Es schneit beim Landgasthof Böck – aber nur aus der Schneekanone. Die Wirte Anjuli und Simon Wankerl freuen sich auf ihren Christkindlmark-Drive-in. Mitarbeiter Christoffer Grundmann hat sich für eine Testfahrt schon mal ins Auto gesetzt. Der Markt öffnet erstmals am Freitag.
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Einen Christkindlmarkt zum Durchfahren gibt es in Unterbrunn – sogar mit Schnee. Die Wirte Anjuli und Simon Wankerl sind gespannt, wie die Aktion ankommt.

Weihnachts-Aktionen in Bayern

Advent in Corona-Zeiten: Hier kommt trotz der abgesagten Christkindlmärkte Weihnachtsstimmung auf

  • Claudia Schuri
    vonClaudia Schuri
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Über den Christkindlmarkt bummeln, ein Weihnachtskonzert genießen oder ein paar Runden auf der Eisbahn drehen – das ist diesen Advent nicht wie gewohnt möglich. Doch es gibt Alternativen.

  • Wegen der Corona-Beschränkungen können dieses Jahr viele Veranstaltungen im Advent nicht stattfinden.
  • Doch es gibt viele Alternativen, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.
  • Mit Christkindlmärkten zum Durchfahren, festlichen Beleuchtungen und Online-Angeboten kommt trotzdem Weihnachtsstimmung auf.

Ganz auf die Weihnachtsmärkte muss nicht verzichtet werden: In Unterbrunn (Kreis Starnberg) zum Beispiel findet an den ersten beiden Adventswochenenden von Freitag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 20 Uhr, ein Drive-in-Christkindlmarkt mit Schnee aus der Kanone und einer lebendigen Krippe statt. All das erleben die Besucher vom Auto aus. Eine Budengasse mit fünf Fieranten zum Durchfahren gibt es ab Freitag, 4. Dezember, bis Sonntag. 20. Dezember, von 11 bis 20 in Erding. Wenn möglich wird ein kleines Rahmenprogramm geboten.

Wer sich seinen Christbaum vom Auto heraus aussuchen möchte, der hat dazu in Unterweikertshofen (Kreis Dachau) beim „X-mas Tree Drive-through“ die Gelegenheit. Die Bäume werden direkt ins Fahrzeug geladen und können von dort aus bezahlt werden. Offen ist an den Adventswochenenden freitags von 14 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 19 Uhr. Die Bäume können zudem selbst geschlagen werden. Letzteres bietet auch der Tannenhof in Oberweilbach (Kreis Dachau) täglich von 9 bis 17 Uhr an.

Vielerorts gibt es dezentrale Ständchen. In Germering (Kreis Fürstenfeldbruck) zum Beispiel stehen vor mehreren Lokalen Buden, in Wörthsee (Kreis Starnberg) werden beim „Augustiner“ Schmankerl zum Mitnehmen angeboten und in Bad Tölz sind ab Samstag fünf Gastrostände in der Fußgängerzone aufgebaut. Diesen Sonntag ist dort von 13 bis 18 Uhr Verkauf. Beim Adventsbudenzauber der Freien Waldorfschule München Südwest verkaufen Schüler von 1. bis 19. Dezember täglich (außer sonntags) zwischen 12 und 16 Uhr handgefertigte Waren.

Weihnachtskrippen in Schaufenstern bewundern

An vielen Orten sind in Schaufenstern Weihnachtskrippen zu bewundern. Kripperlwege sind unter anderem in Bad Tölz, Lenggries (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen), Holzkirchen (Kreis Miesbach) und Neufahrn (Kreis Freising) geplant. In Moosburg (Kreis Freising) machen außerdem 31 Wichtelfiguren in den Fenstern der Innenstadt den Kindern eine Freude.

Festliche Beleuchtungen lassen Gebäude und Fenster erstrahlen

Bei der Aktion „Schliersee leuchtet“ erstrahlen abends markante Punkte in Schliersee (Kreis Miesbach) in weihnachtlichem Glanz. In vielen Orten Bayerns wird auch der Adventsfenster-Brauch gepflegt. So öffnet sich zum Beispiel in Bad Bayersoien (Kreis Garmisch-Partenkirchen) und in Kochel am See (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) jeden Abend im Dezember an einem anderen Haus ein geschmücktes Adventsfenster.

Auch virtuelle Angebote stimmen auf die Weihnachtszeit ein

Für Weihnachtsflair über das Internet sorgen die Ministranten aus Holzkirchen (Kreis Miesbach) gemeinsam mit den Pfadfindern mit Podcast-Beiträgen zum Herunterladen. Auch die Blaskapelle Höhenkirchen (Kreis München) macht als Ersatz für das Adventskonzert eine Online-Aktion: Ab dem ersten Advent lädt sie sonntags und mittwochs auf ihrer Homepage ein Video hoch. cla

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