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Gefährliche Delta-Variante breitet sich in Bayern weiter aus - München besonders betroffen

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Von: Thomas Eldersch

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Die Inzidenzwerte bewegen sich in Bayern auf einem niedrigen Niveau. Dennoch breitet sich die hochansteckende Delta-Variante immer schneller aus.

München - Die 7-Tage-Inzidenz* ist in Deutschland am heutigen Samstag (3. Juli) laut RKI seit fast einem Jahr mal wieder unter fünf gerutscht. Das Robert-Koch-Institut* meldete einen Wert von 4,9. Bayern liegt nur knapp darüber mit 5,7. Für den Freistaat wurden in den vergangenen 24 Stunden 87 neue Corona-Fälle gemeldet. Neun Kreise und Städte sind im Augenblick coronafrei. Spitzenreiter ist immer noch der Landkreis Lichtenfels mit 21. Dann folgt die Stadt Ansbach mit 14,4.

Besonders viele Fälle der Delta-Variante in München

Die positive Entwicklung bei den Corona-Zahlen könnten eigentlich gute Laune verbreiten, gäbe es da nicht die hochansteckende Delta-Variante. Immer häufiger wird sie auch in Bayern nachgewiesen. Und auch wenn Forscher sich noch uneins sind, wie gefährlich sie wirklich ist, steht fest, dass sie sich wesentlich schneller verbreitet als die Ursprungsvarianten. Das hat auch das Landesamt für Gesundheit (LGL) festgestellt.

In einer Auswertung fiel auf, dass besonders München von der Virus-Variante betroffen ist. Während am 1. Juni noch 29 positive Corona-Fälle auf die Mutation zurückgeführt werden konnten, waren es am 30. Juni bereits 139. Bayernweit stieg die Zahl im vergangenen Monat von 95 auf 481. Dabei sind nicht nur die großen Städte wie München, Nürnberg* und Augsburg* betroffen. Auch in Kreisen wie Kitzingen, Ostallgäu und Ebersberg konnte die Variante nachgewiesen werden. Keine Fälle von ihr wurden laut LGL bisher in Bayreuth, Kempten oder Straubing festgestellt. Der Inzidenz-Spitzenreiter Lichtenfels ist ebenfalls noch Delta-frei.

Nicht jeder positive Corona-Test wird auf die Delta-Variante untersucht

Es gibt allerdings ein Problem. Die Dunkelziffer könnte wesentlich höher liegen. Nicht jeder positive Corona-Test* werde auf die Variante getestet, so ein LGL-Sprecher. Zudem gebe es eine Zeitverzögerung, da die Analyse zeitaufwendig und langwierige Laboruntersuchungen notwendig seien. Teilweise werde den Behörden zunächst lediglich ein positives Testergebnis mitgeteilt und die konkrete Auswertung der Variante nachgemeldet. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Zum ersten Mal weltweit gelang es jetzt Forschern aus Erlangen, einen Patienten mit Post-Covid-Syndrom zu heilen.

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