Im ganzen Land - so auch in Bayern - gibt es wegen Corona leere Kinosäle
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Im ganzen Land - so auch in Bayern - gibt es wegen Corona leere Kinosäle.

Niedrige Besucherzahlen

Kinos in Bayern senden SOS an Markus Söder: Neue Corona-Regel soll Vorführungen wieder voller machen

  • Andreas Thieme
    vonAndreas Thieme
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Volle Kinosäle gibt es in Corona-Zeiten nicht. Bayerische Betreiber bemängeln aktuelle Sicherheitsvorkehrungen und senden einen Hilferuf an Ministerpräsident Markus Söder.

  • Mindestabstand und Obergrenze: Ein Kino-Besuch in Corona-Zeiten* unterscheidet sich im Vergleich zu früher.
  • Für die Betreiber bedeutet das enorme finanzielle Einbußen - und das in einer sonst umsatzstarken Zeit.
  • Betreiber bayerischer Kinos haben nun einen Brandbrief an Ministerpräsident Markus Söder verfasst.
  • Alle neuen Entwicklungen zu Corona in Bayern erfahren Sie in unserem News-Ticker.

München - Neben Gastronomen sind Kinobetreiber von der Corona-Krise mit am schwersten betroffen. Erst durften sie wochenlang gar nicht öffnen – und seit Sommer nur mit eingeschränkter Besucherzahl.

Kinobesuch in Corona-Zeiten: Mindestabstand und Obergrenze werden moniert

Denn auch in Kinos muss der 1,5-Meter-Mindestabstand eingehalten werden. Folge für die Betreiber: Sie können nur einen kleinen Teil ihrer Plätze in den Kino-Sälen besetzen. Weil sie um ihre Existenz fürchten, haben sich jetzt 20 Kinobetreiber aus ganz Bayern zusammengetan und einen offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geschrieben. Darin fordern sie: „Es ist dringend notwendig, den coronabedingten Mindestabstand zwischen Kinobesuchern von 1,50 auf einen Meter zu verringern.“ Auch die Obergrenze von 200 Besuchern pro Kinosaal müsse auf den Prüfstand.

Im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Flugzeugen oder zur Gastronomie sei die Gefahr einer Ansteckung in Kinos viel geringer. Die 20 Unternehmer beklagen gravierende Einnahmeverluste, weil sie momentan oft nicht mal ein Viertel der Plätze im Kinosaal besetzen können. Die Folge könne ein „beispielloses Kinosterben“ im kommenden Jahr sein. Der neue James-Bond-Streifen wurde wegen Corona* schon mehrfach verschoben, weil die Filmbranche um ihre Einnahmen von dem neuen Blockbuster fürchtet:

Kinos in Bayern von Corona finanziell getroffen - auch in der umsatzstärksten Zeit

Mindestens zwei Sitze müssen im Kinosaal aktuell jeweils frei bleiben, danach darf die nächste Gruppe sitzen. Bitter für die Kino-Betreiber, die jetzt dringend Hilfe suchen. „Für unsere Kinos beginnt mit den letzten drei Monaten und den Feiertagen zum Jahresende die wichtigste Zeit des Jahres. In diesen Monaten machen wir die Haupt­umsätze eines Gesamtjahres“, schreiben die Unternehmer.

Die Finanzhilfen des Freistaats und des Bundes hätten bislang das Überleben gesichert. Die Betriebe müssten aber in den kommenden Monaten das notwendige Kapital auf die Seite legen, um die traditionell schwächeren Besucherzahlen im Sommer überleben zu können. *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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