1. Startseite
  2. Bayern

Grüne schimpft über „crazy“ Regeln in Bayern - Corona-Ausbruch in JVA: Mindestens 55 Infizierte

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Katharina Schulze bezeichnete die Corona-Regeln in Bayern als „crazy“. Söders Vize Hubert Aiwanger stellte in einer BR-Sendung Lockerungen in Aussicht.

+++++++++++++++++Dieser Ticker ist beendet++++++++++++++++Dieser Ticker ist beendet+++++++++++++++++++++

Update vom 17. Dezember, 10.05 Uhr: Der Corona-Trend im Freistaat hält an - die Inzidenz sinkt weiter. Laut RKI liegt der Wert am Freitagmorgen bei 313,4. Zum Vergleich: Am Donnerstag betrug die Inzidenz noch 322,5. Bayern liegt damit weiter unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI mit 331,8 angab.

Corona in Bayern: Inzidenz weiter im Sinkflug

Die höchsten Corona-Zahlen im Freistaat sind inzwischen im Norden zu finden: Spitzenreiter war die oberfränkische Stadt Coburg 609,7, gefolgt vom Landkreis Coburg mit 601,8 und der Stadt Schweinfurt mit 581,4. Der niedrigste Wert wurde am Freitag für die Stadt Weiden gemeldet: 141,1.

Update vom 16. Dezember, 13.11 Uhr: Im Straubinger Gefängnis hat es einen Corona-Ausbruch mit mindestens 55 Infizierten gegeben. „Bisher haben die Insassen noch keine schwerwiegenden Symptome“, wie Anstaltsleiter Hans Amannsberger am Donnerstag sagte. Weitere Infizierte könnten noch hinzukommen, denn die Ergebnisse der am Mittwoch durchgeführten Reihentestung waren zunächst noch unbekannt. Von den infizierten Gefangenen sei knapp die Hälfte vollständig geimpft, berichtete Amannsberger weiter. Die Betroffenen seien isoliert und in Quarantäne. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über den Ausbruch berichtet.

Es ist nicht der erste Corona-Vorfall in der Straubinger Justizvollzugsanstalt, schon im April dieses Jahres hatten sich 48 Menschen dort infiziert. Auch in anderen bayerischen Gefängnissen tritt Corona immer wieder auf. In der niederbayerischen JVA sitzen insgesamt rund 700 Männer ein.

Corona-News: Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt weiter

Update vom 16. Dezember, 9.23 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt seit fast drei Wochen. Am Donnerstag gab das Robert Koch-Institut (RKI) den Wert mit 322,5 an. Am Mittwoch waren es noch 356. Bayern liegt damit erstmals seit Monaten wieder unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI mit 340,1 angab. Allerdings stieg auch die Zahl der im Zusammenhang mit Corona verstorbenen Menschen um 79. Seit Pandemiebeginn zählt das RKI in Bayern insgesamt 18.850 Tote.

Die höchste Inzidenz in Bayern weist aktuell der Landkreis Bamberg mit 663,7 auf, dahinter folgen der Landkreis Coburg mit 593,7 und Freyung-Grafenau mit 567,9. Die niedrigste Inzidenz wird für die Stadt Weiden gemeldet: 134.

Auf den Intensivstationen ist die Situation weiterhin angespannt, wenn auch nicht mehr ganz so sehr wie vor kurzem. Die Zahl der Corona-Patienten dort lag dem bundesweiten Intensivregister zufolge mit Stand 7.05 Uhr bei 978. Davon mussten 583 invasiv beatmet werden.

Grüne schimpft über „crazy“ Corona-Regeln in Bayern - Söder-Vize stellt Lockerungen in Aussicht

Erstmeldung vom 16. Dezember, 7.24 Uhr: München - Erst kürzlich schärfte die Regierung um Markus Söder die Corona-Regeln nach, lockerte aber gleichzeitig eine Maßnahme für die Silvesternacht.* Die Corona-Maßnahmen waren am Mittwochabend (15. Dezember) auch Thema in der BR-Sendung „jetzt red i“.

Corona-Talk im BR - Grüne gibt zu: „Die Regeln sind seit fast zwei Jahren manchmal ein bisschen crazy“

Ein Gastronom aus dem Chiemgau äußerte den Wunsch nach einem „Planungshorizont“, denn sein Restaurant sei aktuell geschlossen. Es gab zu wenige Kunden, nachdem die 2G-Regel eingeführt wurde. Ein Nürnberger Einzelhändler fühlt sich gegenüber Lebensmittelläden benachteiligt und ein Kinobetreiber aus Passau bezeichnete die 2G Plus-Regel in Kinos als „paradox“, obwohl das Ansteckungsrisiko dort niedrig sei.

Nach den Erzählungen der Betroffenen gab dann auch Katharina Schulze von den Grünen zu: „Die Regeln sind seit fast zwei Jahren manchmal ein bisschen crazy.“ Die Corona-Beschlüsse der Söder-Regierung seien oft nicht nachvollziehbar, vor allem im Kulturbereich, so ihre Kritik. Sie plädierte für einen „Stufenplan mit klaren Maßnahmen“, um Planungssicherheit zu gewähren.

Söder-Vize Aiwanger verteidigt Corona-Regeln in Bayern

Die Co-Vorsitzende der bayerischen Grünen gab in der Sendung aber zu, dass es für die Politik nicht immer einfach sei, bei den Maßnahmen zu differenzieren. So müssten Supermärkte von der 2G-Pflicht ausgenommen werden, auch wenn sie Produkte verkaufen, die im Einzelhandel auch zu finden sind.

Hubert Aiwanger, der in der Vergangenheit oft für Lockerungen plädiert hatte, verteidigte die aktuellen Maßnahmen. Aufgrund der stark gestiegenen Zahlen hatten Experten vor ein paar Wochen eine Verdreifachung der Belegung in den Krankenhäusern vorhergesagt. „Jetzt reden wir schon wieder auf relativ hohem Rosse“, so Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident bei „jetzt red i“ mit Blick auf die sinkenden Zahlen.

Coronavirus: Söder fordert Omikron-Strategie, Reform der Stiko und gibt Anpassungen bekannt

Corona in Bayern: Aiwanger stellt weitere Lockerungen in Aussicht

Beim einen Thema herrschte in der Sendung große Einigkeit: Vor allem Jugendliche sollen weiterhin im Verein Sport machen können, auch wenn sie noch nicht gegen Corona* geimpft sind. Derzeit gilt im Hallensport für Erwachsene die 2G Plus-Regel und unter freiem Himmel 2G. Jugendliche sind bisher davon ausgenommen - und wenn es nach den Grünen und den Freien Wählern geht, soll das auch so bleiben. „Ich hoffe, dass wir das ab Januar verlängern können“, so Aiwanger. „Das ist ein Muss!“ findet Schulze.

Aiwanger stellte in der BR-Sendung weitere Lockerungen im Sportbereich in Aussicht: Bei Sportarten ohne Kontakt wie zum Beispiel Bogenschießen setzt sich der Freie-Wähler-Chef dafür ein, dass ein zusätzlicher Test nicht nötig ist. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare