Bei den Impfzentren Bad Wörrishofen und Memmingen ging am Freitag eine Bombendrohung ein.
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Bei den Impfzentren Bad Wörishofen und Memmingen ging am Freitag eine Bombendrohung ein.

Suche blieb ergebnislos

Nach Bombendrohung: Impfzentren in Bad Wörishofen und Memmingen evakuiert

  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Ein Unbekannter sprach am Freitagabend über die Hotline des Impfzentrums Unterallgäu eine Bombendrohnung aus. Zahlreiche Einsatzkräfte machten sich daraufhin auf den Weg.

Update vom 8. Mai, 12.16 Uhr: Nach der Evakuierung von zwei Impfzentren in Schwaben hat die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen. Die Impfzentren in Bad Wörishofen und Memmingen waren am Freitagabend wegen eines Drohanrufes bei der gemeinsamen Hotline geräumt worden. Die Beamten ermitteln nun gegen Unbekannt, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag sagte.

Natürlich sei ein Besuch im Impfzentrum trotzdem sicher, wie ein Polizeisprecher betonte. Die Beamten würden verstärkt Streife fahren und Präsenz zeigen, sagte die Polizei dem Bayerischen Rundfunk (BR24). Bei der Impfhotline habe am Freitagabend eine männliche Stimme die Drohung ausgesprochen. Zum genauen Wortlaut äußerte sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Die Räume wurden am Freitag noch mit Spürhunden durchsucht, aber kein verdächtiger Gegenstand gefunden. Von der Räumung des Impfzentrums Memmingen waren etwa 20 Menschen betroffen, in Bad Wörishofen rund 50 Menschen. Ein Großteil der Impfdosen habe dennoch verabreicht werden können, in Bad Wörishofen sei in einem Rettungswagen geimpft worden.

Nach Bombendrohung: Impfzentren in Bad Wörishofen und Memmingen evakuiert

Erstmeldung vom 7. Mai: Bad Wörishofen/Memmingen - Am Freitagabend wurde die Polizei in Bad Wörishofen und Memmingen* zu einem Großeinsatz an die jeweiligen Impfzentren gerufen. Ein anonymer Anrufer hatte gegen die beiden Zentren eine Bombendrohung ausgesprochen.

Bombendrohung im Unterallgäu: Polizei evakuiert Personal und Impfwillige

Gegen 19 Uhr sei die Drohung über die Hotline des Impfzentrums Unterallgäu eingegangen, schreibt die Augsburger Allgemeine. Die Polizei machte sich daraufhin mit einem Großaufgebot auf den Weg und riegelte die nähere Umgebung ab. „Die Gebäude in Bad Wörishofen und Memmingen wurden evakuiert, derzeit besteht nach unseren Informationen keine Gefahr“, sagte Polizeisprecher Holger Stabik gegen 20.40 Uhr der Augsburger Allgemeinen. In Bad Wörishofen wurden 50 Menschen evakuiert, in Memmingen waren es laut Allgäuer Zeitung etwa 35.

Anschließend wurden die Gebäude mit Sprengstoffhunden durchsucht. Die Suche blieb jedoch ergebnislos. Dennoch werden beide Zentren über die Nacht noch von der Polizei überwacht. Neben den normalen Streifenbeamten waren auch Einsatzkräfte der Kriminalpolizei, des Einsatzzugs Operative Ergänzungsdienste sowie die Autobahnpolizei vor Ort. Die genauen Hintergründe zur Bombendrohung müssen aber noch ermittelt werden, so Stabik. Zunächst waren keine weiteren Impfzentren in Schwaben betroffen.

Bombendrohung im Unterallgäu: Arzt brachte alle Personen in Bad Wörishofen in Sicherheit

„Zunächst war nicht klar, welcher Standort gemeint ist, Bad Wörishofen oder Memmingen, die Hotline ist für beide zuständig“, sagte Dr. Max Kaplan, der ärztliche Koordinator im Unterallgäu der Augsburger Allgemeinen. Er selbst ist im Impfzentrum Bad Wörishofen tätig. „Am Telefon war eine Art Computerstimme zu hören“, sagte Kaplan. Man habe daraufhin sofort alle Impfungen* unterbrochen und die Menschen ins Freie gebracht. Damit kein Impfstoff weggeworfen werden musste, stellten die Malteser einen Rettungswagen zur Verfügung. Dort wurden die Dosen verimpft. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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