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Söder bricht wohl Corona-Versprechen - mit Folgen: Millionen-Verlust für den FC Bayern

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Von: Katarina Amtmann

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Markus Söder hatte im September versprochen, dass es keine Geisterspiele und keinen Lockdown mehr geben wird. Das Versprechen scheint nun nicht mehr haltbar zu sein.

München - „Es wird keine Geisterspiele und keinen Lockdown mehr geben.“ Das schrieb Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 2. September nach einem Besuch beim Eishockeyclub ERC Ingolstadt auf Facebook. Über diese Aussage freute sich auch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Nach dem Besuch des CSU-Chefs schrieb die DEL auf Twitter mit Blick auf die Geisterspiel-Aussage, Söder habe „einen wichtigen Satz dagelassen.“ Auch Fußball im Freistaat fand wieder mit Fans statt, was neben dem FC Bayern oder Augsburg auch zahlreiche Zweitliga-Klubs wie Nürnberg oder Fürth gefreut haben dürfte.

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Söder bricht Corona-Versprechen: CSU-Chef kündigt Geisterspiele für Bayern an

Doch Söders Corona-Versprechen, keine Geisterspiele mehr zu veranstalten, scheint nicht mehr haltbar zu sein. Der CSU-Chef hat inzwischen Geisterspiele für den Freistaat angekündigt. „Bayern wird das tun“, schrieb er am Dienstag (30. November) auf Twitter. Dem Bayerischen Rundfunk hatte er zuvor gesagt: „Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen.“ Die hohe Mobilität bei der An- und Abreise sei aktuell nicht verantwortbar. „Der Fußball hat eine große Vorbildfunktion. Wir müssen jetzt überall Kontakte reduzieren“, so Söder auf Twitter weiter.

Söder kündigt wegen Corona Geisterspiele an - Millionenverlust für den FC Bayern

Die Forderung von Söder sei richtig, findet Max Deisenhofer (Grüne), „nur kommt sie ausgerechnet von dem Politiker, der ausgeschlossen hat, dass es nochmal Geisterspiele gibt“, so die Kritik. Deisenhofer fordert auch Entschädigungen für die Klubs im Hallensport.

Allein der FC Bayern erleidet durch die Geisterspiel-Entscheidung einen Millionenverlust. Bei einem Heimspiel entgehen dem Rekordmeister durch fehlende Ticketverkäufe oder Verpflegung Einnahmen in Höhe von drei bis vier Millionen Euro.

Corona-Lockdown? Gipfel mit Merkel am Dienstag

Ob das Versprechen, dass es keinen Lockdown mehr geben wird, haltbar ist, wird sich zeigen. Am Dienstag beraten sich Bund und Länder. Anschließend wird sich Markus Söder in München äußern. (kam)

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