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Corona-Zahlen in Bayern steigen weiter: LMU-Bericht zeigt traurige Überlebensrate von Beatmungspatienten

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Von: Katarina Amtmann, Tanja Kipke

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Markus Söder verkündete Lockerungen der Corona-Regeln für Bayern. Die Zahl der Impfungen ist in den vergangenen Wochen leicht zurückgegangen. Der News-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 26. Januar, 18.07 Uhr: Die Impfkampagne in Bayern hat auch nach den Weihnachtsferien im Januar kaum an Fahrt aufgenommen. In der vergangenen Woche seien im Freistaat rund 539.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden - etwa 5000 weniger als in der letzten Woche der Weihnachtsferien Anfang Januar, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit.

Zum Vergleich: Mitte Dezember 2021 war die Zahl wöchentlicher Corona-Impfungen im Freistaat auf mehr als 1,1 Millionen gestiegen. Die Zahl der Erstimpfungen lag damals bei mehr als 100.000, in der vergangenen Woche nur bei knapp 49.000. Die Impfkampagne für Kinder zwischen fünf und elf Jahren kommt in Bayern unterdessen weiter voran. Seit dem offiziellen Beginn Mitte Dezember seien in dieser Altersgruppe rund 211.000 Impfungen verabreicht worden, sagte eine Ministeriumssprecherin. Damit seien im Freistaat rund 16,9 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen erstgeimpft und etwa 8,7 Prozent grundimmunisiert.

Corona: Bayerns Inzidenz liegt über 1000

Update vom 26. Januar, 6.30 Uhr: Die Söder-Regierung in Bayern hat am Dienstag Lockerungen der aktuell gültigen Corona-Regeln angekündigt. Trotz weiterhin steigender Infektionszahlen. Dass gleichzeitig die Hospitalisierungsrate sowie die Anzahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen rückläufig sei, beziehe man in diese Entscheidung mit ein, so Staatsminister Herrmann auf einer Pressekonferenz. Am Mittwoch liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat dem Robert-Koch-Institut zufolge bei 1068, bundesweit bei 940,6.

An der Spitze der Inzidenzen im Freistaat und auf Platz Sieben deutschlandweit, gleich nach diverser Stadtteile der Stadt Berlin, steht nun der Landkreis Dachau. In dem Nachbarlandkreis der Landeshauptstadt liegt die Inzidenz bei 1997,2. Ihm folgen mit einigem Abstand die Landeshauptstadt selbst mit einer Inzidenz von 1763,1 und die Stadt Rosenheim mit 1545,8. Die niedrigste Inzidenz in Bayern hat der Landkreis Coburg mit 377,7 gefolgt vom Nachbarlandkreis Kronach mit 409,9.

Insgesamt wurden in Bayern seit Beginn der Pandemie circa 1.634.000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Die Zahl der aktuell Infizierten stieg um knapp 22.600 Fälle. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden starben 21 weitere Personen im Freistaat an oder mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Toten in Bayern stieg damit auf 20.362.

Corona in Bayern: Fast zwei Drittel der Beatmungspatienten in LMU-Klinikum verstorben

Währenddessen wurde bekannt, dass die Delta-Variante des Coronavirus offenbar auch bei Kindern öfter zu schweren Erkrankungen geführt hat, als die vorherigen Virus-Typen. Das zeigen Patientenzahlen des Haunerschen Kinderspitals am LMU Klinikum München. Im November 2021 wurden dort 14 Kinder und Jugendliche behandelt - ein Höchststand, wie das Klinikum anlässlich der ersten Corona-Fälle in Deutschland vor zwei Jahren berichtete. Insgesamt wurden bisher 60 Kinder mit Covid-Infektion im Haunerschen Kinderspital behandelt, 15 von ihnen auf der Intensivstation, hiervon wiederum die meisten mit schweren Vorerkrankungen.

In den vergangenen zwei Jahren wurden auf den Intensivstationen des LMU Klinikums 570 Corona-Patienten behandelt. Im Schnitt waren sie 61,4 Jahre alt, 70 Prozent waren Männer. Die mittlere Liegedauer auf der Intensivstation betrug 16,7 Tage - bei sonstigen Erkrankungen liegt der Schnitt bei etwa 4 Tagen. Ein Corona-Patient war sogar 160 Tage auf der Intensivstation - er sei mittlerweile nach Hause entlassen. 94 Patienten wurden an der künstlichen Lunge behandelt, meist die letzte Option. 38 Patienten überlebten; 2 werden noch behandelt.

Update vom 25. Januar, 13.03 Uhr: Das bayerische Kabinett hat in einigen Bereichen Lockerungen für den Freistaat bekannt gegeben. Wie bereits angekündigt, werde ab Donnerstag die Kapazitätsgrenze von 25 Prozent auf 50 Prozent bei Veranstaltungen angehoben. Da jeder Veranstalter diese Möglichkeit bekommen soll, muss - wenn es die Räumlichkeiten nicht zulassen - der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden. Zudem gilt in der Jugendarbeit, bei Meisterkursen und Fahrschulen in Zukunft nur noch die 3G-Regel.

Die größte Überraschung ist wohl das Ende der Geisterspiele. Bei überregionalen Veranstaltungen ist nun wieder eine Auslastung von 25 Prozent möglich. Allerdings liegt die Obergrenze bei 10.000 Zuschauern. Neben den beschlossenen Regel-Erleichterungen beschließt das Kabinett wohl auch das Aus für die Luca-App. Das soll im Lauf des Tages bekannt gegeben werden, erfuhr unsere Redaktion aus Kreisen des Ministerrats.

Die Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung zum Nachlesen

Update 12.58 Uhr: Man könne noch nicht wissen, wann man die geltenden Maßnahmen nicht mehr braucht, so Herrmann. Weitere Lockerungen wird es wohl vorerst nicht geben. Hiermit ist die Pressekonferenz beendet.

Update 12.40 Uhr: Ein Journalist will wissen, warum Söder an der heutigen Pressekonferenz „nicht Rede und Antwort“ steht. Ein Grund sei, dass man keine grundlegenden Änderungen beschlossen habe, so Herrmann. Zudem sei der Ministerpräsident in einer Besprechung vor der nachmittäglichen Landtagssitzung.

Zu den überregionalen Veranstaltungen sagt Herrmann noch, man sei mit den Betroffenen durchgehend im Austausch. Man denke in erster Linie nicht an den FC Bayern, sondern an diejenigen Vereine anderer Sportarten, wie zum Beispiel Eishockey und Handball, die auch überregional unterwegs sind. Diese seien deutlich mehr auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. „Wir haben die Linie der Geisterspiele lang durchgehalten“, so Herrmann. Andere hätten schon die ganze Zeit Zuschauer zugelassen.

Update 12.30 Uhr: Holetschek würde sich freuen, wenn die allgemeine Impfpflicht auf den Weg gebracht wird. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht soll kein „Sonderopfer“ für Pflegekräfte sein. Solidarität sei hier gefragt.

Ein Journalist fragt, wie genau es umgesetzt werden kann, dass im Kunst und Kulturbereich der Abstand nicht mehr eingehalten werden muss. Herrmann sagt dazu: „Jeder Veranstalter soll die Möglichkeit haben, von 25 auf 50 Prozent die Kapazität zu erhöhen.“ Auch dann, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Durch die FFP2-Maske am Platz sei laut Herrmann dennoch ein hoher Schutz gegeben.

Holetschek: „Omikron bilde ein leichteres Krankheitsbild ab“

Update 12.23 Uhr: Zum Abschluss hat Gesundheitsminister Klaus Holetschek das Wort. „Anpassen und Aufpassen“ sei jetzt wichtig. „Ein bisschen stehen wir nach wie vor im Nebel“, warnt der Gesundheitsminister. Viel wisse man nach wie vor nicht über Omikron. Es zeige sich aber deutlich, dass es eine „gewisse Entkoppelung“ zwischen Neuinfektionen und Hospitalisierung gibt. Omikron bilde ein „leichteres Krankheitsbild ab“. Das Risiko für eine Hospitalisierung sinkt um 52-70 Prozent. Es gebe zudem eine geringe Beatmungsquote und eine verkürzte Krankenhausaufenthaltsdauer, so Holetschek. Man werde das „Aufpassen“ aber nicht vernachlässigen.

Zum Thema PCR sagt er: „Die Priorisierung der Tests wird kommen“. Man habe in Bayern die Spielräume allerdings erhöht. Der Bund sei nun gefordert, zu schauen, wie die Kapazitäten erhöht werden können.

Update 12.17 Uhr: Nun spricht Kultusminister Michael Piazolo. „Wir halten die Anpassungen für richtig“, sagt der Minister. Die Vereinfachungen seien berichtigt. Schüler und Schülerinnen werden intensiv getestet und daher reiche für die Jugendarbeit oder auch in Fahrschulen die 3G-Regel. In den Schulen zeige Corona seine Wirkung, man wolle trotzdem an Präsenzunterricht festhalten. Die Quarantänebestimmungen treffe immer das Gesundheitsamt und nicht die Schule selbst, macht Piazolo deutlich. Man habe nochmal die Testkapazität nach einer Quarantäne an Grundschulen erhöht. 93 Prozent der Schulen in Bayern seien in voller Präsenz.

Söder-Regierung lockert zahlreiche Bereiche in Bayern

Update 12.13 Uhr: Im Kunst und Kulturbereich müsse bei einer Auslastung von 50 Prozent dann auch kein Mindestabstand von 1,5 Meter mehr eingehalten werden.

Update 12.05 Uhr: Bei den Auffrischungsimpfungen verzeichnet Bayern einen „klaren Fortschritt“. Die Menschen lassen sich boostern, freut sich Herrmann. Das Risiko sich zu infizieren sei bei Omikron so hoch wie nie zuvor, gleichzeitig sei die Wahrscheinlichkeit noch nie so gering für einen schweren Verlauf gewesen. Leitmotiv sei weiterhin „Vorsicht mit Umsicht“. Man habe in der Kabinettssitzung keine grundlegenden Veränderungen beschlossen.

Die 2G-Regel im Handel gilt nicht mehr, daran wird man auch nichts ändern. Auch das Aussetzen der Hotspot-Regel bleibt weiter bestehen, so Herrmann. Man werde zum Donnerstag allerdings folgende „Vereinfachungen“ in der Verordnung vornehmen: In der Jugendarbeit gilt ab sofort wieder 3G. Außerdem werde man im Bereich der Prüfungen, Meisterkurse und Fahrschulen ebenfalls 3G einführen.

In Kunst und Kultur werde man - wie bereits angekündigt - die Kapazitäten anheben. Von 25 Prozent der Auslastung auf 50 Prozent. Das gilt auch für Sportveranstaltung und alle anderen Veranstaltungen, die bisher auf 25 Prozent beschränkt waren. Bei überregionale Großveranstaltungen, wie zum Beispiel bei der Bundesliga, werde man 25 Prozent der Kapazität ermöglichen. Zuvor fanden die Spiele ohne Zuschauer statt. Allerdings wird eine Personengrenze von maximal 10.000 Zuschauern in den Stadien gelten.

Update vom 25. Januar, 12 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt pünktlich. Staatskanzleichef Florian Herrmann hat als erster das Wort. Im Fokus der Kabinettssitzung habe die Bewertung der Corona-Lage gestanden, so der Minister. „Die Omikron-Welle rollt und führt zu Inzidenzhöchstständen“. In Bayern habe man heute eine Inzidenz von 984. Über 30 Landkreise im Freistaat würden mittlerweile eine Inzidenz von über 1000 aufweisen. Herrmann spricht von einem „rasanten Anstieg“. In den Krankenhäusern sei die Welle zwar angekommen, aber noch nicht auf den Intensivstationen. Die Hospitalisierung sei gestiegen, gleichzeitig ist die Zahl der Intensivbetten gesunken.

Update vom 25. Januar, 11.24 Uhr: Seit neun Uhr tagt das bayerische Kabinett. Debattiert wird unter anderem über mehr Zuschauer bei Sport und Kultur. Söder argumentierte am Montagabend im BR-Fernsehen: „Die Mehrzahl der Bundesländer, denken wir beispielsweise an den Fußball, hat die ganze Zeit Zuschauer, und zwar zum Teil viele.“ Es gehe um den Fußball, aber auch um Eishockey, Handball oder Basketball. „Einige der Vereine sind möglicherweise kurz vor der Existenzgefährdung“, sagte Söder. Deshalb müsse man hier nun einen „vernünftigen Weg“ finden. Um 12 Uhr gibt es eine Pressekonferenz. Diese können Sie hier live im Ticker und Stream verfolgen.

Corona-Zahlen in Bayern steigen weiter

Update vom 25. Januar, 7.45 Uhr: Die Zahl der registrierten Neuinfektionen geht in Bayern weiter sprunghaft nach oben. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 20.681 Neuinfektionen, nach 14.850 am Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit am Dienstag auf 984,1, wie das RKI auf seinem Dashboard bekanntgab. 30 Landkreise und kreisfreie Städte lagen am Dienstag bereits über einer Inzidenz von 1000.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat wies am Dienstag der Landkreis Dachau mit 1790,3 auf, gefolgt von der Stadt München mit 1581,9 und dem Landkreis Erding mit 1393,9. Am günstigsten steht derzeit der Landkreis Aschaffenburg mit 340,1 da, dahinter folgen die Landkreise Kronach (352, 6) und Coburg (383,5).

Auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen stieg wieder leicht. Das Divi-Intensivregister meldete am Dienstag (Stand 7.15 Uhr) 336 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 6 mehr als am Montag. Allerdings waren vor einer Woche noch 399 Corona-Intensivpatienten in Behandlung.

Trotz der steigenden Zahlen geht es in der Kabinettssitzung am heutigen Dienstag um Lockerungen. Um 12 Uhr wird es eine Pressekonferenz geben (siehe Erstmeldung).

Von Söder schon angekündigt: Kommen heute langersehnte Lockerungen für Bayern? Pressekonferenz am Mittag

Erstmeldung vom 25. Januar, 6.37 Uhr: München - Mehr Zuschauer für Sport und Kultur - diese Ankündigung will das bayerische Kabinett um Markus Söder nun umsetzen. Viele Details sind allerdings noch offen.

Söder-Kabinett tagt zu Corona-Lockerungen - Mehr Zuschauer unter 2G-Plus?

Ab neun Uhr will das Kabinett am Dienstag (25. Januar) über Lockerungen für Sport- und Kulturveranstaltungen im Freistaat beraten und entscheiden. Ministerpräsident Söder hatte nach den Bund-Länder-Beratungen am Montagabend erneut angekündigt, in beiden Bereichen mehr Zuschauer zulassen zu wollen - jeweils unter 2G-plus-Bedingungen und mit Maskenpflicht. In Theatern, Kinos und bei anderen kulturellen Veranstaltungen sollen statt 25 voraussichtlich wieder 50 Prozent Zuschauer-Auslastung erlaubt werden.

Und im Sport sind Hoffnungen auf ein Ende der Geisterspiele in Profi-Ligen groß. Für welche Sport-Events er Lockerungen will und mit wie vielen Zuschauern, dazu hatte der CSU-Chef aber bisher nichts gesagt. Zudem sollen die Zugangsregeln für Angebote der Jugendarbeit gelockert werden.

Im BR-Fernsehen erklärte Söder am Montagabend: „Die Mehrzahl der Bundesländer, denken wir beispielsweise an den Fußball, hat die ganze Zeit Zuschauer, und zwar zum Teil viele.“ Neben Fußball gehe es auch um Eishockey, Handball oder Basketball. „Einige der Vereine sind möglicherweise kurz vor der Existenzgefährdung“, sagte Söder. Deshalb müsse man hier nun einen „vernünftigen Weg“ finden.

Wegen Omikron: Söder rechtfertigt Möglichkeit zu Lockerungen

Söder rechtfertigt die Möglichkeit zu Lockerungen trotz massiv steigender Neuinfektionszahlen damit, dass die Omikron-Welle das Gesundheitssystem weit weniger belaste als die Delta-Variante zuvor.

In der aktuellen bayerischen Corona-Verordnung heißt es, einem Bund-Länder-Beschluss vom Dezember folgend: „Zu großen überregionalen Sport-, Kultur- und vergleichbaren Veranstaltungen sind Zuschauer nicht zugelassen.“ Für alle anderen Veranstaltungen gilt, dass maximal 25 Prozent der Zuschauer-Kapazitäten genutzt werden dürfen.

Söder stellt Lockerungen in Aussicht - Oliver Kahn hofft

Oliver Kahn vom FC Bayern München hofft nach Söders Signalen auf ein Ende der Geisterspiele. „Wir müssen vernünftige Lösungen für alle Lebensbereiche finden, also auch für den Sport. Ich hoffe sehr, dass das bayerische Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag Möglichkeiten und Chancen bespricht - und entsprechende Entscheidungen trifft“, sagte der Bayern-Vorstandschef der Deutschen Presse-Agentur.

Söder-Kabinett tagt: Pressekonferenz heute live

Nach der Kabinettssitzung wird es eine Pressekonferenz mit Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo geben. Diese können Sie um 12 Uhr hier verfolgen. (kam/dpa)

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