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Corona-Studie macht Hoffnung: Gefahr von Infektionsübertragungen in Kitas gering - unter einer Voraussetzung

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Von: Katarina Amtmann

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Kindertagesstätte
Eine Studie zur Infektionsgefahr in Kitas macht Hoffnung (Symbolbild). © Monika Skolimowska/dpa/dpa-Bildfunk

Eine Corona-Studie von Würzburger Forschern macht Hoffnung: Demnach ist die Gefahr von Infektionsübertragungen in Kitas gering. Wissenschaftler haben Empfehlungen.

Würzburg - Würzburger Forscher haben über Monate Kita-Kinder auf Corona getestet. Nun gibt es Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. Eine Kernaussage laut Bayerischem Rundfunk (BR): Kita-Betreuung ist mit regelmäßigen Tests gut möglich.

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Corona-Studie in Kitas: Gefahr von Infektionsübertragungen gering - unter einer Voraussetzung

Rund 600 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren sowie ihre Betreuer wurden demnach seit Herbst 2020 regelmäßig auf eine Corona-Infektion getestet. Die Wissenschaftler haben seitdem zweimal über erste Ergebnisse informiert. Wie der BR berichtet, wurde die Studie nun auch wissenschaftlich publiziert. Eine wichtige Erkenntnis demnach: Die Gefahr von Infektionsübertragungen in Kitas ist gering. Die Voraussetzung: Regelmäßige Tests.

Die Forscher empfehlen deshalb zwei Corona-Tests pro Woche, den ersten am Montag. Die Ergebnisse sollten innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Eine möglichst hohe Teilnehmerrate sei wichtig, heißt es weiter. Demnach solle mindestens die Hälfte der Kinder und des Personals getestet werden.

Corona-Studie in Würzburger Kitas: „Die Testung sollte möglichst wenig belastend sein“

Aus der Studie gehen aber noch weitere Ergebnisse und Empfehlungen hervor. Demnach ließ sich bereits aus den vorläufigen Daten ablesen, dass Mundspül-Tests von den Kindern besser angenommen wurden als Nasenabstriche. Wie der BR berichtet, empfehlen die Wissenschaftler deshalb: „Die Testung sollte möglichst wenig belastend sein, um eine hohe und nachhaltige Akzeptanz zu erreichen.“ Mundspülwassertests oder auch Lolli-Tests seien besonders geeignet. Nasenabstriche hätten aber ebenfalls „eine gute-mittlere Akzeptanz“, wenn Eltern sie zuhause durchführen.

Was die Studie auch zeigt: Regelmäßige Corona-Tests mindern die empfundene psychische Belastung durch die Corona-Pandemie. Das zeigte sich im ersten Teil der Studie. Einige Kinder wurden zweimal die Woche getestet, andere nur, wenn sie Symptome hatten. Die regelmäßigen Tests hätten ein Sicherheitsgefühl vermittelt, sagt die Mit-Autorin der Studie, Andrea Streng. „Im Gegensatz dazu nahm in der Kontrollgruppe, in der allen Haushaltsangehörigen nur beim Auftreten von Erkältungssymptomen eine Testung angeboten wurde, die psychische Belastung zu und die Teilnehmenden äußerten eine geringere Zufriedenheit“, zitiert der BR Streng.

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Lockdown: Corona-Studie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle unterbrochen

Was auch auffällt: Über einen Zeitraum von zwölf Wochen im vergangenen Winterhalbjahr konnten die Wissenschaftler bei den untersuchten Personen nur zwei Infektionen nachweisen, so der BR. „Dies belegt eine geringe Infektionsrate von Kindern in den ersten Infektionswellen der Pandemie“, heißt es dazu. Was dabei aber zu beachten ist: Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle musste die Studie aufgrund des Lockdowns unterbrochen werden.

Was außerdem zukünftig eine Rolle spielen könnte: Virusvarianten wie Omikron. Möglicherweise müssten Empfehlungen dann angepasst werden. Eventuelle Auswirkungen der Impfungen sind ebenfalls noch nicht berücksichtigt, da sie zum Studienbeginn noch nicht verfügbar waren. (kam)

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