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Silvester in Bayern: Corona-Regeln sorgen für Überraschung - Ministerium gibt Begründung

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Von: Tanja Kipke

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Der Silvesterabend rückt immer näher. Zahlreiche Corona-Beschränkungen gilt es in Bayern zu beachten. Vor allem in der Gastro sorgen die Regeln für Verwirrung. Ein Überblick.

München - Das Silvesterfest wird wie vergangenes Jahr im Freistaat wohl eher ruhig vonstattengehen. Zahlreiche Beschränkungen und Verbote gilt es wegen der Corona-Pandemie zu beachten. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von 250 Euro (Regelsatz). Vor allem eine Regel bereitet vielen noch Kopfzerbrechen. In der Gastronomie darf um Mitternacht aufs neue Jahr angestoßen werden - und das auch mit mehr als zehn Personen. Merkur.de hat beim bayerischen Gesundheitsministerium nachgefragt, wie diese Regel-Lockerung mit den privaten Kontaktbeschränkungen einhergeht.

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Corona-Regeln an Silvester: Was man im Freistaat in der Gastronomie beachten muss

Bei privaten Zusammenkünften gilt eine Personenobergrenze von zehn Personen. Kinder unter 14 Jahren sind von der Beschränkung ausgenommen. Bei Ungeimpften gelten noch strengere Regeln. Dann dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit zwei Personen aus einem weiteren Hausstand zusammenkommen. Private Silvesterpartys in größerem Kreis sind somit verboten In Restaurants hingegen gilt diese Regel nur eingeschränkt. „Für Zusammenkünfte in der Gastronomie, die keinen Veranstaltungscharakter aufweisen, gelten immer die Regeln für den Besuch gastronomischer Einrichtungen“, erklärt eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage von Merkur.de. In Restaurants gilt momentan „nur“ die 2G-Regel.

Bedeutet: In Restaurant ist es weiterhin möglich, mit mehr als zehn Personen an Silvester zu speisen und anzustoßen. Und das auch bis nach Mitternacht. Die Sperrstunde von 22 Uhr wurde über das Neujahrsfest nämlich ausgesetzt. Das Ministerium begründet seine Entscheidung wie folgt: „Die einmalige Aussetzung erscheint mit Blick auf die Besonderheiten des Jahreswechsels geboten. Andernfalls wäre damit zu rechnen, dass in größerem Umfang Silvesterfeiern außerhalb der Gastronomie und damit im Zweifel unter geringeren Infektionsschutzstandards stattfinden.“

Wenn es sich beim Zusammentreffen in der Gastronomie jedoch um eine geschlossene Veranstaltung in einem separaten Raum handelt, bei der dann auch strengere Zugangsvoraussetzungen (2G-plus) gelten, darf sogar bei lauter Musik getanzt werden. Allerdings greift hier nun tatsächlich die zehn-Personen-Regel der Kontaktbeschränkungen. „Es ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten, der beim Sitzen am Tisch und – aus der Natur der Sache – beim Tanzen entfällt“, heißt es vonseiten des Gesundheitsministeriums zu dieser Art von Veranstaltung. Allerdings gilt dann beim Tanzen eine Maskenpflicht. Der Vizepräsident des Gastro-Verbands hält dieses Regelwirrwarr für „unlogisch.“

Regeln zum Jahreswechsel in Bayern: Silvesterverbote im Freien

Zusätzlich zu den Kontaktbeschränkungen gilt in Bayern an Silvester ein Feuerwerksverbot „auf besonders publikumsträchtigen öffentlichen Plätzen“. Auch Ansammlungen von mehr als zehn Personen sind an diesen Plätzen und in der Umgebung verboten. Sobald mehr als zehn Personen zusammenkommen, muss sich die Gruppe laut Corona-Verordnung „unverzüglich zerstreuen“. Zudem darf dort kein Alkohol konsumiert werden. Die betroffenen Plätze legen die einzelnen Kommunen fest. In München etwa ist das Böllern innerhalb des Mittleren Rings, in Augsburg in der Innenstadt, in Nürnberg auf und rund um die Kaiserburg, am Hauptmarkt und um die Lorenzkirche verboten. (tkip)

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