Ab in die Berge: Das Wetter in den Tagen nach den Ausgangsbeschränkungen lädt zum Wanderausflug ein.
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Ab in die Berge: Das Wetter in den Tagen nach den Ausgangsbeschränkungen lädt zum Wanderausflug ein.

Bergtouren sind jetzt wieder erlaubt

Wandern trotz Corona-Krise: Fünf Ausflugstipps für sonnige Tage

  • Johannes Welte
    vonJohannes Welte
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Die Bayern dürfen ihr Haus wieder verlassen und dabei auch weite Ausflüge planen. Wie wäre es mit einem Trip in die Berge? Wir stellen fünf Touren vor.

  • In Bayern sind die Ausgangsbeschränkungen in der Corona*-Krise Vergangenheit.
  • Es ist also höchste Zeit für eine gescheite Bergtour.
  • Hier stellen wir fünf Ausflugstipps für das Wochenende vor.
  • Mehr zu diesem Thema und viele weitere spannende Geschichten gibt es in unserer App. Wie der Download funktioniert.

München - Was für ein Prachtfrühling: Seit Wochen verwöhnt uns die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen. In den Bergen hat sie bis hoch hinauf den Schnee weggeschmolzen. Beste Voraussetzungen für eine Bergtour. Nur waren die sieben Wochen lang mehr oder weniger verboten. Die Ausgangsbeschränkungen des Freistaates sahen vor, dass man das Haus nur aus dringendem Anlass verlassen darf.

Zwar zählte Sport dazu, doch sollte der möglichst in der Nähe der Haustüre ausgeübt werden. Am Tegernsee oder im Karwendel reagierte man gereizt auf Gäste aus der Großstadt, die dennoch in die Berge fuhren. Von Eierwürfen auf Münchner Autos und Kratzern im Lack wurde berichtet. Wanderparkplätze wurden gesperrt.

Wandern trotz Corona-Krise: Deutscher Alpenverein warnt vor Risiko

Seit Mittwoch sind die Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben, einem Marsch auf die Gipfel steht nichts mehr im Wege. Nur bittet der Deutsche Alpenverein, nichts zu riskieren, da die Krankenhäuser viel zu tun haben. Auch große Gruppen sind tabu, ebenso die Grenze nach Tirol. Dort patrouilliert die Alpinpolizei! Die Hütten sind leider noch geschlossen. Man kann sich aber im Tal eine Brotzeit kaufen.

tz-Bayernredakteur Johannes Welte machte gleich die Probe aufs Exempel und bestieg den Gipfel der Bodenschneid am Tegernsee. Die Mautstraße in die Valepp war geöffnet, die Parkplätze frei - und auf den Wanderwegen war viel Platz, um sich im Begegnungsverkehr aus dem Weg gehen zu können, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Hier zeigt die tz fünf Touren in den Münchner Hausbergen:

Ausflugstipp Nummer eins: Bodenschneid (1669 Meter)

Anfahrt: Über A8 und B307 nach Rottach-Egern. Nach der Sparkasse links bis zur Mautstraße, auf der bis zur Suttenbahn.

Start/Ziel: Parkplatz der Suttenbahn.

Schwierigkeit: Mittel, Schotterstraßen und schmale Bergpfade

Dauer/Länge: Bergauf 2:20 Stunden, 700 Höhenmeter 3,6 Kilometer. Bergab 1,15 Stunden, 4,3 Kilometer.

Wegbeschreibung: Vom Parkplatz erst Richtung Enterrottach östlich der Mautstraße, nach 400 Metern rechts dem Wegweiser zur Bodensschneid folgen. Vom Gipfel Richtung Südosten bis zum Suttenstein. Am Sattel geht es nach einem Aussichtspunkt rechts hinunter zur Talstation Suttenbahn.

Was für ein herrlicher Ausblick: Vom Bodenschneid aus lässt sich über den Tegernsee hinaus bis weit nach Tirol schauen.

Ausflugstipp Nummer zwei: Heuberg (1338 Meter)

Anfahrt: A8 Salzburg bis Achenmühle, dann nach Grainbach. In Grainbach rechts Richtung Duftbräu, Am Duftbräu vorbei und links nach Schweibern abbiegen, dort am Wanderparkplatz parken.

Start/Ziel: Parkplatz Schweibern.

Schwierigkeit: Leicht, Schotterstraßen und schmale Bergpfade.

Dauer/Länge: Bergauf 1:40 Stunden, 600 Höhenmeter 2,8 Kilometer. Bergab 2,8 km, 1 Stunde.

Wegbeschreibung: Dem Wegweiser Heuberg folgen. Nach ca. 35 Minuten links ab zur Daffnerwaldalm, dort auf dem Weg bleiben. Kurz vor einer Hütte nach rechts ab. Bei Matsch rechts am Waldrand ein gut markierter trockener Steig. Abstieg auf dem identischen Weg.

So weit das Auge reicht: Blick vom Heuberg aus.

Ausflugstipp Nummer drei: Pürschling (1566 Meter)

Anfahrt: A95/B2 bis Oberau, dort B32 Richtung Augsburg. Nach Ettal links Richtung Linderhof.

Start/Ziel: Parkplatz Schloss Linderhof.

Schwierigkeit: Leicht, Schotterwege und Bergpfade.

Dauer/Länge: Bergauf 2:20 Stunden, 660 Höhenmeter 5 Kilometer. Bergab 5 km, 2 Stunden.

Wegbeschreibung: Vom Wandererparkplatz westlich des Schlosses bergan, dann nach rechts oberhalb des Schlossparks durch den Wald. Zweimal eine Forststraße überqueren und immer weiter bergwärts, bis man den Höhenweg Pürschlinghaus-Brunnenkopfhütte erreicht. Hier rechts bis zum Pürschlingaus/August-Schuster-Haus, wo auch der Gipfel ist. Rückweg auf der selben Strecke.

Spektakuläre Aussicht: So ieht der Blick vom Pürschling aus.

Ausflugstipp Nummer vier: Rotwand (1884 Meter)

Anfahrt: A8 Salzburg bis Weyarn, über Miesbach, Schliersee bis Neuhaus, danach rechts nach Spitzingsee. Dort an der Kirche parken.

Start/Ziel: Parkplatz Spitzingsee – Kirche.

Schwierigkeit: Leicht, Straße, Schotterstraße, Bergpfad.

Dauer/Länge: Bergauf 3 Stunden, 800 Höhenmeter 7,1 Kilometer. Bergab 7,1 km, 2:30 Stunden.

Wegbeschreibung: Vom Parkplatz links bis Seecafé St. Bernhard, dort links und nach 100 Metern wieder links Richtung Rotwandhaus. Auf der Teerstraße nach 1,9 Kilometer kurz nach der Bergwachthütte rechts über Serpentinen bis zum Plateau und kurz vor dem Rotwandhaus links zum Gipfelweg, Rückweg identisch.

In der Natur: So sieht es auf der Rotwand aus.

Zwei Schwestern wollten sich in der Corona-Krise bei Ärzten in Nürnberg bedanken. Dazu schickten sie einen Brief - doch das war noch nicht alles.

Ausflugstipp Nummer fünf: Roßstein (1698 Meter)

Anfahrt: A8 Salzburg bis Holzkirchen, auf der B307 am Tegernsee vorbei bis Kreuth, nach 8,4 Kilometern rechts Parkplatz und Bushaltestelle „Tegernseer Hütte“.

Start/Ziel: Parkplatz Tegernseer Hütte.

Schwierigkeit: Mittel, steiler Bergsteig.

Dauer/Länge: Bergauf 2:50 Stunden, 800 Höhenmeter 3,3 Kilometer. Bergab 3,3 km, 2 Stunden.

Wegbeschreibung: Am Bach gut beschildert steil in Serpentinen bergauf Richtung Tegernseer Hütte. Nach 1:30 Stunden sind die Sonnebergalmen erreicht. Man umgeht den Kessel links. Am Weidezaun rechts bis zum Felsen. Hier links halten, Kletterfans rechts. Kurz vor der Hütte links zum Roßstein. Abstieg wie Aufstieg.

Gipfel über Gipfel: Vom Roßstein ist der Blick ebenfalls atemberaubend.

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Johannes Welte

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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