Klaus Holetschek (CSU) gestikuliert
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Klaus Holetschek (CSU) stellt eine Forderung an die Stiko (Archihbild).

Appell an Bürger

Corona-Impfungen für Kinder? Holetschek stellt Forderung an die Stiko

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Sollten Kinder und Jugendliche gegen Corona geimpft werden? Aktuell gibt es von der Stiko nur eine eingeschränkte Empfehlung. Klaus Holetschek äußert nun eine Forderung.

München - Die eingeschränkte Empfehlung zu Corona*-Impfungen von Kindern und Jugendlichen muss laut Klaus Holetschek (CSU*) auf Grundlage neuster Daten erneut überprüft werden. „Da erwarten wir, dass wir von der Ständigen Impfkommission (Stiko) bald Empfehlungen haben, damit da Klarheit herrscht“, sagte Bayerns Gesundheitsminister dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Holetschek: Impfempfehlung für Jugendliche muss erneut geprüft werden

Und weiter: „Wir sollten da möglichst bald auch die Daten auswerten, die international ja schon zur Verfügung stehen.“ Als Beispiel nannte er die USA. Dort würden schon länger junge Menschen geimpft werden. Die dortigen Daten und ständig neu gewonnenen Erkenntnisse müssten die Grundlage für Deutschland bilden, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Stiko empfiehlt bisher Impfungen gegen Corona für 12- bis 17-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Begründet wird das mit dem geringeren Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung in dieser Altersgruppe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU*) spricht von einer individuellen Entscheidung von Eltern, Kindern sowie Ärztinnen und Ärzten. Zuletzt hatte es aber wiederholt seitens der Politik Kritik an der eingeschränkten Empfehlung gegeben.

Krankenhäuser in Bayern: Astrazeneca-Impfung möglich

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Holetschek ruft Menschen zur Corona-Impfung auf - Impfen im Vorbeigehen?

Holetschek verwies weiter auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Dienstag, der die Stiko und das Bundesgesundheitsministerium auffordert, eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen abzugeben. Dies betrifft dem Beschluss zufolge sowohl Personen, die zweifach mit Astrazeneca* oder einmal mit Johnson und Johnson geimpft wurden also auch die Frage, ob und wann bei den mRNA-Impfstoffen wie Biontech* oder Moderna* eine dritte Impfung notwendig sei und ob diese auch mit Astrazeneca erfolgen könne.

Holetschek rief die Menschen außerdem dazu auf, Impfangebote unbedingt wahrzunehmen. „Je mehr Menschen sich jetzt für eine Impfung entscheiden, je mehr Menschen vollständig geimpft sind, desto besser werden wir durch den Herbst kommen.“ Deshalb müsse es niedrigschwellige Angebote geben. „Impfen muss sozusagen im Vorbeigehen möglich gemacht werden.“ (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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