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Söder warnt vor zweitem Lockdown: München verschärft Corona-Regeln - Das gilt ab sofort

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München überschreitet einen wichtigen Corona-Warnwert, weitere Städte und Landkreise in Bayern liegen darüber. Neue Regeln treten in Kraft.

  • München überschreitet erneut einen wichtigen Corona-Warnwert. Ab Mittwoch (14. Oktober) gelten verschärfte Regeln.
  • Markus Söder hat auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage gesprochen.
  • Hier finden Sie die aktuellen Fallzahlen* in Bayern als Karte.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

+++++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 14. Oktober finden Sie hier. +++++

Corona-Regeln in München verschärft: Diese Änderungen treten in Kraft

Update vom 14. Oktober, 7.45 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie setzt die Landeshauptstadt München auf verschärfte Corona-Regeln, die seit heute (0 Uhr) gelten. Was sich in Sachen Gastronomie, Treffen und Veranstaltungen ändert, können Sie in unserem großen Überblick nachvollziehen.

Update vom 13. Oktober, 19.30 Uhr: Ganz Deutschland steht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Kampf gegen die sich wieder verschärfende Corona-Krise vor vier entscheidenden Wochen. „Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen“, sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung der Landesregierung in München. Söder sprach sich mit Blick auf die an diesem Mittwoch in Berlin anstehende Ministerpräsidentenkonferenz dafür aus, dass es eine erweiterte Maskenpflicht in ganz Deutschland brauche, um die Pandemie besser unter Kontrolle zu halten. Auch private Feiern müssten in den kommenden Wochen runtergefahren werden.

Inzwischen haben in Bayern auch Augsburg und die Stadt sowie der Landkreis Schweinfurt die kritische Marke an Neuinfektionen überschritten. Weitere Corona-Brennpunkte sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL/Stand: 08.00 Uhr) der Landkreis Rottal-Inn, die Landkreise Regen, Berchtesgadener Land und Fürstenfeldbruck sowie die Städte München, Memmingen und Rosenheim. Überall liegt die Zahl der Neuinfektionen über dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Seit Beginn der Krise haben die Gesundheitsämter bayernweit 74.036 Corona-Fälle registriert, davon starben 2687 Menschen an den Folgen, 64.600 gelten als genesen.

Corona in Bayern: Söder warnt dramatisch vor zweitem Lockdown - Augsburg und Schweinfurt überschreiten kritische Marke

Um die Entwicklung zu stoppen, brauche es Einheitlichkeit auch in den Regionen, in denen die Fallzahlen derzeit noch niedrig seien, sagte Söder. Einheitliche Maßnahmen würden nicht nur helfen, die Zahlen in den Hotspots zu senken, sondern auch dazu beitragen, dass die niedrigen Zahlen nicht ansteigen. „Corona macht an keiner Grenze halt.“ Zudem müsse bundesweit sichergestellt werden, dass die Vorgaben für den Infektionsschutz auch konsequent umgesetzt würden. Söder gab sich vorsichtig optimistisch, dass die Länder eine gemeinsame Linie finden könnten, die nicht nur aus dem kleinsten gemeinsamen Nenner bestehe.

Für Bayern kündigte Söder mehr Personal zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen an: Ab sofort sollen 2000 weitere staatliche Mitarbeiter eingesetzt werden. Die Kontaktverfolgung sei weiterhin entscheidend, um nicht die Kontrolle zu verlieren. Deshalb werde auch der vom Freistaat zur Verfügung gestellte Grundstock für die Contact-Tracing-Teams (CTT) von 775 Mitarbeitern an den Gesundheitsbehörden zunächst bis Ende Februar um weitere 500 Mitarbeiter aufgestockt. Ferner sollen alle Ressorts und die Staatskanzlei mindestens 2550 Mitarbeiter als Unterstützungspersonal im Bedarfsfall für die Bildung von CTT zur Verfügung stellen.

„Wir müssen die Zahlen reduzieren“, sagte Söder, denn die schwierigste Zeit stehe noch bevor. Er appellierte an alle Länder, „kleine Streitigkeiten bei Seite zu lassen“, es brauche jetzt eine große Linie, dafür müsse jeder die notwendige Kraft aufbringen. In dem Kontext sei er auch bereit, erneut über das umstrittene Beherbergungsverbot für Menschen aus Hotspot-Regionen ohne einen negativen Corona-Test zu sprechen.

„Sind kurz davor die Kontrolle zu verlieren“: Söder warnt dramatisch vor zweitem Lockdown 

Update, 12.42 Uhr: Die Presserunde ist nun beendet.

Update, 12.37 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Die Runde stellt sich jetzt den Fragen der anwesenden Journalisten. Markus Söder erklärt auf Nachfrage, dass das kontrovers diskutierte Beherbergungsverbot ein großes Thema auf der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz sei. Man müsse abwarten, wie die einheitliche Lösung für die Problematik aussehe. Der Schutz vor Infektionen stehe dabei jedoch an oberster Stelle.

Update, 12.25 Uhr: Susanne Breit-Keßler, Mitglied des Ethik-Rats in Bayern beginnt ihr Statement mit emotionalen Worten. Sie erwähnt das tragische Zug-Unglück am heutigen Dienstagvormittag in Niederbayern, bei dem zwei Jugendliche ums Leben kamen. Es sei von größter Bedeutung, die Situation in Krankenhäusern zu verhindern, dass entschieden werden müsse, wer behandeln werden könne und wer nicht. Jedes Leben sei kostbar.

Solidarität und ein Sinn für die Gemeinschaft seien jetzt von größter Bedeutung, so Breit-Keßler.

Corona in Bayern: Leopoldina-Präsident warnt - „Höchst dynamisches Virus“

Update, 12.20 Uhr: Jetzt spricht der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften LeopoldinaGerald Haug, der sogleich warnt: „Wir haben es hier mit einem höchst dynamischen Virus zu tun“. Eine einheitliche Regel für eine Maskenpflicht sei zweifelfrei sinnvoll - bereits, wenn der Frühwarnwert 35 in Sachen Inzidenz überschritten wird. „Motivation, Disziplin und Solidarität“ seien mit Blick auf die Zukunft die wichtigsten Schlagworte.

Update, 12.11 Uhr: „Die Frage ist, ob wir die Loyalität untereinander finden,“ warnt Söder. In den nächsten Wochen und Monaten sei Solidarität in der Gesellschaft entscheidend. Man sei besser vorbereitet als im März. „Wir sehen jetzt wieder,wie es sein kann. Vielleicht gelingt uns morgen auf der Ministerpräsidentenkonferenz der große Wurf.“

Corona in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder warnt vor zweitem Lockdown

Update, 12.05 Uhr: „Das Coronavirus ist nicht schwächer als das Coronavirus im März und April. Es gibt wieder erste Todesfälle. Wir wollen keinen zweiten Lockdown, doch er rückt näher, wenn es jetzt keinen Ruck gibt,“ so der CSU-Chef. Die Situation in Bayern sei ernst, die Entwicklung sei absehbar. Man müsse sich jetzt national und einheitlich damit beschäftigen. Die Infektionszahl sei dabei entscheidend. „Wir sollen uns Corona nicht schönreden, sondern jetzt überlegen, was das beste für ganz Deutschland ist.“

Corona in Bayern: Söder warnt - „Sind kurz davor die Kontrolle zu verlieren“

In der morgigen Ministerpräsidenten-Konferenz sei es wichtig, einheitliche Maßnahmen zu erarbeiten. „Corona macht an keiner Grenze Halt“, so Söder. Man wolle keinen Flickenteppich in der Bundesrepublik haben. Markus Söder empfiehlt eine erweiterte Maskenpflicht in ganz Deutschland. Als zweiten Punkt erwähnt der Ministerpräsident das „Feiern“. Die Ausschanksperre in München ab 22 Uhr unterstützt Söder „ausdrücklich“.

Update, 11.59 Uhr: Eine Minute vor 12 beginnt die Pressekonferenz. Ministerpräsident Markus Söder spricht und warnt direkt eindringlich: „Wir sind kurz davor die Kontrolle zu verlieren“, so Söder.

Update, 11.45 Uhr: In 15 Minuten beginnt die Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Nachdem die aktuellen Maßnahmen gegen das Coronavirus weiter verschärft werden, gibt es nun Erklärungsbedarf. Besonders das Beherbergungsverbot in Deutschland wird kontrovers diskutiert. Doch auch das Ausschankverbot für München stößt vielen Menschen auf. Wir berichten live und in voller Länge ab 13 Uhr.

Corona in Bayern: Ministerpräsident Söder spricht live auf Pk - Werden Maßnahmen gekippt?

Update vom 13. Oktober, 09.52 Uhr: Um 12 Uhr will Markus Söder vor die Presse treten und Stellung zur aktuellen Situation beziehen. Drohen Bayerns Bürger weitere Verschärfungen? Söder warnte davor bereits am Vorabend im BR, die Lage schönzureden. Die Zahlen seien „zu früh zu hoch“, in vielen Regionen Deutschlands gebe es ein exponentielles Wachstum bei den Neuansteckungen. Deutschland sei genau an der Schwelle, wo sich entscheide, ob man einen Lockdown riskiere oder vorsichtig bleibe, sagte er mit Blick auf „Teil-Lockdowns“ in vielen Ländern Europas.

In einigen Städten gebe es „extreme Entwicklungen“, beklagte Söder weiter. „Da ist es fast außer Kontrolle.“ Wenn die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr möglich sei, müsse man bald mit „deutlich härteren Maßnahmen rechnen“. Söder warb für „mehr Maske, weniger Alkohol und eindeutig kleinere Veranstaltungen“. Nur so könne verhindert werden, „dass wir im wirtschaftlichen und schulischen Bereich Schädigungen haben“.

Corona in Bayern: Bürger in Bayern fürchten Folgeschäden durch Corona

Gerade dies fürchten viele Bürger in Bayern. Wegen der Corona-Krise glaubt eine große Mehrheit der Menschen im Freistaat nämlich laut einer aktuellen Umfrage an langfristige Schäden für Wirtschaft und Wohlstand in ganz Deutschland. Nur elf Prozent gaben in der Umfrage des Hamburger Instituts „GMS“ im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ an, dass sie glauben, dass die Schäden in fünf Jahren wieder behoben sind. 47 Prozent erklärten, die Schädigung werde dauerhaft sein, 37 Prozent rechnen fünf bis zehn Jahren.

Söder warnt vor weiterer Verschlimmerung der Corona-Infektionslage

Update vom 12. Oktober, 19.40 Uhr: Damit ist das Live-Gespräch mit Markus Söder beendet.

Update vom 12. Oktober, 19.39 Uhr: Auf die Nachfrage, wie es um mögliche Impfungen steht, erklärte Söder, dass anfangs vor allem Risikopatienten und medizinisches Personal geschützt werden müssen. „Impfen ist die Lösung vieler, vieler Probleme“, stellte Söder klar. „Wenn ein Impfstoff da ist, ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen.“ Er sei gegen eine Impfpflicht, rufe jedoch offen dazu auf, sich freiwillig impfen zu lassen, um eine flächendeckende Immunität zu erreichen.

Update vom 12. Oktober, 19.33 Uhr: Bezüglich der Regeln in den Schulen erklärte Söder, dass das Ziel sei: „Maximale Schule mit Sicherheit“ - nicht „maximale Sicherheit“, dann müsste der Unterricht komplett ausfallen. Schulschließungen müssten verhindert werden. Das ließe sich auch in der Rückmeldung der Schüler bestätigen. Umfragen hätten ergeben, dass sie lieber mit Maske als gar nicht zur Schule gingen.

Update vom 12. Oktober, 19.29 Uhr: Söder betonte, dass jetzt mehr Menschen gerettet werden könnten, als zuvor, weil mittlerweile mehr über das Virus bekannt sei und es Erkenntnisse gebe, wie die Maßnahmen, wie das Tragen von Masken, wirken. Zudem führte Söder an, dass die anderen Bundesländer die bayerische Strategie übernommen hätten.

Kritik am Beherbungsverbot: Söder verteidigt Corona-Maßnahme

Bezüglich des Beherbungsverbots erklärte Söder, dass Bayern auf Druck der anderen Bundesländer mitgemacht hätte. Die Idee sei von anderen Ländern aufgekommen. Auf die Frage, warum Menschen aus bayerischen Risikogebieten anders behandelt werden wie Menschen aus anderen deutschen Risikogebieten, erklärte Söder, das liege an den unterschiedlichen Strategien der Länder. Innerhalb Bayerns könne das Geschehen besser nachverfolgt werden. Deshalb gelte die Einschränkung nur für Menschen, die aus einem anderen Bundesland nach Bayern einreisen.

Kritisiert wurde unter anderem an der Regel, dass durch das Beherbungsverbot mehr Tests durchgeführt würden, die an anderer Stelle fehlten. Söder wies im Zuge dessen daraufhin, dass dann die Testkapazität in anderen Bundesländern aufgestockt werden sollte. Zudem würden mehr Tests ja immer mehr Licht ins Dunkel des Infektionsgeschehen bringen.

Corona in Bayern: Söder schließt flächendeckende Maßnahmen nicht aus

Generell fordert Söder in Deutschland ein einheitlicheres Vorgehen. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch wolle er sich für „klarere Regeln für alle“ einsetzen. Dabei schloss er nicht aus, Anti-Corona-Maßnahmen nicht nur regional, sondern flächendeckend etwas zu verschärfen.

„Möglicherweise heißt das dann auch, bei denen, die noch niedrigere Werte haben, die gleichen Konzepte zur Geltung zu bringen, wie wir sie jetzt haben bei denen, die höheren Inzidenzen haben“, erklärte der bayerische Ministerpräsident weiter und begründete seine Einschätzung: „Wenn wir die Maßnahmen anwenden, um die Zahlen wieder runterzubringen, wo sie hoch sind, dann helfen sie auch, dass sie gar nicht erst so hoch gehen.“

Mehr Masken, weniger Alkohol: Söder spricht über Corona-Maßnahmen

Update vom 12. Oktober, 19.17 Uhr: Die größten Probleme sieht Markus Söder im privaten Bereich. Ausbrüche gebe es selten im Arbeits- oder Gastronomieumfeld. Partys und Feiern seien das Problem. Daher gelte weiterhin das Motto: mehr Maske, weniger Alkohol, kleinere Veranstaltungen.

„Für das Freizeitverhalten vieler, ist das Leben einiger nicht wichtig genug - das werde ich auf keinen Fall so akzeptieren“, stellte Söder klar. Menschen dürften in unserer Gesellschaft nicht abhängig von ihrem Alter unterschiedlich behandelt werden. Freiheiten für Junge und Restriktionen für Alte sei keine Lösung.

Update vom 12. Oktober, 19.04 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder spricht am Montagabend live im BR-Fernsehen zu den Corona-Maßnahmen. „Wir haben ein sprunghaftes Wachstum“, erklärte Markus Söder besorgt. Bei der ersten Welle hätte Deutschland schnell reagiert, auch jetzt müsse so vorgegangen werden.

Mit Blick auf Europa zeigt sich Söder besorgt: „Um uns explodieren die Zahlen“, stellt er klar. Nun befinde man sich an einer „Weichenstellung“, um massive Maßnahmen, wie in anderen Ländern, zu verhindern. Besonders die Situation in Holland bereitet Söder dabei Sorgen. Hier wurde die Nachverfolgung von Kontaktketten mehr oder minder eingestellt. „Das funktioniert gar nicht“, stellt Söder klar. Deshalb sei es so wichtig frühzeitig zu reagieren, um einen Kontrollverlust zu vermeiden.

„Wir sollten die erfolgreiche Strategie der Eindämmung weiter verfolgen“, so der Ministerpräsident im Interview mit dem BR. Prävention sei besser als Reparationen so Söder. Durch schnelle Umsetzung weiterer Maßnahmen könne ein zweiter harter Lockdown verhindert werden.

Corona in Bayern: München im roten Bereich - Jetzt überschreitet nächster Landkreis kritische Marke

Update vom 12. Oktober, 17.32 Uhr: Erst traf es die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen, Rosenheim und zuletzt München - sie alle haben die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten. Nun gibt auch der Landkreis Berchtesgadener Land bekannt, dass der Corona-Grenzwert mit 57,6 überschritten wurde. Seit Freitag wurden 45 neue Fälle bestätigt.

Im Landkreis haben sich seit Beginn der Pandemie 513 Personen mit dem Coronavirus infiziert, wovon allerdings 427 Personen bereits wieder genesen sind (Stand 12.10.2020, 10 Uhr). Den Daten zufolge sind aktuell 61 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Darüber hinaus befinden sich derzeit 208 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Das Landratsamt Berchtesgadener Land verweist darauf, dass voraussichtlich am Dienstag (13.10.2020) eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht wird.

Coronavirus in Bayern: Polizei-Gewerkschaft übt massiv Kritik an „heillosem Durcheinander“

Update vom 12. Oktober, 16.10 Uhr: Nach den offiziellen Änderungen der Coronavirus-Maßnahmen der Stadt München hat sich nun die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP Bayern) zu Wort gemeldet. Sie warnt vor einem „heillosen Durcheinander bei den Corona-Regeln in Deutschland.“

Das Problem sieht die GdP vor allem bei der Nachvollziehbarkeit der einzelnen Maßnahmen, die sich von Bundesland zu Bundesland teilweise stark unterscheiden. Die Forderung der Gewerkschaft: Die Politik soll einheitliche Regeln im Umgang mit dem Virus aufstellen. Eine Vereinheitlichung der Regeln und Maßnahmen würde laut GdP folgende Aspekte beeinflussen:

  • Transparenz bei der Erstellung und Änderung wird erhöht
  • Nachvollziehbarkeit wird erleichtert
  • Vermittlung wird vereinfacht
  • Entlastung zuständiger Ordnungsbehörden wird ermöglicht
  • Handlungssicherheit wird gewährleistet

Coronavirus in Bayern: Veränderte Maßnahmen ab dem 14. Oktober - München schränkt ein

Update vom 12. Oktober, 13.37 Uhr: Nun gibt es auch die offizielle Bestätigung der Stadt München, dass sich für die Bewohner und Gäste ab Mittwoch einiges ändern wird. Nachdem der Corona-Grenzwert in der bayerischen Landeshauptstadt erneut über die 50er-Marke geklettert ist, wurden bereits die Teilnehmerzahlen bei Feiern und die Gruppengrößen im öffentlichen Raum angepasst (siehe Update von 12.02 Uhr). Es gelten jedoch noch weitere Maßnahmen.

Die Maskenpflicht in der Innenstadt wird erneut eingeführt. Wie bereits vor einigen Wochen muss ab Mittwoch, den 14. Oktober, in der Fußgängerzone sowie der Schützenstraße, Stachus, Marienplatz, Viktualienmarkt Sendlinger Straße und Sendlinger-Tor-Platz zwischen 9 und 23 Uhr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Auch das schon seit Wochen bestehende Alkoholverbot an sogenannten „Hotspots“ wie dem Gärtnerplatz bleibt weiter bestehen. Neu ist jedoch, dass es eine Sperrstunde in München geben wird. Täglich ab 22 Uhr ist dann das Ausschenken von Alkohol in Gaststätten verboten. Die Maßnahmen gelten bis Mitternacht des 27. Oktobers.

Coronavirus in Bayern: Personenzahl für private Feiern in München wird reduziert

Update vom 12. Oktober, 12.02 Uhr: Nachdem München den Corona-Grenzwert überschritten hat, droht wohl eine weitreichende Reaktion (siehe Update von 11.25 Uhr). Ergänzend dazu soll die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern wieder auf 50 (bislang 100) und Gruppengrößen im öffentlichen Raum wieder auf fünf Personen (bislang zehn) begrenzt werden.

Die Münchner Stadtspitze berät wegen steigender Coronazahlen das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Infektionszahlen. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) besprach sich am Montagvormittag mit den beteiligten Behörden, wie es in der Stadtverwaltung hieß.

Coronavirus in Bayern: Nach Grenzwertüberschreitung - Alkoholausschankverbot in München?

Update vom 12. Oktober, 11.25 Uhr: Nachdem München am Montag den Corona-Grenzwert überschritten hat, droht wohl eine weitreichende Maßnahme. Wie Felix Müller, Ressortleiter München bei der Abendzeitung getwittert hat, ist offenbar ein Alkohol-Ausschankverbot ab 22 Uhr geplant.

Eine offizielle Sperrstunde soll es dagegen nicht geben. Gültigkeit soll die neue Regelung bereits ab Mittwoch (0 Uhr) besitzen. Eine offizielle Stellungnahme aus der Stadt gibt es dazu jedoch noch nicht.

Coronavirus in Bayern: München überschreitet Grenzwert - auch Augsburg nähert sich gefährlich

Update vom 12. Oktober, 11.15 Uhr: München hat am Montagmorgen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim liegen über dem Warnwert. Auch Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg nähert sich diesem Wert gefährlich. Wie die Stadt am Montag mitteilte, sei durch 93 neue Corona-Fälle am Wochenende der Sieben-Tages-Wert auf 49,3 gestiegen.

Die Stadt will am Nachmittag bekanntgeben, welche lokalen Schutzmaßnahmen nun zur Eindämmung der Pandemie ergriffen werden sollen. Am Wochenende hatte das bayerische Landesamt für Gesundheit den Wert für die 300.000-Einwohner-Stadt noch mit weniger als 21 angegeben.

Corona: München und weitere Städte in Bayern wieder im roten Bereich - Söder kündigt in ARD schärfere Regeln an

Erstmeldung vom 12. Oktober, 9.08 Uhr: München - Die Landeshauptstadt München hat in der Corona*-Pandemie erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert* liegt bei 50,6. Das geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen (Stand 12. Oktober, 0 Uhr) hervor. Neben München überschreiten auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim den kritischen Wert.

Seit Beginn der Corona*-Krise haben die Gesundheitsämter laut RKI-Angaben in München 12.592 nachgewiesene Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.*

Coronavirus in Bayern: Landeshauptstadt München überschreitet Warnwert

München hatte bereits den Corona-Warnwert überschritten und deshalb Corona*-Regeln verschärft. Der Stadt zufolge bleiben bis einschließlich Donnerstag Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, gilt eine Obergrenze von 25 Teilnehmern. Im Zuge der Verschärfung war auch der Alkoholkonsum eingeschränkt worden.

Coronavirus in Bayern: Söder fordert in TV-Interview „noch deutlichere Regelungen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder* hat sich derweil am Sonntagabend in den ARD-Tagesthemen dafür ausgesprochen, bei der Ministerpräsidentenkonfernz am Mittwoch die „vorsichtigen Regeln“ zum Maßstab für alle zu machen. „Wir sollten jetzt nicht die Regeln, die am leichtesten sind, für alle anwenden, sondern die vorsichtigsten“, sagte der CSU-Chef. Deutschland erlebe aktuell einen sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen*. „Deswegen brauchen wir auch für die kommenden Wochen noch deutlichere Regelungen, zum Beispiel mit mehr Masken.“ Diese seien der entscheidende Schlüssel, um Alltagsnormalität so lang und so gut wie möglich zu erhalten.


Am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU) mit dem Ministerpräsidenten der Länder über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. (kam/dpa) *Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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