Markus Söder hat sich mit den USA angelegt - ein Konter folgte prompt.
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Markus Söder hat sich mit den USA angelegt - ein Konter folgte prompt.

„Freunde aus Europa unterstützen“

Impfstoff-Streit: „Einfach nicht wahr“ - Söder legt sich mit den USA an und fängt Konter ein

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Markus Söder wünscht sich Corona-Impfstofflieferungen von den USA. Für diese Anregung fing sich Bayerns Ministerpräsident nun einen Konter der Amerikaner ein.

München/Washington - Das Impfen gegen Corona geht in Deutschland zu langsam. Der Astrazenca-Impfstopp hat die Situation weiter verschärft. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder* wollte nun mehr Druck beim Impfen machen - und hat sich jetzt sogar mit den USA angelegt. Der CSU*-Chef erhielt jedoch prompt Kontra aus Washington. Das berichtet die Bild.

Corona-Impfstoff: Söder legt sich mit den USA an - „Wenn die Amerikaner so viel Impfstoff haben ...“

„Wenn die Amerikaner so viel Impfstoff haben, dass sie sogar Affen impfen können, dann können sie ihre Freunde in Europa auch unterstützen.“ Das sagte Söder nach Bild-Informationen aus Teilnehmerkreisen am Montag im CSU-Vorstand. Ihm schwebt demnach eine „transatlantische Impfbrücke“ vor. Hintergrund ist, dass im Safari-Park von San Diego bereits Anfang März mehrere Affen gegen Corona geimpft wurden.*

Corona-Impfstoff: Söder legt sich mit Amerika an - Konter folgt prompt

Doch eine Knallhart-Reaktion der Amerikaner kam sofort: „Wir weisen jede Aussage zurück, die sich auf ein US-Exportverbot für Impfstoffe bezieht. Diese Behauptung ist einfach nicht wahr“, sagt ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin gegenüber der Bild. Und weiter: „Allen Impfstoffherstellern in den Vereinigten Staaten steht es frei, ihre Produkte zu exportieren, solange sie in der Lage sind, die Bedingungen ihrer Verträge mit der US-Regierung zu erfüllen.“

Dass die USA ein Exportverbot für Impfstoff erlassen hätten und deshalb mitverantwortlich für das Impfchaos in Europa seien, hatte unter anderem Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, gesagt. Doch stimmt das? Die USA hatten die gesamte Lieferkette frühzeitig vertraglich abgesichert. Damit wurden Produktionskapazitäten für die USA reserviert, wie die Tagesschau berichtet. Es gilt sozusagen ein indirektes Exportverbot: Alles ist in Ordnung, solange die eigenen Verträge erfüllt werden. (kam)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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