Ein Mann aus dem Landkreis München soll ohne Approbation in einem Rosenheimer Impfzentrum gearbeitet haben. (Symbolbild)
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Ein Mann aus dem Landkreis München soll ohne Approbation in einem Rosenheimer Impfzentrum gearbeitet haben. (Symbolbild)

Ob er auch impfte, ist noch unklar

Corona: Skandal in bayerischem Impfzentrum - Falscher Arzt festgenommen

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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In einem Rosenheimer Impfzentrum soll ein Mann ohne Approbation als Arzt gearbeitet haben. Ob er auch gegen das Coronavirus impfte, ist noch unklar.

Rosenheim - Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt in einem schweren Fall von Urkundenfälschung und Betrug. Dabei geht es um einen Mann, der seine Approbation als Arzt gefälscht haben soll. Mit den falschen Dokumenten habe der 49-Jährige aus dem Landkreis München dann in einem Rosenheimer Impfzentrum gearbeitet.

Rosenheim: Falscher Arzt in Corona-Impfzentrum - Betreiber erstattet Anzeige

Wie Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Traunstein am Samstag, 28. März, mitteilte, soll die Anzeige bereits vergangene Woche durch den Betreiber des Impfzentrums eingegangen sein. Man habe daraufhin am Freitag mehrere Objekte durchsucht und verdächtige Dokumente sichergestellt, so ein Sprecher der Polizei. Der 49-Jährige wurde daraufhin festgenommen und befindet sich nach Anweisung des Ermittlungsrichters nun in Untersuchungshaft, Ihm werden unter anderem Urkundenfälschung und Betrug vorgeworfen.

Nach Vorwürfen gegen falschen Arzt in Impfzentrum: Mann aus dem Landkreis München festgenommen

Sollte sich herausstellen, dass der Mann auch Impfungen* gegen das Coronavirus* verabreicht hat, könnten weitere Anklagepunkte hinzukommen. Ob dies der Fall war, muss allerdings noch ermittelt werden. Bei den Patienten, die sich in der Rosenheimer Einrichtung hatten impfen lassen, gab es bislang keine Auffälligkeiten. „Es hat sich niemand gemeldet, der gesundheitliche Probleme gehabt hätte“, so der Polizeisprecher. Bei Ausübung ärztlicher Tätigkeit ohne Approbation sind, je nach Schwere des Vergehens, eine Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr möglich. kah/dpa

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