News-Ticker

Nach Merkel-Gipfel: Söder-Kabinett beschließt Gastro-Hammer - Darauf muss man ab jetzt achten

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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  • Lucas Sauter-Orengo
    Lucas Sauter-Orengo
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Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie gehört Bayern zu den am stärksten betroffenen Ländern in Deutschland. Jetzt wurden neue Bußgelder beschlossen und Söder spricht.

+++++ Damit beenden wir diesen Nachrichten-Ticker. Weitere Neuigkeiten rund um das Coronavirus in Bayern erhalten Sie in unserem neuen News-Ticker. +++++

Update, 13.40 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

Update, 13.25 Uhr: Auch Kitas und Schulen sind Teil der Pressekonferenz. Hier will man ein mögliches Infektionsgeschehen präventiv entgegensteuern. Kitas und Schulen sollen mit CO2-Sensoren und mobilen Filtern ausgestattet werden, so Staatskanzleichef Herrmann nach der bayerischen Kabinettssitzung. Grund sei, dass man auf diese Art und Weise die Aerosol-Bildung, die für Infektionen entscheiden sei, dämmen könne.

Außerdem führt der Freistaat Bayern einen sogenannten Ethik-Rat ein. Dieser soll Teil aller gesellschaftlichen Debatten im Freistaat werden.

Corona in Bayern: Gastro-Hammer verkündet - Regelung betrifft alle Menschen im Freistaat

Update, 13.11 Uhr: „Wenn es regional zu einem erhöhten Inzidenzwert (über 35) kommt, dann soll die Personenzahl bei Feierlichkeiten im Umfeld von angemieteten Räumen auf 50 reduziert. Im privaten Raum wird angeraten, die Zahl von 25 nicht zu überschreiten“, sagt Herrmann. Dies sei eine Soll-Regelung für Kommunen.

Update, 13:07 Uhr: Herrmann beginnt die Pressekonferenz mit den gewohnt-vorsichtigen Worten der bayerischen Corona-Strategie. Es gehe jetzt darum, mit Vorsicht und Nachsicht zu handeln. Weiter wird jetzt erklärt. inwiefern die auf der Ministerpräsidentenkonferenz besprochenen Maßnahmen für Bayern angewendet werden.

Zunächst wird ein Bußgeld für falsche Angaben bei Kontaktdaten in der Gastronomie angewendet. Dasselbe gelte auch für Hotels und Veranstaltungen. Das Bußgeld wird auf bis zu 250 Euro angesetzt. Weiter werde die Erfassung der Daten als Pflicht für Gastronomen verankert. Weigert sich ein Wirt dem nachzugehen, droht ihm ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Intention dahinter sei, Infektionsketten schnell und konsequent brechen zu können.

Corona in Bayern: Empfindliche Bußgelder im Freistaat - Pressekonferenz JETZT live

Update, 13:00 Uhr: Die Pressekonferenz mit Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann hat begonnen.

Update, 12.46 Uhr: In knapp 15 Minuten beginnt die Pressekonferenz. Besonders im Fokus soll dabei eine neue Verordnung von Bußgeldern stehen, die in Verbindung mit falschen Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben steht. Wir berichten live und in voller Länge ab Beginn der PK, die für 13 Uhr angesetzt ist.

Corona in Bayern: Drohen drastische Bußgelder im Freistaat? PK jetzt LIVE im Ticker

Update, 11.03 Uhr: Nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen. Laut Urteil muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten der coronabedingten Betriebsschließung an den Pächter des Münchner Augustinerkellers zahlen - exakt 1,014 Millionen Euro.

Der Wirt hatte kurz vor dem sogenannten Shutdown im März eine Betriebsschließungspolice abgeschlossen, um sich gegen Corona abzusichern. Die Versicherungskammer will dennoch nicht zahlen. In den Versicherungsbedingungen sind behördlich angeordnete Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes gedeckt, der Covid-19-Erreger jedoch nicht genannt.

Video: Die ganze Pressekonferenz zum Nachhören

Update vom 1. Oktober, 09.26 Uhr: Am heutigen Donnerstag findet eine Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung statt. Im Fokus steht dabei erneut die Corona-Politik der Staatsregierung. Mit Spannung wird erwartet, wie hoch die Bußgelder für falsche Kontaktangaben künftig in Bayern sein werden. Grundsätzlich zeichnete sich schon am Mittwoch bei dem Punkt viel Gesprächsbedarf zwischen CSU und Freien Wählern ab.

Darüber hinaus will das Kabinett auch weitere Vorgaben aus der Ministerpräsidentenkonferenz auf Bayern übertragen, sofern diese nicht hierzulande schon längst gängige Praxis sind.

Update vom 30. September, 22.42 Uhr: Mit Spannung wird erwartet, wie hoch die Bußgelder für Falschangaben auf Gästelisten ausfallen werden. Das Bayerische Kabinett will sich morgen in seiner Sitzung ab 10 Uhr damit befassen. Bundesweit wurde empfohlen, ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben - in NRW sollen aber bereits 250 Euro, in Schleswig-Holstein sogar 1000 Euro fällig werden. Darüber hinaus will das Kabinett auch weitere Vorgaben aus der Ministerpräsidentenkonferenz auf Bayern übertragen, sofern diese nicht hierzulande schon längst gängige Praxis sind. Dabei geht es etwa um die Höchstteilnehmerzahlen auf Partys.

Seit Mittwoch ist klar, dass der Nürnberger Christkindlesmarkt auch 2020 stattfinden wird - allerdings noch unter Vorbehalt der Infektionszahlen.

Corona in Bayern: Gute Nachrichten aus Dingolfing-Landau - kritische Marke unterschritten

Update vom 30. September, 18.29 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Landkreis Dingolfing-Landau: Hier gehen die Corona-Zahlen aktuell wieder zurück. Am Mittwoch lagen sie mit 41,6 wieder unter der kritischen Marke von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen*. In der vergangenen Woche war die Zahl auf 64 angestiegen, nachdem mehrere Mitarbeiter eines Logistikdienstleisters positiv getestet worden waren und bei einer anschließenden Reihentestung fast 40 weitere Infektionen festgestellt wurden.

Bei einer Nachtestung von 494 Menschen am Montag wurden lediglich drei neue Infektionen festgestellt, wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte. „Ich bin erleichtert, dass der Wert heute unter 50 gefallen ist“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU)*. Er appellierte an die Bürger, sich im privaten und beruflichen Umfeld an die Regeln zu halten, um eine erneute Überschreitung des Inzidenzwerts und damit einhergehende Einschränkungen zu vermeiden.

Im Landkreis Dingolfing-Landau flacht die Infektions-Kurve nach einem Corona-Anstieg offenbar wieder ab.

Reaktion auf Corona-Entwicklung in München: Weitreichende Maßnahmen laufen aus

Update von 15.43 Uhr: In München dürfen sich ab Freitag wieder bis zu zehn Personen an einem Wirtshaus-Tisch treffen, die Maskenpflicht in der Fußgängerzone wird aufgehoben. Unterm Strich: Die bis zum 1. Oktober (der morgige Donnerstag) geltende Allgemeinverfügung der Stadt wird nicht verlängert. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern (25 innen, 50 draußen) bleibt vorerst allerdings bestehen.

Update von 15.04 Uhr: Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe - der Betrieb wird dort in der Nacht auf Donnerstag eingestellt. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch (30. September) mit. Damit bleibt die Staatsregierung bei ihrem Kabinettsbeschluss vom 8. September. Zuletzt wurde wegen der Corona-Zahlen in Österreich und Tschechien noch eine Verlängerung erwogen.

„Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zur Begründung. Gleichzeitig sei der Reise- und Urlaubsverkehr, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt habe, vorbei. „Wichtig ist bei dieser Entscheidung auch die Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bayern vor allem regional neu entwickeln“, erklärte Huml. Die vorhandenen Laborkapazitäten sollen deshalb nun anderweitig genutzt werden. „Um nun Test- und Laborressourcen passend umschichten zu können, bleibt es daher beim planmäßigen Ende des Testangebotes für Reiserückkehrer“, sagte Huml.

Corona in Bayern: Münchens OB Reiter mit scharfer Kritik an RKI-Zahlen - Söder-Regierung will strengere Regeln 

Update vom 30. September, 14.29 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Differenz zwischen den Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) scharf kritisiert. Es sei im letzten halben Jahr nicht gelungen, die Meldung der Zahlen durch das LGL an das RKI so zu organisieren, dass es keinen Verzug gebe, sagte er am Mittwoch im Münchner Stadtrat. Dafür fehle ihm angesichts der technischen Möglichkeiten das Verständnis. „Ich habe nicht gewusst, dass wir mit der reitenden Post nach Berlin reiten.“

Die von RKI und LGL gemeldeten Zahlen lagen in der vergangenen Woche zum Teil weit auseinander. Begründet wurde dies vor allem mit Verzögerungen bei der Datenübermittlung. Laut LGL war in München der kritische Wert von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehrere Male überschritten. Das RKI dagegen meldete Werte unterhalb dieser Schwelle.

Für die Landeshauptstadt eine schwierige Situation. In München galten ab dem vergangenen Donnerstag verschärfte Maßnahmen wie eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt oder Kontaktbeschränkungen. Am Mittwoch wollte der Krisenstab dann über eine Lockerung oder mögliche Fortführung der Maßnahmen beraten. Die Frage war aber, welche Zahlen gelten sollten. Das RKI hatte am Mittwoch für München 31,6 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet, eine Zahl unter dem Frühwarnwert von 35. Nach Einschätzung der Stadt ist das jedoch falsch. Sie ging am Mittwoch von höheren Zahlen aus.

Coronavirus in Bayern: Neue Maßnahmen ein „Schritt in die richtige Richtung“

Update vom 30. September, 10.17 Uhr: Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg, hat die Bund-Länder-Einigung auf gezielte, regionale Anti-Corona-Maßnahmen als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet. „Im Osten, in Mecklenburg-Vorpommern, ist die Epidemie ganz, ganz anders als in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen. Deswegen ist es sinnvoll, dass wir diese angepassten Regeln haben, die in Kraft treten, wenn die Epidemie bestimmte Grenzwerte zeigt“, so Salzberger am Mittwoch gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf regionale Gegenmaßnahmen verständigt, wenn die Neuinfektionszahlen in Landkreisen bestimmte Schwellenwerte übersteigen. Dann soll es in diesen Regionen etwa Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl von privaten Feiern geben.

Zu den zuletzt gestiegenen Corona-Fallzahlen sagte Salzberger: „Mich beunruhigen diese Zahlen schon - mich beunruhigen diese Zahlen aber nicht so sehr wie im März, weil die Steigerung ist sehr viel langsamer.“ Als Grund für den Anstieg sieht er nicht nur die Tatsache, dass man sich wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhält: „Das meiste, was wir jetzt sehen, kommt tatsächlich durch Reiserückkehrer, das kommt von außen rein und verbreitet sich dann hier explosionsartig, vor allem bei privaten Feiern“, erklärte er.

Corona in Bayern: Söder-Regierung will strengere Regeln beschließen - einige Regionen könnte es besonders treffen

Update vom 29. September, 20.03 Uhr: Bereits an diesem Donnerstag, also zum Oktober-Start, will das bayerische Kabinett striktere Vorgaben für Feiern in Regionen mit hohen Infektionszahlen beschließen. Dabei richtet sich die Regierung aus CSU und Freien Wählern nach den Regeln, die beim Corona-Gipfel in Berlin getroffen worden sind. Im Fokus standen Bußgelder für falsche Angaben auf Kontaktlisten und Obergrenzen für Feierlichkeiten.

Corona-Krise in Bayern: Söder schließt Grenzschließungen aus

Update vom 29. September, 18.24 Uhr: Grenzschließungen solle es nicht geben, so Ministerpräsident Markus Söder (CSU): „Zu den Prioritäten sollte auch gehören, dass die Grenzen offen bleiben.“ Zudem kündigte Söder ein Treffen mit dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz an, um alle bilateralen Corona-Fragen zu besprechen. Unter anderem das direkt an Bayern grenzende österreichische Bundesland Tirol war vom RKI vor wenigen Tagen zum Corona-Risikogebiet erklärt worden. In einem Interview nach der Pressekonferenz betonte Söder erneut den Grundsatz für steigende Corona-Zahlen: „Mehr Maske, weniger Alkohol und deutlich kleinere Feiern“.

Corona in Bayern: Infektionszahlen steigen weiter - Söder über Regeln für Feiern - „mehr Maske, weniger Alkohol“

Update vom 29. September, 17.35 Uhr: Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen wollen Bund und Länder die Teilnehmerzahl von Privatfeiern begrenzen: Wenn in einem Landkreis binnen sieben Tagen mehr als 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner auftreten, soll die Teilnehmerzahl auf 50 bei Feierlichkeiten in öffentlichen Räumen und auf 25 bei Feiern in Privaträumen begrenzt werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zudem soll künftig ein Mindestbußgeld von 50 Euro für falsche Personenangaben auf Kontaktlisten von Gaststätten gelten. Markus Söder (CSU) sprach im Zusammenhang mit steigenden Coronazahlen von einem Dreiklang aus "mehr Maske, weniger Alkohol und kleinere Feiern".

Corona in Bayern: Infektionszahlen steigen weiter - Traurige Nachrichten aus München

Update vom 29. September, 16.55 Uhr: Tschechien hat eine erneute Grenzschließung wegen der Coronavirus-Pandemie ausgeschlossen. „Im Augenblick droht uns aus den Nachbarländern kein Risiko“, so Gesundheitsminister Roman Prymula. Die Situation sei heute eine andere als im Frühjahr.

Während das Land gut durch die erste Phase der Pandemie gekommen war, sind die Fallzahlen seit Wochen rapide angestiegen. Es wird erwartet, dass das Kabinett am Mittwochnachmittag über die Ausrufung des Ausnahmezustands entscheidet. Deutschland hat Tschechien zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen. Angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen in grenznahen Regionen in Österreich und Tschechien erwägt Bayern, die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe vorerst beizubehalten. Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, hatte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Montagabend (28. September) mitgeteilt.

Corona in Bayern: Söder bei Gipfeltreffen mit Angela Merkel - erster Beschluss steht fest

Update vom 29. September, 15.52 Uhr: Auf einem Gipfeltreffen mit Angela Merkel beraten sich die Länderchefs aktuell über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Auch der bayerische Ministerpräsident ist dabei mit von der Partie. Gegen 17 Uhr will sich die Bundeskanzlerin auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Markus Söder und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher zu den Beschlüssen äußern.

Bereits jetzt ist allerdings ein erster Beschluss durchgesickert. Wie die Deutsche Presse-Agentur vermeldet, einigten sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten auf ein bundesweites Mindestbußgeld von 50 Euro für Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant falsche Angaben zu ihrer Person machen. Momentan noch unklar ist jedoch, wer für die Durchsetzung dieser Strafen sorgen soll.

Über alle weiteren Beschlüsse halten wir Sie in unserem Gipfel-Ticker für Deutschland auf dem Laufenden.

Corona in Bayern: Infektionszahlen steigen weiter - Traurige Nachrichten aus München

Update vom 29. September, 14.48 Uhr: Die Stadt München hat nun die aktuellen Corona-Zahlen bekannt gegeben. Für Montag (28. September) waren 106 neue Fälle in der bayerischen Landeshauptstadt gemeldet worden. Die Zahl stimmt die Münchner wohl nicht positiv - zuletzt waren an einem Tag nur 42 Neuinfektionen gemeldet worden. Nun ist der Wert wieder auf das Doppelte gestiegen. Zudem gibt es traurige Neuigkeiten: zum ersten Mal seit dem 10. August wurde wieder ein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet.

Insgesamt sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang 11.391 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 9.769 Personen, die bereits genesen sind, sowie 224 Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 37,92. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,91.

Coronavirus in Bayern: Große Veranstaltungen fallen Pandemie zum Opfer - Traditions-Messe abgesagt

Update vom 29. September, 13.55 Uhr: Die Corona-Krise dauert weiter an - und weiterhin fallen große Veranstaltungen der Pandemie zum Opfer. So kann etwa die Spielwarenmesse, die traditionell Anfang des Jahres auf dem Nürnberger Messegelände stattfindet, nicht wie geplant abhalten werden.

„Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurde der Termin vom 27. bis zum 31. Januar 2021 rechtzeitig gestrichen“, heißt es in einer Mitteilung der Spielwarenmesse eG. Die internationale Branchenleitmesse soll nun zum ersten Mal in der Geschichte verschoben werden - auf einen Termin im Sommer. Vor allem die steigenden Infektionszahlen und die Reiserestriktionen hätten zu diesem Beschluss geführt, heißt es weiter.

Corona in Bayern: Wegen steigender Infektionszahlen - Gesundheitsministerium prüft wichtige Maßnahme

Update vom 29. September, 13 Uhr: Im niederbayerischen Kloster Mallersdorf waren am vergangenen Freitag (25. September) etwa 600 Ordensschwestern und Klostermitarbeiter zu einer Corona-Reihentestung angetreten. Nun liegen die Ergebnisse der Tests vor: Bei zwei Schwestern und einer Mitarbeiterin eine Infektion mit dem Coronavirus* festgestellt worden.

Die beiden infizierten Schwestern seien isoliert in einem Klostertrakt untergebracht worden, teilte das Landratsamt Straubing-Bogen mit. Die Mitarbeiterin befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die Kontaktpersonen der drei Infizierten - etwa 30 bis 40 Menschen - würden erneut getestet, erklärte ein Behördensprecher.

Corona in Bayern: Wegen steigender Infektionszahlen - Gesundheitsministerium prüft wichtige Maßnahme

Update vom 29. September, 8.31 Uhr: Markus Söder sprach sich erneut für eine bundesweit verbindliche Ampelregel für Corona-Maßnahmen aus, diesmal gegenüber dem Radiosender Bayern 2. Diese Forderung hatte er schon in den vergangenen Tagen geäußert.

Söder machte auch mehrmals private Feiern für das steigende Infektionsgeschehen verantwortlich. Für neue Corona-Fälle am Wochenende in München soll das zutreffen. Demnach seien die Fälle auf eine Hochzeit, eine Beerdigung und auf einen Geburtstag zurückzuführen.

Coronavirus in Bayern: Verlängerung für die Teststationen an Autobahnen in Grenznähe?

Update vom 28. September, 20.23 Uhr: Angesichts der hohen Corona-Neuinfektionszahlen unter anderem in Teilen Österreichs erwägt Bayern eine Verlängerung für die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe.

Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montagabend mit. „Dies geschieht auch mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in grenznahen Regionen in Österreich und Tschechien, die in den zurückliegenden Tagen zu Risikogebieten erklärt wurden.“

Corona in Bayern: Verlängerung der Teststationen für Reiserückkehrer

Eigentlich hatte das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 8. September beschlossen, die Corona-Teststationen an den Autobahnen, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg und am Zentralen Omnibusbahnhof München zum Ende der Sommer-Hauptreisezeit einzustellen - und zwar bis zum 30. September, das wäre an diesem
Mittwoch. Die Autobahn-Teststationen befinden sich an den Raststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Nun könnte sich dies wieder ändern und der Termin nach hinten verschoben werden.

Mit insgesamt 360 Fällen gab Bayern am Montag von allen deutschen Bundesländern die höchste Zahl an Neuinfizierten an – allerdings hatte das Bundesland auch zuvor am Sonntag keine aktuellen Zahlen herausgegeben. Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter der 16 Bundesländer am Montag 1684 bekannte Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Corona im Freistaat: Bayern meldet höchste Zahl an Neuinfektionen

Update vom 28. September, 19.12 Uhr: Im Landkreis Dingolfing-Landau liegen die Corona-Zahlen weiterhin deutlich über der kritischen Marke von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Wie das Landesamt für Gesundheit (LGL) am Montag berichtete, war dieser Wert mit 63,4 ähnlich hoch wie in der Vorwoche.

Corona im Freistaat: Mehrere Städte und Landkreise an der Warnmarke

Der zweithöchste Wert im Freistaat wurde mit 38,9 im Landkreis Rhön-Grabfeld registriert. Wie dort wurde auch in der Landeshauptstadt, die vor einigen Tagen den Grenzwert 50 ebenfalls überschritten hatte, erneut ein Rückgang festgestellt. Mit einem Sieben-Tages-Wert von 37,6 lag München allerdings immer noch knapp über der Vorwarnstufe von 35. Danach kamen der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (32,8) und die Stadt Fürth (30,5).

Im gesamten Freistaat sind bisher 67 375 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Montag, 8.00 Uhr). Im Freistaat sind bislang 2657 Menschen gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten rund 59 240 Menschen.

Coronavirus in Bayern: Deutet sich in München ein Trend an?

Erstmeldung vom 28. September, 14.55 Uhr: München - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) muss sich regelmäßig derselben kritischen Frage stellen. Obwohl seine Corona-Politik zu den umsichtigsten und vorsichtigsten der Republik gehört, sind die Zahlen im Freistaat seit Ausbruch des Virus* mit am höchsten. Für den CSU-Chef war das immer mit der Nähe zu Österreich und Italien zu begründen, auch jetzt galten Reiserückkehrer aus dem Balkan als großes Risiko für Neuinfektionen. Erst vergangene Woche musste auch die Landeshauptstadt auf die rasant steigenden Zahlen reagieren und reagierte mit drastischen Maßnahmen. Doch jetzt deutet sich womöglich ein neuer Trend an.

Corona in Bayern: Drastische Maßnahmen in München - Neuer Trend zeichnet sich ab

Wie die Stadt München meldet, wurden für Sonntag, 27. September, 42 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 11.287 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 9.671 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Damit sind so wenig Neuinfektionen bestätigt worden wie seit dem 30. August nicht. Damals waren es 26. Die niedrige Zahl macht sich auch an der entscheidenden Inzidenz-Zahl bemerkbar. Ist diese über 50, so wie vergangene Woche in der Landeshauptstadt, werden drastische Gegenmaßnahmen eingeläutet. Aktuell steht diese jedoch bei 37,58 - und ist damit vergleichsweise deutlich von der 50-er Marke entfernt.

Coronavirus in Bayern: Söder fordert bundesweite Regelung - mit Folgen für Schüler und Bundesliga

CSU-Chef Söder hat sich einen Tag vor der Ministerpräsidenten-Konferenz zu einer bundesweiten Corona-Ampel geäußert. Nach Söders Vorschlag springe die Corona-Ampel auf Gelb, wenn es in einem Landkreis oder in einer Kommune 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt. Dann könnten demnach Tests für Risikogruppen angeordnet, Zuschauer von Bundesligaspielen ausgeschlossen und eine Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe angeordnet werden. Steigt die Zahl auf 50 Infizierte, könnte nach Söders-Vorschlag die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern weiter reduziert werden, Sperrstunden verlängert und eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen eingeführt werden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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