen wie das Schließen von Schulen und Kitas geplant. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte bereits vor entsprechenden Maßnahmen in München gewarnt.

Update, 10.20 Uhr: Piazolo zeigt sich mit dem Beginn des Schuljahres insgesamt zufrieden. Deshalb könne man auch die Maskenpflicht im Unterricht ab Montag wie geplant wegfallen lassen. Auf dem Schulgelände gelte diese jedoch weiter. Bei erhöhten Fallzahlen vor Ort entscheiden laut dem Kultusminister die zuständigen Gesundheitsämter, was konkret zu tun sei. Ab einer Inzidenz von 35 könnte das bedeuten, dass alle Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse auch im Unterricht wieder eine Maske tragen müssen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Corona in Bayern: Minister zieht erste Bilanz für Schulen - Maskenpflicht fällt weg

Update, 10.05 Uhr: „Es ist wichtig, flexibel zu sein, pragmatisch zu sein. Auf die unterschiedlichen Situation zu reagieren. Der vorsichtige Start war richtig, die Maskenpflicht in den ersten Tagen war sinnvoll.“, so Piazolo. Die Rückmeldungen seien ebenso positiv gewesen.

„Der Zweck der Masken war, das Risiko durch Reiserückkehrer abzufangen. Das ist erfüllt.“

Corona in Bayern: Bleibt die Masken-Pflicht an Schulen? Minister-PK JETZT live

Update, 10.02 Uhr: Die Pressekonferenz mit Kultusminister Michael Piazolo beginnt.

Update, 9.45 Uhr: In 15 Minuten beginnt die Pressekonferenz mit Kulutsminister Michael Piazolo. Sie können die PK über den eingehängten Live-Steram von BR24 oder über unseren Ticker verfolgen.

Corona in Bayern: PK zu Schulstart in Bayern - drohen wieder Schließungen?

Update, 9.08 Uhr: Für den heutigen Freitag hat Kultusminister Michael Piazolo eine Pressekonferenz angekündigt. Ab 10 Uhr bilanziert der Freie Wähler-Politiker dann den bisherigen Schul-Start in Bayern. Viele Schulen in Bayern mussten bereits auf Grund von Covid-19-Fällen wieder schließen. In einigen Orten, wie etwa München, nähert man sich außerdem dem entscheidenden Wert von 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohnern an. Die Schließung von Kitas und Schulen könnte dann Teil der Maßnahmen sein, die getroffen werden müssen.

Wir berichten live und in voller Länge von der Pressekonferenz des Kultusministers.

Corona in Bayern: Nächste Daten-Panne bei Tests - diesmal im Unterallgäu

Update, 17.52 Uhr: Nächste Datenpanne bei Corona-Tests in Bayern. Die Ergebnisse mit Daten von mehr als 2.000 Personen sind im Landkreis Unterallgäu an falsche E-Mail-Adressen gesendet worden. Eine Tabelle mit Daten von 2.063 Personen, die auf Covid-19 getestet worden seien, sei an etwa 180 externe Empfänger gegangen, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Die Daten seien zwar verschlüsselt gewesen, wer aber „technisch versiert“ sei, habe dies unter Umständen umgehen können, sagte eine Sprecherin. Konkret gehe es um die Tests im Zeitraum zwischen dem 13. März und dem 6. April.

Betroffen seien außerdem nur Menschen, die im besagten Zeitraum im Unterallgäu am Drive-In, in der Infektpraxis oder über den Fahrdienst des Gesundheitsamts getestet wurden. „Diese Datenpanne tut uns sehr leid und wir haben sofort mit entsprechenden Maßnahmen reagiert und außerdem den Vorfall aus dieser extrem angespannten Phase an den Landesdatenschutzbeauftragten gemeldet“, erklärte Landrat Alex Eder (Freie Wähler).

Das Rathaus in München bei blauem Himmel.

Video: Der ganze Livestream mit Michael Piazolo zum Nachhören

Corona in Bayern: Zahlen in München steigen rasant

Update, 14.27 Uhr: Die Zahl der Neu-Infizierten in München steigt weiter rasant an. Für Mittwoch, 16. September (Stand 23.59 Uhr), wurden 151 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 10.311 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 8.726 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Gestern waren in München 169 Fälle gemeldet worden, der höchste Wert seit Anfang April.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 47,64. Damit nähert man sich dem entscheidenden Wert von 50 in München immer weiter an. Die Stadt hat daher auch entschieden, keine Zuschauer für das Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern und Schalke 04 zuzulassen.

Corona in Bayern: Zahlen schießen weiter nach oben - Hochzeit in Passau als Superspreader-Event

Erstmeldung vom 17. September 2020

München - Die Coronavirus-Pandemie hat den Freistaat Bayern voll im Griff. In München meldete die Stadt für Dienstag (15. September) 169 neue Corona-Infektionen. So viele waren zuletzt am 5. April verzeichnet worden, damals waren es 193 Fälle. Der Anstieg an Infektionen* sorgt auch dafür, dass sich die Stadt dem gefährlichen Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern nähert. Ab dann drohen drastische Einschränkungen wie das Schließen von Kitas und Schulen.

Coronavirus in Bayern: Lage im Freistaat spitzt sich zu - drastische Einschränkungen drohen

Doch nicht nur in München spitzt sich die Lage immer weiter zu. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist auch in Würzburg sprunghaft angestiegen. Die Stadt registrierte am Mittwoch innerhalb der vergangenen sieben Tage 75,07 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwoch mitteilte. Auch der Landkreis nähert sich mit 42,64 dem bundesweit vereinbarten Corona-Grenzwert von 50. Überschritten hatte diesen am Mittwoch die oberfränkische Stadt Kulmbach samt Landkreis mit 54,28 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Darüber liegen dem LGL zufolge im Freistaat sonst nur Kaufbeuren (54,68) und Garmisch-Partenkirchen (57,65). Auch die Stadt Passau hat den Corona-Frühwert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern bereits erreicht.

Covid-19 im Freistaat: Massen-Ausbruch durch Hochzeit - Gäste in stationärer Behandlung

Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen. „Aus der Hochzeitsgesellschaft direkt haben sich bisher rund 25 Infektionsfälle bestätigt“, teilte ein Sprecher des Landratsamts Passau am Donnerstag auf Anfrage mit. Zudem seien acht Personen positiv getestet worden, die im Kontakt mit Hochzeitsgästen gestanden hätten. Zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Zuvor hatte es eine Testpanne im Krankenhaus Vilshofen gegeben, bei der zwei Personen mit Symptomen zunächst nicht getestet und isoliert wurden, wie das Krankenhaus bestätigte.

Corona in Bayern: Markus Söder mahnt - und spricht von zweitem Lockdown

CSU-Chef Markus Söder äußerte sich am Mittwoch (16. September) über Twitter zur aktuellen Pandemie-Lage in Bayern. Er sprach dabei unter anderem über einen möglichen Lockdown. „Unser Ziel: Einen zweiten Lockdown zu verhindern," so Söder . Man sehe, dass überall, wo im Moment gelockert werde, die Zahlen explodieren. Priorität hätten die Offenhaltung von Schulen, Kitas und der Wirtschaft.

Auch in der ZDF Show von Maybrit Illner diskutierte Markus Söder über das Thema. Hier gab es außerdem einen einfachen Tipp von einem Hygiene Professor. Betroffen ist unter anderem speziell die Veranstaltungsbranche. Das gilt nicht nur für Bayern: In NRW droht jetzt die Komplett-Absage des Karnivals.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verkündet überraschende Neuigkeiten in der Corona-Krise. (Archivbild)

Wann kommt der Schnee? Gibt es weiße Weihnachten? *Merkur.de/tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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