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Gefährliche Delta-Variante in Bayern angekommen - München stark betroffen

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Von: Thomas Eldersch

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Die Corona-Inzident ist erstmals seit fast einem Jahr in Bayern wieder unter zehn gerutscht. Doch die gefährliche Delta-Variante könnte den Erfolg wieder zunichtemachen.

München - Die Corona-Zahlen in Bayern sind auf einem fast schon historisch niedrigen Niveau. Mit einem Wert - laut RKI - von 9,8 liegt der Freistaat erstmals seit August 2020 bei der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter zehn. Das war am Dienstag auch für die Ministerrunde ein Grund zur Freude. Nur etwas trübte die gute Stimmung: Die gefährliche, aus Indien stammende Delta-Variante breitet sich auch in Bayern aus. Besonders eine Stadt ist davon vermehrt betroffen.

In der Region München ist die Delta-Variante besonders verbreitet

„Es besteht immer die Gefahr, dass die Corona-Lage durch die Delta-Variante aus dem Ruder läuft“, sagte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) auf der Pressekonferenz zur jüngsten Sitzung des Kabinetts. Die Zahl habe sich seit der vergangenen Woche verdoppelt. Da waren es noch 132 bestätigte Fälle, inzwischen sind es 229. In Großbritannien sei bei einer besseren Impfquote durch die Mutation die Inzidenz sogar wieder auf über 90 angestiegen. Die portugiesische Hauptstadt Lissabon wurde am Wochenende (19. Juni) abgeriegelt. Mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen waren auf die Delta-Variante zurückzuführen. Und in einzelnen Laboren in Bayern betrage der Anteil der Delta-Variante bereits 25 Prozent.

Damit spielte der Staatsminister wohl auf die Laborergebnisse aus dem Raum München an. Wie die Apotheken Umschau berichtet, lag der Anteil der Corona-Mutation bei positiven Tests im Zeitraum vom 8. bis zum 13. Juni bei 24,6 Prozent. In ganz Deutschland liege die Quote laut RKI jedoch nur bei 6,2 Prozent. Als Grund für die hohe Zahl machte das Fachmagazin die Untersuchungsmethode der bayerischen Laborgemeinschaft Becker & Kollegen aus. Dort werde nicht zeitaufwendig das ganze Virusgenom entschlüsselt, sondern nur die Stellen untersucht, die für die jeweilige Virusvariante charakteristisch sind.

Man sollte wegen der Delta-Variante nicht in Panik verfallen

Um der Delta-Variante Herr werden zu können, hilft laut Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nur die Impfung. Denn die Mutation breite sich 100 Prozent schneller aus als die Ursprungsvariante des Coronavirus, so der Minister auf der Pressekonferenz. In Bayern sei man allerdings mit der Impfung etwas ins Hintertreffen geraten. Dennoch versicherte Holetschek, dass man im September 85 Prozent der Menschen über 18 Jahren geimpft haben werde. Er beschwichtigte aber auch und sagte, man solle keine Panik in Bezug auf die Delta-Variante verbreiten. Man müsse sie aber genau verfolgen, „damit im Herbst nicht das böse Erwachen kommt“. (tel)

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