Coronavirus in Bayern: Ministerien geraten wegen Videokonferenz unter Druck
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Nach Videokonferenz: Wirbel um zwei bayerische Ministerien - auch Innenminister Herrmann war dabei. (Symbolbild)

Innenminister Herrmann beteiligt

Corona-Wirbel: Ministerien geraten wegen Videokonferenz unter Druck - jetzt drohen Konsequenzen

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Wirbel um das Innen- und Gesundheitsministerium in Bayern. Grund ist eine frei zugängliche Videokonferenz. Dort war das Coronavirus Thema.

  • Das Innen- und das Gesundheitsministerium geraten unter Druck.
  • Grund ist eine Videokonferenz.
  • Dabei gingt es um das Thema Coronavirus.*

München - Das Innen- und das Gesundheitsministerium in Bayern sind wegen einer von außen frei zugänglichen Videokonferenz unter Erklärungsdruck geraten. Wie das Magazin c‘t am Mittwoch schrieb, sei es bis vor kurzem möglich gewesen, virtuelle Konferenzräume ohne jegliche Authentifizierung oder Angabe eines Namens zu besuchen. 

Corona-Wirbel um Ministerien: Videokonferenzen frei zugänglich

In einem Fall stieß das Magazin bei Recherchen demnach auf eine aktive Konferenz, in der sich drei Teilnehmergruppen besprachen: der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), ein Stab aus etwa 20 Personen und sechs Personen in einem Konferenzraum der Polizei.

Beide Ministerien haben den Sachverhalt mittlerweile bestätigt. Bei der Videokonferenz ging es demnach um das Thema Coronavirus. Die von dem Magazin genannten 20 Personen saßen im Krisenstab hierzu zusammen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte am Mittwoch, der öffentliche Zugang sei wegen der Teilnahme von Personen außerhalb des bayerischen Behördennetzes zwingend erforderlich. „Der Zugang wurde jedoch umgehend passwortgeschützt.“ Die während der Konferenz besprochenen Sachverhalte würden ohnehin anschließend veröffentlicht.

Nach Wirbel um Videokonferenzen: Ministerium stellt möglicherweise Nachforschungen an

Möglicherweise stellt das Ministerium nun eigene Nachforschungen an. „Der Mitschnitt erfordert Kenntnis von Zeit und virtuellem Ort der Videokonferenz. Es wird geprüft, ob durch die Weitergabe dieser Daten an den Verlag ein disziplinarrechtlicher und/oder strafrechtlicher Tatbestand verwirklicht wurde“, sagte der Ministeriumssprecher.

Alle Informationen zum Coronavirus in Bayern finden Sie in unserem News-Ticker.

dpa/kam

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