1. Startseite
  2. Bayern

Coronatest-Revolution aus dem Münchner Umland? - Aiwanger zeigt sich euphorisch - und ordert Riesen-Paket

Erstellt:

Von: Moritz Bletzinger

Kommentare

Ab Januar setzt Bayern auf einen neuen Corona-Schnelltest. Das in Martinsried entwickelte Verfahren soll blitzschnell, zuverlässig und günstig sein.

München/Martinsried - Den „weltbesten Schnelltest“ kündigt Hubert Aiwanger (Freie Wähler) an. Ab Januar will die bayerische Staatsregierung eine Großoffensive fahren und den im Münchner Vorort Martinsried entwickelten PCR-Test üppig einsetzen. Erst vergangene Woche wurde das neue Corona-Testverfahren* zugelassen.

Coronavirus: Eine Million Tests gesichert - Aiwanger setzt auf neues Verfahren aus Martinsried bei München

Sechs Testgeräte und 60.000 Testkits hat Bayern schon bestellt. Ein Vorkaufsrecht für 1000 Geräte sowie eine Million Tests habe sich der Freistaat darüber hinaus auch gesichert, sagt Aiwanger. Das bayerische Startup GNA-Biosolutions hat die Landesregierung offenbar voll überzeugt. Mit acht Millionen Euro hatte der Freistaat bereits die Entwicklung unterstützt.

Die neu entwickelten Corona*-Schnelltests sollen weit zuverlässiger sein, als die bislang üblichen Antigen-Verfahren*. Im Unterschied zu diesen bekannten Schnelltest-Varianten, kann der neue Corona-Test den Covid-19-Erreger direkt nachweisen. Das Ergebnis liegt dennoch deutlich schneller vor, als es bei den bisherigen PCR-Methoden möglich ist. Unter 20 Euro kostet einer der Tests im Einkauf.

Corona-Test aus Bayern: Ergebnisse in unter einer Stunde - Verfahren revolutioniert Schnell-Testung

„Dieses Testsystem gehört zu den sensitivsten weltweit, zu den kostengünstigsten weltweit und den schnellsten weltweit“, schwärmt Aiwanger vom Martinsrieder Test. Das System verspricht vorliegende Testergebnisse in unter einer Stunde. Die notwendigen Geräte sind so klein, dass mobile Labors die Auswertung durchführen können. Das ist eine revolutionäre Neuerung. Bislang mussten die Proben stets ins Labor geschickt werden, daher die langen Wartezeiten um die zwei Tage.

„Octea“-Schnelltest: Bayerische Corona-Tests bald in ganz Europa?

Das System nennt sich „Octea“ und eignet sich laut Aiwangers Einschätzung ideal für den Einsatz in Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie an Flughäfen*, Bahnhöfen und Autobahnen. Im März will GNA-Biosolutions eine EU-weite Zulassung beantragen, kündigt Firmengründer Frederico Bürsgens an. Sieht man den bayerischen Corona-Test also bald in ganz Europa? *Merkur.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnwetzwerks.

Auch interessant

Kommentare