Am Donnerstagmorgen verkündet

Corona-Regel überraschend gekippt: Schuhläden in Bayern dürfen ab sofort öffnen - Inzidenz spielt keine Rolle

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Schuhgeschäfte in Bayern dürfen auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 öffnen. Die Entscheidung wurde soeben verkündet.

München - Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehören. Das teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die Corona-Inzidenz* spielt dabei keine Rolle.

Corona-Inzidenz spielt keine Rolle: Schuhläden in Bayern dürfen sofort öffnen

Zur Begründung: Die Richter verweisen auf die bereits arg aufgebohrte Verordnung zum Infektionsschutz. Demnach gelten in Bayern ja bereits Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und sogar Buchläden und Versicherungsbüros als so wichtig, dass sie immer offen haben dürfen. Das Bedürfnis nach neuen Schuhen stünde dem in nichts nach, so die Richter. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

Corona-Regel weiter aufgeweicht: Richter öffnen Schuhläden - Kläger hofft auf Signalwirkung

Der Spiegel hatte zuvor über den Beschluss berichtet. »Wir hoffen, dass das Urteil eine Signalwirkung hat, damit wir nun nicht in jedem Bundesland einzeln klagen müssen«, sagte Fritz Terbuyken, der Vorstand, zu der das klagende Fachgeschäft aus Schweinfurt gehört, dem Magazin.

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Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa

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