Ein Schild am Straßenrand weist den Besuchern, die mit dem Auto anreisen, den Weg zum Impfzentrum, das in einer Halle der Messe Riem untergebracht ist.
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Viele Menschen in Bayern sind bereits geimpft, einige noch nicht. Unter den Ungeimpften ist die Inzidenz deutlich höher (Archivbild).

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Inzidenz in Bayern bei Ungeimpften zwölfmal höher - doch wie belastbar sind die Zahlen?

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Die Corona-Inzidenz von Ungeimpften in Bayern ist zwölfmal höher als bei Geimpften. Das geht aus neuen Zahlen hervor, doch sind diese wohl mit Vorsicht zu genießen.

München - Zahlreiche Menschen in Bayern sind schon gegen Corona* geimpft, einige noch nicht. Eine Impfung* ist freiwillig. „Wir empfehlen jedoch jedem, sich impfen zu lassen, um sich vor einer Corona-Erkrankung zu schützen. Mit einer Impfung* verringert sich zudem das Risiko, das Coronavirus weiterzugeben. Damit helfen Sie sich, Ihren Angehörigen und den Menschen in Ihrer Umgebung.“ Das schreibt das bayerische Gesundheitsministerium auf seiner Homepage.

Corona in Bayern: Inzidenz bei Ungeimpften zwölfmal höher als bei Geimpften

Dort gibt das Ministerium um Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU*) auch aktuelle Zahlen (Stand 26. August) bekannt. Demnach beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz* unter Geimpften 9,18, bei Ungeimpften liegt sie bei 110,55 - und damit zwölfmal höher. Rund 58 Prozent der Menschen im Freistaat sind vollständig gegen Corona geimpft.

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Corona in Bayern: Inzidenz bei Ungeimpften zwölfmal höher - wie belastbar sind die Zahlen?

Die nun veröffentlichten Zahlen sind zwar deutlich, aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen, denn: Geimpfte werden seltener getestet. In Bayern gilt die 3G-Regel. Bei einer Inzidenz über 35 muss man beispielsweise für den Besuch der Innengastronomie oder von Veranstaltungen in Innenräumen nachweisen, dass man entweder geimpft oder getestet oder genesen ist. Außerdem haben Geimpfte, die an Corona erkranken, seltener Symptome. Dadurch wäre es möglich, dass eine Infektion gar nicht erst bemerkt wird - und so nicht in den Zahlen berücksichtigt wird.

Ein Hausarzt aus Bayern betonte erst kürzlich in einem Interview die Wichtigkeit der Impfung - auch für Kinder. Die Impfung sei im Moment „unsere einzige scharfe Waffe und da wüsste ich nicht, wieso man die nicht einsetzen sollte.“ (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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