Abitur hat begonnen

Corona in Bayern: Ferien-Notbetreuung an Schulen - Lehrerverband kritisiert Staatsregierung

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Schulöffnungen in Bayern in der Corona-Krise: In den Ferien soll es an den Schulen Notbetreuung geben - dies ruft massive Kritik an der Regierung hervor.

  • Die bayerische Regierung hat weitreichende Lockerungen verkündet.
  • Am 11. Mai sollten zunächst die Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen
  • Am 18. Mai kehrten weitere Klassen in Stufen in den Schulbetrieb zurück.
  • Die für die Ferien geplante Notbetreuung ruft massive Kritik an der bayerischen Staatsregierung hervor (Update vom 22. Mai)
  • Hier finden Sie unseren Wegweiser* zur Berichterstattung und die Corona-News aus Deutschland*. Außerdem stellen wir hier aktuelle Fallzahlen in Bayern alsKarte bereit. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*. Mehr zu diesem Thema und viele weitere spannende Geschichten gibt es in unserer App. Wie der Download funktioniert.

Update vom 24. Mai: Mitten in der Abi-Prüfungen am Graf- Rasso-Gymnasium im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde ein Corona-Fall gemeldet. Abiturienten hatten Kontakt mit dem Infizierten. Mitten in der Abi-Prüfungen am Graf- Rasso-Gymnasium im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde ein Corona-Fall gemeldet. Abiturienten hatten Kontakt mit dem Infizierten.

Update vom 22. Mai: Der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) kritisiert das Vorhaben der Staatsregierung, auch in den Pfingstferien an den Grund-, Förder- und Mittelschulen eine Notbetreuung anzubieten. Viele Schulen hätten bereits jetzt Personalprobleme, da Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehörten, ausfielen, schrieb der BLLV am Freitag in einer Pressemitteilung.

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben mit höchstem Einsatz seit Beginn der Corona-Krise unter schwierigsten Bedingungen ein schulisches Angebot für die Schülerinnen und Schüler aus dem Boden gestampft und aufrecht erhalten“, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann laut Mitteilung. „Jetzt sollen sie nach der Notbetreuung in den Osterferien auch noch in den Pfingstferien eingesetzt werden.“ Inzwischen seien viele Lehrkräfte überlastet. Viele von ihnen hätten seit Fasching durchgearbeitet und hätten nun einen Anspruch auf Erholung. „Hier müssen die politisch Verantwortlichen jetzt - für die Pfingst- und Sommerferien - andere Lösungen finden.“

Corona in Bayern - Nach großer Aufregung in den letzten Tagen: Abitur im Freistaat beginnt

Update vom 20. Mai: Die Abiturprüfungen in Bayern beginnen: Am heutigen Mittwoch schreiben die Schüler das Abitur im Fach Deutsch. Kommende Wochen folgen die Fächer Mathematik (26. Mai) und im dritten Abiturprüfungsfach (29. Mai). Die mündlichen Prüfungen sind für die Tage vom 15. bis 26. Mai angesetzt. In den vergangenen Tagen gab es große Aufregung (siehe Update vom 18. Mai, 16.29 Uhr). Unbekannte hatten in Bamberg die Aufgaben für das Deutsch-Abitur aus einem Tresor geklaut - alle Abiturienten bekommen deshalb heute Ersatzaufgaben.

Die Nerven der Abiturienten waren ohnehin schon auf die Geduldsprobe gestellt worden, denn eigentlich sollte das Abitur bereits am 30. April beginnen. Weil die Schulen aber wegen der Corona-Pandemie Mitte März für mehrere Wochen geschlossen wurden, verschob das Kultusministerium die Termine der Abschlussprüfungen in den Mai. Mit den Hochschulen und Universitäten wurden zudem Absprachen getroffen, um den Absolventen Gelegenheit zu geben, sich trotz der Verschiebung rechtzeitig für das kommende Wintersemester zu bewerben.

Coronavirus in Bayern: Markus Söder besucht Grundschüler in München

Update vom 18. Mai, 16.29 Uhr: Das Abitur findet statt - auch wenn das Coronavirus das Leben einschränkt. Jetzt sorgt ein Diebstahl in Bayern für Aufsehen - er hat Auswirkungen für alle Abiturienten.

Update von 13 Uhr: Mit Schutzmasken und nach strengen Hygieneregeln zum Schutz vor Coronaviren hat am Montag für Erstklässler in Bayern wieder der Unterricht begonnen. Auch Schüler der fünften Klassen sowie Sechstklässler von Realschulen und Gymnasien kehrten nach mehreren Wochen Pause in die Schule zurück. Gerade für die Jüngsten sei der Unterrichtsbeginn wichtig, „die verlernen sonst Schule“, sagte  Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Besuch an einer Münchner Schule, wo er mit Löwen bedruckte Mundschutze verteilte. Es werde zwar kein normales Schuljahr mehr werden, „aber es darf kein verlorenes Jahr werden“.

Die Schulen haben großen Aufwand betrieben, um die Hygieneregeln umzusetzen. Klassen wurden geteilt und werden in mehreren Schichten unterrichtet. Wenn nach den Pfingstferien die restlichen Schüler nach und nach zurückkehren, wird es jedoch vielerorts schwierig, nicht nur, weil Räume für die geteilten Klassen knapp werden, sondern auch weil Lehrer fehlen, die zur Risikogruppe zählen.

Hier sei die Lage von Schule zu Schule unterschiedlich, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Auffangen könnten die Schulleiter einen Mangel etwa durch eine Reduzierung der Stunden oder durch abwechselnden Schulbesuch. „Man muss ein bisschen auf Sicht fahren.“

Corona in Bayern - Söder besucht Grundschule: „Es ist kein normales Schuljahr, aber...“

Update vom 18. Mai, 11.42 Uhr: Am Montag (18. Mai) hat Ministerpräsident Markus Söder zusammen mit Kultusminister Michael Piazolo eine Grundschule in München besucht. Für die 1. Jahrgangsstufe wurde heute der Unterricht wieder aufgenommen. Dabei erklärte Bayerns Ministerpräsident: „Wir ermöglichen wieder gemeinsam Lernen mit der nötigen Vorsicht und Umsicht. Wir fahren schrittweise hoch und achten genau auf Abstände und Masken in den Schulen. Es ist kein normales Schuljahr, aber auch kein verlorenes.“ 

Coronavirus in Bayern: Schüler positiv getestet - Klasse muss in Quarantäne

Update vom 17. Mai, 17.10 Uhr: Nachdem ein Schüler einer 9. Klasse in Unterfranken positiv auf das Coronavirus getestet wurde, müssen die Klasse sowie mehrere Lehrer in Quarantäne. Der Schüler einer Mittelschule in Bad Brückenau (Landkreis Bad Kissingen) habe am Dienstagabend Erkältungssymptome gezeigt, teilte das Landratsamt Bad Kissingen am Sonntag mit. Das Gesundheitsamt habe daher für die Schüler sowie für fünf Lehrkräfte, die mit dem Schüler Kontakt hatten, eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.

Um die Chancengleichheit unter den Schülern des Prüfungsjahrgangs zu wahren, habe man sich entschlossen, vorerst alle neunten Klassen der Mittelschule ab Montag ausschließlich per Homeschooling zu unterrichten, hieß es in der Mitteilung. Die Abschlussprüfungen seien verschoben worden. Der übrige Schulbetrieb könne wie geplant laufen.

Coronavirus: An vielen Schulen in Bayern herrscht Mangel - Lehrer schlagen bei Söder Alarm

Update vom 14. Mai, 11.22 Uhr: Viele Pädagogen in Bayern halten den Gesundheitsschutz in Schulen und sozialpädagogischen Einrichtungen in der Corona-Krise laut aktuellen Umfragen für dürftig. Wie aus zwei Befragungen der bayerischen Bildungsgewerkschaft (GEW) unter rund 2500 Lehrern und Sozialpädagogen hervorging, fehlten an einem Viertel aller Schulen einfachste Hygienemittel wie Wasser, Seife und Papierhandtücher.

Außerdem sei den Umfrageergebnissen zufolge an Einrichtungen wie Kitas und Zentren der Jugend- und Behindertenhilfe der Infektionsschutz zu gering - besonders für Risikogruppen. Die Bildungsgewerkschaft fordert deshalb, den Gesundheitsschutz auszuweiten.

Ein Lehrer mit Mundschutz desinfiziert die Tische und Stühle in einem Klassenraum (Symbolbild).

Corona: Öffnung bayerischer Schulen: Söder äußert sich zu Unterricht zu Hause

Update vom 14. Mai, 11.05 Uhr: In einer Pressekonferenz äußerte sich Ministerpräsident Markus Söder am heutigen Donnerstag (14. Mai) zur Zukunft von kulturellen Einrichtungen - und sprach dabei auch kurz über die Situation bayerischer Schüler. Das Thema „Digitalisierung Schule“ sei eines der wichtigsten Kapitel, die man verbessern müsste, so Söder, das sei in der Krise deutlich geworden. Die bayerischen Mittel für Digitalisierung müssten „mit Hochdruck“ umgesetzt werden. Allerdings erfordere das Vorgehen genaue Planung. 

Die Corona-Krise hätte außerdem gezeigt, dass es beim Unterricht zu Hause „höhere Bildungserfolge“ gebe, „wo Eltern besonders engagiert“ seien. „Das zeigt, dass Kinder besonders unterstützt werden müssen, deren Eltern - aus welchen Gründen  auch immer - weniger Möglichkeiten haben, mit ihnen zu lernen“, so Söder weiter.

In Bayern wächst der Protest gegen die Corona-Maßnahmen*. In München, Nürnberg und weiteren Städten kam es bereits zu Demonstrationen. Nun können weitere folgen.

Öffnung bayerischer Schulen nach Corona-Krise: Lehrerverband zeichnet düstere Prognose

Update von 15.15 Uhr: Nachdem der bayerische Kultusminister Michael Piazolo am heutigen Mittwoch (13. Mai) ein „Wechsel-Modell“ (Erklärung weiter unten im Text) für die Rückkehr von Schülerinnen und Schülern in Bayern angekündigt hat, hat sich nun der Deutsche Lehrerverband geäußert. 

Zwar habe man die Ferien, um sich organisatorisch besser aufzustellen, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger beim Sender n-tv. Den Schichtbetrieb zwischen Präsenzunterricht an der Schule und Lernen zu Hause werde man aber mit Sicherheit auch im nächsten Schuljahr noch haben - „so lange die Abstandsregeln gelten müssen, und die werden ja gelten müssen, bis ein Impfstoff da ist. Das kann sich noch weit ins nächste Schuljahr hineinziehen“.

Update von 13.24 Uhr: Eine Woche Unterricht in der Schule, dann eine Woche Lernen zu Hause - mit einem solchen Wechselmodell sollen die Lehrer, Schüler und Eltern in Bayern nach langer Corona-Pause ganz langsam wieder zu mehr Normalität zurückfinden. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt nach eigenen Worten große Hoffnungen auf das künftige „Lernen im Wechsel“. „Es ist gut, dass die Schüler wieder schrittweise in den Unterricht an der Schule zurückkehren - denn nichts geht über Unterricht live“, sagte Piazolo am Mittwoch in München. Damit werde es wieder eine regelmäßigere und direktere Kommunikation zwischen den Lehrern und ihren Schülern geben.

Corona in Bayern: Schulen im Wechselmodell zurück in den Unterricht

„Es geht darum, ein stabiles Unterrichtsangebot zu schaffen“, betonte Piazolo. „Entscheidend ist: Die Präsenzwoche und die folgende Woche des „Lernens zu Hause“ bilden eine sinnvoll verzahnte Einheit.“ Konkret heißt das: Die im Präsenzunterricht vermittelten Inhalte sollen anschließend zu Hause geübt und vertieft werden. Aufbauend auf dem Präsenzunterricht soll neues Wissen aber auch zu Hause erweitert werden - „mit Augenmaß“, betonte das Ministerium. Die Themen müssten sich etwa hinsichtlich Umfang und Schwierigkeitsgrad dafür eignen.

Update vom 13. Mai, 10.15 Uhr: Kultusminister Michael Piazolo hat am heutigen Mittwoch (13. Mai) über das weitere Vorgehen für bayerische Schulen in Zeiten der Corona-Krise gesprochen.

Das Thema „Lernen von Zuhause“ ist seit geraumer Zeit bereits ein Thema, das viele Betroffene belastet. Heute hat der Minister verkündet, dass die Plattform „Microsoft Teams“ verwendet werden darf. Besonders die Funktion für Video-Konferenzen sei hier ausschlaggebend, um auch von Zuhause aus mit der eigenen Klasse bestmöglichst kommunizieren zu können.

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Das Coronavirus ist für viele Branchen eine gefühlt unendliche Zerreißprobe. Dabei entstehen viele kreative Lösungen, um durch ungewöhnliche Wege das Geschäft zu beleben.

Corona-Krise in Bayern: Schulen öffnen bereits wieder ab 6. Mai - unter Auflagen

Update, 5. Mai, 13.07 Uhr: Bis Pfingsten sollen wieder 50 Prozent der Schüler regulär die bayerischen Schulen besuchen.

Söder: „Keiner muss wegen Corona einen schlechten Abschluss machen. Keiner muss wegen Corona sitzenbleiben. Freiwilliges Wiederholen ist möglich. Genauso freiwilliges Sitzenbleiben.“

Es wird eine Teil-Maskenpflicht in Schulen geben: „Wir machen keine Maske im Unterricht, aber eine Maskenpflicht an der Schule, also, in der Pause, in den Gängen auf der Toilette.“

Wenn sich die Eltern selbst als Risikogruppe einschätzen, können sie weiter den digitalen Weg gehen und werden unterstützt. Zumindest bis Pfingsten.

Schulöffnung in der Corona-Krise in Bayern - der Fahrplan

Geplant sind vier Stufen laut Kultusminister Michael Piazolo. Die erste ist dabei bereits gezündet, nämlich seit 27. April durften die Abschlussklassen zurückkehren. 

Zweiter Schritt: Am 11. Mai sollen die Vorabschlussklassen zurückkehren sowie die vierten Klassen der Grundschule. Das sei nun beschlossen. 

Drittens: Am 18. Mai und am 25. Mai sollen auch die jüngeren Schüler der jeweiligen Schulart zurückkehren. Beispielsweise 5. und 6. Klassen des Gymasiums oder der Realschule - wochenweise im Wechsel. 

Am 15. Juni soll der vierte Schritt kommen mit den restlichen Stufen, „wenn das Infektionsgeschehen es zulässt“, so Piazolo.

Corona in Bayern: Schulferien werden nicht verkürzt 

Ferien-Zeiten bleiben, die Ferien werden nicht verkürzt.

Update 5. Mai, 12.30 Uhr: Wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder aktuell in einer Pressekonferenz verkündet, sollen ab Mittwoch (6. Mai) die Schulen wieder Stück für Stück geöffnet werden. 

Ziel ist es laut Söder, dass bis Pfingsten wieder 50 Prozent der bayerischen Schüler regulär den Unterricht besuchen.

Und wie soll das alles unter den strengen Corona-Hygieneauflagen funktionieren?

Laut Söder wird es eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer auf den Gängen, in der Pause, den Toiletten etc. also insgesamt an der Schule geben, nicht aber im Unterricht selbst.

Viele Schüler in Bayern müssen von daheim lernen und können noch nicht in die Schulen. Ein Zehnjähriger in Ansbach war so frustriert, dass er einen drastischen Ausweg wählte.

Update vom 5. Mai, 10.32 Uhr: Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, hat sich in der Corona-Krise gegen eine einheitliche Lösung für alle Schulen ausgesprochen. „Eigenverantwortlichkeit vor Einheitsmodell“ sei die Devise, sagte Fleischmann am Dienstag. Jede Schule habe eine andere Klientel, andere Räume und anderes Personal. So rechne man etwa damit, dass etwa ein Drittel der Lehrer zur sogenannten Risikogruppe zähle. Man warte auf das Signal der Staatsregierung, dass die Schulen vor Ort über Regelungen entscheiden dürfen, sagte Fleischmann vor den Beratungen des Kabinetts zur Pandemie.

Vor einer Woche war teilweise wieder mit Unterricht in Schulgebäuden begonnen worden. „Jeder sucht nach Normalität, und wenn wieder Schule ist, ist alles wieder normal“ - so würden wohl viele empfinden. „Das macht großen Druck auf die Entscheidungsträger.“ Für die Lehrer gelte die Prämisse: „Je mehr Live-Unterricht, desto besser“ - dies aber auf virologischer Basis. Die Lehrerschaft setze auf drei Bausteine: Notbetreuung hochfahren, Live-Unterricht und Coaching für das Lernen zu Hause.

Trotz Corona zurück im Klassenzimmer: Schüler schildern in Brandbrief desolate Zustände

Gegendarstellung vom 5. Mai: Gegenüber der Ippen-Digital-Zentralredaktion hat die Schulleitung der FOS/BOS in Augsburg der Meldung über angebliche Hygienemängel an ihrer Einrichtung widersprochen. In einem Schreiben an Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber, das der Redaktion vorliegt, schreibt Oberstudiendirektor Dr. Oliver Laqua: „Zunächst möchte ich klarstellen, dass keine desolaten Zustände an unsere Schule herrschen, und die FOSBOS Augsburg auch nicht dringend Hilfe benötigt.“ Die sanitäre Ausstattung der Schule sei trotz des Alters der Einrichtung „völlig in Ordnung“. Außerdem sei die Seife durch den Zulieferer sogar in einer Sonderlieferung aufgestockt worden. Zwar gebe es bei den Fenstern „immer wieder Probleme“, allerdings sei dies bei Fenstern, die 45 Jahre alt sind, nicht ungewöhnlich. Zudem würden defekte Fenster in der Regel „innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne behoben“, so die Schulleitung. Das Fazit der Schulleitung: „Von katastrophalen Zuständen zu sprechen entspricht definitiv nicht der Wahrheit.“ 

Update vom 4. Mai: Seit letzter Woche sind die Abschlussklassen zurück an ihren Schulen - auch die Schüler der FOS/BOS in Augsburg. An der Schule seien rund dreiviertel aller Schüler wieder im Unterricht, denn diese Schulform beginnt überhaupt erst mit der 11. Klasse. Dort fehle es in Sachen Hygiene aber an einigem, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, beispielsweise an Waschbecken und Seife. In Zeiten von Corona nicht ungefährlich. Die Schüler der 12. Klassen haben sich deshalb schon vor rund 10 Tagen in einem Brandbrief an die Stadtratsfraktion der Freien Wähler in Augsburg gewandt.

Die haben jetzt einen Dringlichkeitsantrag an Oberbürgermeisterin Eva Weber gestellt. Sie fordern, die hygienischen Mängel an der Schule sofort zu beheben. Seifenspender und Toilettenspülungen seien großteils kaputt, in den Containern, die aufgestellt wurden, weil die Schule aus allen Nähten platzt, gibt es überhaupt keine Toiletten. In zahlreichen Klassenzimmern können die Fenster nicht geöffnet werden, weil sie defekt sind. Dadurch könne nicht ausreichend gelüftet werden, wie der BR weiter berichtet.  Alle Klassenzimmer sollen nach den vom Kultusministerium erlassenen Hygienevorschriften ausgestattet werden. Das fordern die Freien Wähler.

Corona-Zwangspause für Schüler in Bayern: FDP prescht vor - Schichtunterricht für alle?

Erstmeldung vom 3. Mai

München - Wie geht es weiter mit Bayerns Schulen? Erste Schüler sitzen nun nach der Corona-Zwangspause wieder im Klassenzimmer - doch längst steht nicht fest, wann alle Kinder und Jugendliche im Freistaat wieder beim üblichen Präsenzunterricht die Schulbank drücken können. 

In die Diskussion schaltet sich nun erneut die FDP-Fraktion im Landtag ein - und fordert in einem Dringlichkeitsantrag eine Perspektive für eine weitere kontrollierte Öffnung von Bayerns Schulen. In dem Papier heißt es, unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens und der regionalen und lokalen Gegebenheiten müsse über eine Ausweitung auf weitere Klassenstufen entschieden werden - über die schon beschlossenen Schritte zur Schulöffnung hinaus.

Corona-Zwangspause für Schüler in Bayern: FDP prescht vor und fordert weitere Öffnungen

Wörtlich heißt es in dem FDP-Antrag: „In Abwägung von Infektionsschutz sowie bildungs- und sozialpolitischen Zielen lässt sich (...) eine schrittweise Öffnung der Schulen für Präsenzunterricht verantworten.“ Dieser solle für weitere Klassenstufen in zwei Schritten im Rotationsverfahren wieder aufgenommen werden. Der erste Teil der Klassen könnte ab der Woche des 18. Mai und der weitere Teil ab der Woche des 25. Mai wieder in den Unterricht einsteigen.

Die FDP-Fraktion knüpft ihre Forderung jedoch selbst an mehrere Bedingungen. So solle bis dahin unter anderem die Reproduktionszahl R weiter stabil unter 1 liegen und das lokale Infektionsgeschehen soweit unter Kontrolle sein, dass die Zahl der Infektionen pro Woche lokal unter 50 Fälle pro 100.000 Einwohner liegt.

Schulen in der Corona-Krise: FDP bringt Dringlichkeitsantrag ein, fordert aber Sonderregel für Risikogruppen

Beim Transport der Schulkinder sei außerdem darauf zu achten, dass im öffentlichen Nahverkehr die nötigen Mindestabstände garantiert sind. Für Risikopersonen soll es keine Anwesenheitspflicht geben. Sie sollen stattdessen umfassend digital unterstützt werden.

Tatsächlich standen zuletzt nicht zuletzt die Familien im Fokus - sie müssen in der Corona-Krise die „doppelte Last schultern“, kommentiert der Münchner Merkur*. Teils kuriose Blüten treibt der Umgang mit der Pandemie unterdessen auch bei den Friseuren im Münchner-Umland. Ab Montag (4. Mai) dürfen sie wieder Kundschaft empfangen, allerdings unter geänderten Voraussetzungen.

dpa/nema/fn

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Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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