Falschparker gab es an den Ausflugszielen, etwa am Sutten bei Rottach-Egern. Plettenberg
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Falschparker gab es an den Ausflugszielen, etwa am Sutten bei Rottach-Egern.

Erstes Wochenende der Osterferien

Corona-Ausflügler in Bayern: Leere Autobahnen - dafür viele Falschparker

  • Susanne Sasse
    vonSusanne Sasse
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Das erste Ferienwochenende war außergewöhnlich ruhig in Bayern: Autobahnen waren fast leer, an Grenzen gab es kaum Staus. Der ADAC führt das auf die „unklare Situation und Corona-Beschränkungen“ zurück.

München – Die Lust auf Fernreisen war zu Ferienbeginn deutlich eingebremst: An den Grenzübergängen Kiefersfelden/Kuftstein und bei Bad Reichenhall blieb es ruhig. Lediglich an der A 8 am Walserberg gab es am Wochenende kurze Staus Richtung Österreich mit Wartezeiten von bis zu 30 Minuten. Es handelte sich laut Zeugen großteils um Slowenen, Kroaten und Serben, die über Ostern in die Heimat wollten. Darunter mischten sich Wohnmobile mit dem Urlaubsziel Kroatien. Transitreisende winkten die österreichischen Grenzer durch.

Osterferien in Bayern: Corona-Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien bleiben

Wer aber keinen Transit nachweisen kann, muss unmittelbar an der Grenzkontrollstelle umdrehen. „Von Freitag auf Sonntag wurden am Walserberg deswegen 40 Fahrzeuge zurückgewiesen“, so ein Sprecher der Polizei in Salzburg. Eine Einreise nach Österreich, um einen Kurzurlaub zu verbringen, ist nicht erlaubt, Shoppingtouren sind nicht möglich.

Zwar hatte am Freitag das Robert-Koch-Institut angekündigt, das österreichische Bundesland und Tschechien mit Wirkung zum Sonntag von seiner Liste der Virusvariantengebiete zu streichen. Dadurch fällt die Grundlage für einen Teil der zuletzt geltenden Einreisebeschränkungen weg. Die stationären Kontrollen an den Grenzen zu Österreich und Tschechien bleiben aber vorerst bestehen.

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Erstes Ferienwochenende in Bayern: Wenig Verkehr auf Autobahnen - viel Betrieb am Münchner Flughafen

Mehrere bayerische Bürgermeister und die Präsidentin des Tiroler Landtags haben in einem offenen Brief den künftigen Verzicht auf „strenge Grenzmaßnahmen zwischen Tirol und Bayern“ gefordert. In dem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer und den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (beide CSU), betonten sie, dass die wegen der Corona-Krise erlassenen Regelungen „eine riesige Belastung für unsere Grenzregion und darüber hinaus“ gewesen seien. Unterzeichnet haben neben der Präsidentin des Tiroler Landtags die Bürgermeister von Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen, Füssen und Pfronten.

Still blieb es auf der Brennerautobahn bis runter nach Modena. In Italien herrscht über Ostern bei Inzidenzen um die 250 ein Lockdown. Bei der Rückkehr sind Coronatest und Quarantäne Pflicht. All das schreckt gewaltig ab. So viel los wie schon lange nicht mehr war dagegen am Flughafen München: 150 Flieger starten hier in den Osterferien Richtung Mallorca, Derzeit liegt die Inzidenz auf den Balearen bei 28,71.

Corona in Bayern: Einige Falschparker an beliebten Ausflugszielen - Polizei verärgert

Umsichtig verhielten sich die meisten Ausflügler innerhalb von Bayern: „Es ist außergewöhnlich ruhig“, sagte am Sonntag ein Sprecher der Polizeipräsidiums Rosenheim. Aber Falschparker gab es an den beliebtesten Ausflugszielen natürlich trotzdem wieder: Am Walchensee im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen stellte Frank Benz, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Kochel, am Sonntag rund 40 Strafzettel aus. „Es wird wie im vergangengenen Jahr, die Leute parken im Naturschutzgebiet, im Halteverbot und vor Einfahrten“, prognostizierte er verärgert und appellierte an die Ausflügler, sich legale Parkplätze zu suchen – auch wenn sie dann ein paar Meter weiter gehen müssen.

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